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Ansichtskarten des 1. Weltkrieges

Geschichtliche Zeugnisse auf Ansichtskarten aus der harten Zeit des "Großen Krieges" von 1914 - 1918.

 
Soldat schreibt Brief an seine Mutter im Schützengraben

Deutsche Reiter greifen Britische Truppen in Ypern an

von Thomas Schmidtkonz

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Inhalt

Kurzinformation Karten - Galerie Mails Links
Vor dem Krieg Herrscher Generäle Bilder vom Krieg
Helden Humor und Propaganda Herz / Schmerz / Kitsch Samariter
Gräber Heimkehr und Frieden Kameradschaft Heimatfront

Kurzinformation zum Thema Sammeln von Karten aus dem 1. Weltkrieg 1914 - 1918

Das Versenden und Sammeln von Ansichtskarten war in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine sehr beliebte Beschäftigung.
Dies spiegelt auch den vergleichsweise hohen Lebensstandard und Wohlstand in weiten Bevölkerungsschichten in den Jahren vor dem "Großen Krieg" wieder. So verwundert es auch nicht, dass gerade in den ersten beiden Kriegsjahren eine Unmenge von Ansichtskarten aus den vielen Frontgebieten von den Soldaten an ihre Familien in die Heimat gesendet werden.  Umgekehrt verschicken die Angehörigen nicht nur lange schmerzvolle Briefe der Sehnsucht an ihre Lieben, sondern erfreuen sie auch immer wieder mit einer schöner Ansichtskarte.

Wegen der damaligen Beliebtheit der Ansichtskarten findet man heute auch noch viel mehr Karten mit Kriegsmotiven aus der Zeit des 1. Weltkrieges als aus der Zeit des 2. Weltkrieges. Im zweiten Krieg sind wegen der grausamen Erfahrungen aus beiden Kriegen Kriegsmotive auf Karten bei weitem nicht mehr so populär wie im ersten Krieg.

Die Motive des 1. Weltkrieges reichen dabei von rüder, den Feind verunglimpfender Propaganda über zahlreiche heroische Motive bis zu kitschigen Herz-Schmerzthemen. Weiterhin findet man Humorkarten und schließlich auch Originalfotos auf Karten, die verständlicher Weise die grausame Wirklichkeit des Krieges höchstens andeutungsweise wiedergeben.  Diese Karten mit Originalfotos sind aber historisch gesehen sicher die interessantesten Karten. Schließlich wird das ganze noch mit Bildern von Persönlichkeiten wie bedeutenden Generälen und Köpfen der jeweiligen Herrscherhäuser abgerundet.

Insgesamt gesehen ist dies nicht nur ein historisch interessantes, sondern auch reizvolles Sammelgebiet, auch wenn es wegen der Schrecken des Krieges, auch heute noch nach über 100 Jahren so manchen bedrückt.
Viele Karten aus dem 1. Weltkrieg sind noch preiswert zu erhalten. Die meisten dieser Karten habe ich für etwa 1 Euro pro Stück käuflich erworben.

Die folgenden Bilder und Erläuterungen sollen einen ersten Eindruck in dieses interessante Sammelgebiet geben.
:-) Viel Spaß dabei ...

Bilder Galerie von Weltkriegskarten zu unterschiedlichen Themen

Zeit vor dem Krieg

Die zahlreichen Manöver der Vorkriegszeit gingen meist sehr stark an der späteren Realität vorbei, wie diese Karte von 1906 zeigt

Exerzierende Batterie

Eine Kanone auf einer Karte von 1904. Zehn Jahre später zu Beginn des 1. Weltkriegs waren solche Kanonen sicher schon veraltet!

Die Herrscher

Der Deutsche Kaiser Wilhelm II, der das Deutsche Reich von 1888 - 1918 regierte, war gleichzeitig der oberste Kriegsherr Deutschlands. Aber er mischte sich im Verlauf des Krieges nur selten in militärische Entscheidungen ein. Diese trafen die obersten Herren des OHL der sog. Obersten Heeresleistung.
Kaiser Wilhelm II. hatte aber während seiner gesamten Regierungszeit  viele unglückliche politische Entscheidungen getroffen, die viel zum Beginn des Krieges und auch zum verhängnisvollen Zweifrontenkrieg zwischen Russland im Osten auf der einen Seite und Frankreich und  Großbritannien im Westen beitrugen.

