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Die Briefmarken von Altdeutschland

Hier stelle ich angehenden Briefmarkensammlern in einem Überblick die Briefmarkenausgaben von Altdeutschland vor. Ich zeige wie sehr Altdeutschland als Briefmarkensammelgebiet faszinieren kann. Dabei gehe ich auch auf den Wert der teuren Marken ein.

Briefmarken Altdeutschland

Altdeutsche Briefmarken

Briefmarke Altdeutschland: Schwarzer Einser von Bayern

Schwarzer Einser von Bayern, die erste deutsche Briefmarke
(Bildquelle WIKPEDIA)

Von Thomas Schmidtkonz

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Inhaltsübersicht       

Einleitung Links Mails Angebote zum Thema Altdeutschland - Briefmarken
Baden Bayern Bergedorf Braunschweig
Bremen Hamburg Hannover Helgoland
Lübeck Mecklenburg-Schwerin Mecklenburg-Strelitz Norddeutscher Postbezirk
Norddeutscher Postbezirk - Elsass Lothringen Oldenburg Preußen Sachsen
Schleswig-Holstein Thurn und Taxis Württemberg

Briefmarken Altdeutschland bei eBay ersteigern bzw. versteigern

Einleitung, Kurzgeschichte und Tipps für Einsteiger

Der Schwarzen Einser von Bayern läutete am 1.11.1849 das Briefmarkenzeitalter in Deutschland ein. Zu dieser Zeit gab es in Deutschland noch keinen einheitlichen Staat und so auch keine einheitliche deutsche Postoberhoheit. Die deutschen Staaten waren zu dieser Zeit noch im Deutschen Bund lose organisiert, wo auch noch Österreich dazugehörte. So war es dann natürlich, dass alle deutschen Staaten ihre eigenen Briefmarken herausgaben, bis auf jene, die ihre Post noch durch die Post von Thurn und Taxis besorgen ließen. Aber selbst noch lange nach der Gründung des Deutschen Reichs am 18.1.1871, behielten die beiden Deutschen Staaten Bayern und Baden Württemberg noch bis zum 31.3.1920 ihre eigene Posthoheit. Sie ließen weiterhin  zahlreiche ansprechende eigene Briefmarken in den Umlauf gelangen.

Das Sammeln von Marken der Altdeutschen Staaten ist ein historisch interessantes Gebiet, das die abwechslungsreiche Geschichte Deutschlands und das Werden eines vereinigten Deutschen Staates widerspiegelt.
Etliche Sammler schrecken aber vor den hohen Katalogwerten vieler Marken Altdeutschlands zurück. Wer aber bei der Erhaltung der Marken bereit ist kleinere Kompromisse einzugehen, kann viele Markenausgaben z.B. bei Versteigerungen schon für 10 - 20 % vom Katalogwert (wie z.B. den Michelkatalogen) ersteigern. Sammlungen kann man auch schon mal darunter erwerben. Bei einfacheren Gebieten Altdeutschlands wie z.B. Preußen braucht man dann keinen übermäßig dicken Geldbeutel, um sich z.B. eine komplette Sammlung Preußen zu ersammeln. Wem dann auch noch egal ist, ob seine Marken gestempelt oder ungestempelt sind und auf die teuren Brocken wie den Sachsendreier und einigen Marken von Oldenburg verzichten kann, kann sich auch mit relativ wenig Geld eine weitgehend komplette Altdeutschlandsammlung im Lauf der Zeit aufbauen.

Tipp für Einsteiger

Beim Start mit einer Altdeutschlandsammlung erwirbt man am besten bei einer Auktion oder einem Händler eine Grundstocksammlung, die man dann Schritt für Schritt durch weitere Teilsammlungen und dann schließlich Einzelstücken ergänzen kann. Erhält man bei dieser Sammelweise auch Dubletten, dann muss man diese nicht unbedingt wieder tauschen oder verkaufen, da es bei altdeutschen Marken viele interessante Farbvarianten und auch interessante Abstempelungen gibt. So kann sich dann der eine oder andere angehende Altdeutschlandsammler mit der Zeit gut auf ein Spezialgebiet spezialisieren und so sein Fachwissen steigern. So wird dann das Sammeln altdeutscher Marken sicher nie langweilig werden.