Kaiser Wilhelm II.

Eine der hauptschuldigen Nationen für den Ausbruch des Krieges war die österreichisch - ungarische K und K - Monarchie, die vom legendären Kaiser Franz Joseph von 1848 - 1916 regiert wurde.

Die Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten am 28.6.1914 in Sarajewo war der Anlass, womit letztlich das ganze Verhängnis seinen Lauf nahm. Obwohl die serbische Regierung weitestgehend auf die sehr harten Forderungen Österreichs in Folge des Attentates einging, erklärte Österreich Serbien am 28.7.1914 den Krieg und löste so wegen der damaligen verhängnisvollen Bündnissysteme und der unvernünftigen Militärs und Politiker auf allen Seiten den 1. Weltkrieg aus.

Kaiser Franz Joseph und seine Erzherzöge

Herrscher und Generäle auf alliierter Seite auf einer Schweizer Karte.

Karte vom 1. Weltkrieg

Die Generäle

Das berühmteste militärische Duett des 1. Weltkrieges sind die Generäle Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff. Sie erringen ihren ersten großen Ruhm in der Schlacht bei Tannenberg gleich ziemlich am Anfang des Krieges. Dabei schlagen sie die 2. Russische Armee vernichtend, die in Ostpreußen eingedrungen ist.

Ab 1916 übernehmen die beiden die Führung der Obersten Heeresleitung, wo sie nicht nur das gesamte Heer in der Hand haben, sondern auch das deutsche Reich bis zum Ende des Krieges mehr oder weniger diktatorisch regieren. Die treibende Feder im Hintergrund ist dabei immer Ludendorff, während Paul von Hindenburg mehr repräsentativ agiert.
Wegen seiner Popularität wird Hindenburg gerne als Kartenmotiv genutzt.

Paul von Hindenburg

Eine weitere Karte, die Paul von Hindenburg, dem "alten Reck" im Osten, glorifiziert.

Paul von Hindenburg

Obwohl Hindenburgs vermeintliche militärische Erfolge eigentlich Ludendorffs Erfolge waren, wurde Ludendorff viel weniger geehrt und man entdeckt ihn auch auf entsprechend wenigeren Karten.

Diese Karte von 1916 zeigt Generaloberst von Kluck bei einer Kavallerieattacke.
Kluck wurde im März 1915 bei einer Frontinspektion nahe Vailly-sur-Aisne durch Granatsplitter schwer verwundet und schied im Oktober des folgenden Jahres aus dem aktiven Dienst aus.

Bilder vom Krieg

Im Westen

Die deutsche militärische Führung ging davon aus, dass die Russen im Osten sehr lange für ihre Mobilmachung brauchen würden. Daher wollen sie Frankreich schnell niederwerfen, um sich danach im Osten in Ruhe gegen die Russen verteidigen zu können. Dabei versuchen sie wie im Schlieffenplan vorgesehen, die französischen Truppen über das neutrale Belgien zu umgehen und westlich an Paris vorbei marschierend das französische Heer einzukreisen.

Die Rechnung geht nicht auf. Nach Anfangserfolgen wird das deutsche Heer in der Marne Schlacht kurz vor Paris zurückgeschlagen. Das deutsche Heer zieht sich daraufhin auf eine günstige Befestigungslinie zurück und verschanzt sich in den Schützengräben. Es folgt im Westen ein blutiger Stellungskrieg, der bis ins Frühjahr 1918 reinreicht.

Nach der Niederlage Russlands hat Deutschland so viele Truppen für den Westen freibekommen, dass es im Frühjahr 1918 noch einmal offensiv auftreten kann. Als aber die 1917 in den Krieg eingetretenen US-Amerikaner mit ihren in Frankreich immer zahlreicher werdenden Truppen immer mehr für ein Übergewicht sorgen, muss sich Deutschland an der Westfront zurückziehen und schließlich kapitulieren.

Kämpfe in Saarburg in den ersten Kriegstagen im August 1914

Im Osten

Auch im Osten geht zuerst die Rechnung für das deutsche Militär nicht auf. Die Russen haben schneller als erwartet die nötigen Truppen für eine Invasion nach Ostpreußen zusammengestellt.
Aber bei der Schlacht bei Tannenberg gelingt es den zahlenmäßig weit unterlegenen Deutschen mit der überlegenen Strategie von Erich Ludendorff eine ganze russische Armee zu vernichten.
Trotzdem dringen die Russen 1914 wiederholt in Ostpreußen und ins damals österreichischen Galizien ein. Erst als sich im Westen der Stellungskrieg abzeichnet, können frei gewordene deutsche Truppen in den Osten verlagert werden und die Russen aus Ostpreußen vertrieben werden.
1915 erobern die Deutschen sogar das damals russische Polen.
In den folgenden Jahren wechselt das Kriegsglück zwischen beiden Seiten mehrmals und auch Stellungskrieg und Bewegungskrieg wechseln sich miteinander ab. Erst als 1917 die Russische Oktoberrevolution ausbricht ist Russland so geschwächt, dass das neue Sowjetische Reich vor den Deutschen Truppen im Frühjahr 1918 kapitulieren muss.

Skizze von der Schlacht bei Tannenberg - "Die geschlagene russische Armee in den masurischen Sümpfen"

Der Schützengraben

Die Soldaten verbringen im Stellungskrieg die meiste Zeit an der Front im Schützengraben. Das elende Dasein dort spiegeln die folgende Foto-Ansichtskarten nicht annähernd wieder. Die Ausfälle durch Krankheit und Erschöpfung wegen fehlender Hygiene und ewiger Nässe und Kälte reichen teilweise an das Blutzoll vernichtender Schlachten hin.

Im Schützengraben

Zur Zerstörung von Festungsanlagen kamen schwere Belagerungsgeschütze zum Einsatz wie es die Karte rechts zeigt.

Diese Luftaufnahme eines deutschen Fliegers zeigt das von der deutschen Artillerie schwer zerstörte Ypern. Die Deutschen konnten aber Ypern im 1. Weltkrieg nie einnehmen, obwohl die Front direkt vor Ypern verlief.

Die Luftwaffe der ersten Weltkriegs wurde hauptsächlich zur Aufklärung eingesetzt. Dennoch gab es bereits zahlreiche Luftgefechte in denen Fliegerasse wie Manfred von Richthofen Berühmtheit erlangten.
Die folgende Karte zeigt eine "Militärtaube" auf Erkundungsflug bei den Masurischen Seen.

Schon 1915 erkannte man die zukünftige Bedeutung der Luftwaffe auch im Seekrieg.

Diese Karte glorifiziert den Einsatz berittener Artillerie

Karte vom 1. Weltkrieg

Solche Kavallerieattacken wie diese bei Ypern zu Anfang des Krieges spielten im Grabenkrieg speziell an der Westfront eine immer geringere Rolle!

Bayerische Truppen bei einem heroischen Gefecht bei Lagard, bei dem sie angeblich den französischen Truppen die dargestellte Fahne abnahmen. Die wahren Kämpfe gestalteten sich zwar blutiger, aber sicher weniger heroisch als bei dieser Darstellung.

Karte vom 1. Weltkrieg

Ein deutscher Panzerkreuzer bei einem Seegefecht gegen die Alliierten.

Karte vom 1. Weltkrieg

Helden

Heldenmotive sind gerade in der Heimat beliebte Ansichtskartenmotive, um bei der wegen der englischen Seeblockade hungernden Bevölkerung die Moral aufrecht zu erhalten, während es bei den "Helden" an der Front oft nur noch ums nackte Überleben geht.

"Tapfer!"

Humor und Propaganda

Gerade in harten Zeiten wie dem Krieg fehlen Humorkarten nicht. Sie lenken von all dem Schrecken etwas ab. Kurzum man erträgt so manches mit Humor.

"Herzlichen Gruß von diesem Platz, ich habe jetzt einen anderen Schatz"

"Mein Himmelbett"

Karte vom 1. Weltkrieg

Ironische Karte aus der Schweiz zum 1. Weltkrieg: "Schwur der Alliierten. Wir werden besiegen!"

Karte vom 1. Weltkrieg

Frankreich, durch Marianne symbolisiert, fordert den deutschen Aggressor auf mit seinen Füßen auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, da ihr schon im Hintergrund die Heerscharen des englischen Expeditionsheeres  zur Hilfe kommen.

Hier beziehen die Feinde der Mittelmächte vom "Deutschen Michel"  eine Tracht Prügel.

Karte vom 1. Weltkrieg

Deutschlands und Österreichs Feinde im Jahr 1914. Von hinten schleicht sich dabei "Japan" als Knirps mit einem Dolch an. Militärisch gesehen war das jedoch kein Knirps, hatte doch Japan bereits im Jahr 1905 die Russen besiegt. Auch die Deutschen verloren schnell ihre Kolonien in Fernost und im Pazifik an die japanischen Marinestreitkräfte.

Karte vom 1. Weltkrieg

Hier wird die Hygiene in Russischen Bauernhöfen auf die Schippe genommen, wenn gleich Läuse und Ungeziefer beim Militär an der Front und der Etappe dahinter in beiden Weltkriegen ein prinzipielles hygienisches Problem waren.

Karte vom 1. Weltkrieg

Samariter

Wegen der vielen Kriegsopfer und Verwundeten ist im ersten Weltkrieg das Rote Kreuz ganz besonders gefordert, wie diese französische Karte vom 1. Weltkrieg zeigt.

Karte vom 1. Weltkrieg

Diese Karte vom September 1914 wirbt für eine Spende an das Rote Kreuz.

Karte vom 1. Weltkrieg

Gräber

Die Schlacht um Verdun gestaltet sich mit etwa 300.000 Opfern auf beiden Seiten als besonders blutig. Dabei wird bereits nach wenigen Tagen von den Deutschen das "uneinnehmbare" Fort Douaumont erobert. Später wird hier ein Massenfriedhof angelegt, wie auf der Karte rechts gezeigt.

Karte vom 1. Weltkrieg

Herz - Schmerz - Kitsch

Wegen der grausamen Kriegsrealität und den Trennungsschmerz unter den Angehörigen der Soldaten kommen aus dieser Zeit natürlich auch zahlreiche herzergreifende Karten aus dem Herz-, Schmerz- und Kitschsektor vor.

"Gefunden!"

"Treue Liebe bis zum Grabe"

"Kriegsgetraut"

Heimkehr und Frieden

Nach über vier Jahren endet der "Große Krieg" im November 1918 mit der  Niederlage des Deutschen Reiches.
Leider wird durch den für Deutschland demütigenden Friedenschluss in Versailles bereits die erste Saat für einen noch schlimmeren Krieg gelegt. So währt der Frieden auch nur gute 20 Jahre.

Heimkehr

"Friedensklänge"

Engel nehmen den Kriegsteilnehmern auf dieser Schweizer Karte die Gewehre ab und fliegen davon.  Die Kriegsteilnehmer schauen alle recht ernüchtert und belämmert drein, während der Krieg nichts als Trümmer und Ruinen hinterlassen hat. Leider sollten weder Sieger noch Besiegte allzu viel von den Kriegsgrauen gelernt haben, was der noch viel grausamere 2. Weltkrieg gerade mal knapp 21 Jahre später beweisen sollte.

Karte vom 1. Weltkrieg

Kameradschaft

"Ich hatte einen Kameraden ..."

Karte vom 1. Weltkrieg

Heimatfront

Die Heimatfront litt stark unter der britischen Seeblockade in der Nordsee. Die Ernährung der Bevölkerung wurde speziell in den Wintermonaten immer mehr zum Problem. Die Karte zeigt die Bedeutung der heimischen Kartoffel bei der Versorgung der Deutschen. Im Winter 1914 / 1915 nahm den Hunger wohl wie auf dieser Karte noch auf die leichte Schulter.  Das war im Hungerwinter 1916/1917, dem sog. Steckrübenwinter, nach Missernten sicher nicht mehr der Fall.
Insgesamt starben in  Deutschland von 1914 bis 1918 etwa 800.000 Menschen an Hunger und Unterernährung.

Karte vom 1. Weltkrieg

Während ihre Väter an den Fronten verbluteten, erfreuten sich Kinder zumindest noch im 1. Kriegsjahr an Kriegsspielen, wie es zumindest die Karte hier suggeriert.

Karte vom 1. Weltkrieg

Fragen / Mails / Angebote / Kaufgesuche

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Links

Deutsches Historisches Museum Infos über den 1. Weltkrieg vom Deutschen Historischen Museum
Der Erste Weltkrieg Bei WIKIPEDIA wird der Erste Weltkrieg genau beschrieben

Externe Links zum Thema Ansichtskarten und Briefe

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