Aber nun viel Spaß bei diesem Streifzug und Querschnitt durch die Briefmarken Altdeutschlands. Ich hoffe, dass es vielleicht auch für den einen oder andern Sammler eine nette Anregung ist, mit diesem schönen Sammelgebiet zu beginnen.

Euer Thomas von sammler.com

Baden

Baden gab zwischen 1851 und 1869 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1871 die eigene Postoberhoheit. Baden gab in dieser Zeit 25 verschiedene Briefmarken und drei verschiedene Landpostmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich für relativ wenig Geld eine komplette Badensammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 6 Kreuzer schwarz auf grün von 1851. Handelswert ungestempelt ohne Gummi bereits 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung.
  • 3 Kreuzer eng gezähnt von 1862. Handelswert ungestempelt mit Falz 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung
  • 30 Kreuzer von 1862. Handelswert gestempelt 400 - 800 Euro je nach Erhaltung
  • 12 Kreuzer Landpostmarke von 1862. Handelswert gestempelt 4000 - 7000 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundmuster der badischen Marken. Rechts eine Landpostmarke

Briefmarken von Baden bei ebay.de  

Bayern

Bayern gab zwischen 1849 und 1920 zahlreiche eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.3.1920 die eigene Postoberhoheit. Bayern gab in dieser Zeit fast 200 verschiedene Briefmarken und auch zahlreiche Dienst- und Portmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich zu weitestgehend erschwinglichen Preisen eine komplette Bayernsammlung zusammenstellen. Die größte Hürde dürfte dabei der Schwarze Einser von Bayern sein, da er als erste Marke Deutschlands bei Sammlern sehr begehrt ist.

Briefmarken Altdeutschland

Der "Schwarze Einser" von Bayern

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):
  • 1 Kreuzer (Schwarzer Einser)  schwarz von 1849 / 1850. Handelswert beginnt etwa 300 Euro für ungestempelt und etwa 500 Euro für gestempelt.
  • 12 Kreuzer 1870 (gezähnt). Handelswert gestempelt etwa 300 - 500 Euro je nach Erhaltung
  • 1 Mark von 1876 (Wasserzeichen weite Wellenlinien). Handelswert ungestempelt mit Falz etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung
  • Portomarke 1 Kreuzer 1871. Handelswert (billigster Typ) gestempelt etwa 200 - 400 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundmuster der bayerischen Marken.

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Bergedorf

Bergedorf gehörte bis 1867 zu Hamburg und zu Lübeck als gemeinsamer besitz. Es gab zwischen 1861 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Bergedorf gab in dieser Zeit 5 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wer die Marken ungestempelt sammelt kommt mit wenig Geld aus. Wer aber diese Marken gestempelt sammeln will, muss tief in die Tasche greifen. Es ist außerdem zu beachten, dass bei Bergedorf zahlreiche Neu- und Nachdrucke gibt.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Alle Marken bis auf die 1 Schilling gestempelt. Handelswert aller 5 Marken zusammen in Erhaltung gestempelt etwa 1500 - 3000 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Bergedorf. Bei den abgebildeten Marken könnte es sich um eine der zahlreichen Nachdrucke handeln.

Briefmarken von Bergedorf bei ebay.de  

Braunschweig

Braunschweig gab zwischen 1852 und 1865 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Braunschweig gab in dieser Zeit 20 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich zu halbwegs erschwinglichen Preisen eine komplette Braunschweigsammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Die meisten ungestempelten Marken ausgenommen die Ausgabe von 1857 und der letzte Satz von 1865, der gestempelt deutlich mehr wert ist.
  • 1. Satz von 1852 mit 1, 2 und 3 Silbergroschen. Handelswert der drei Werte zusammen ungestempelt ohne Gummi bereits 1200 - 2500 Euro je nach Erhaltung.
  • 1/3 Silbergroschen von 1864 (durchstochen gezähnt). Handelswert etwa 600 - 1000 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Braunschweig. In der Mitte die Ausgabe von 1857. Rechts von 1865.

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Bremen

Bremen gab zwischen 1855 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Bremen gab in dieser Zeit 15 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich zu halbwegs erschwinglichen Preisen eine komplette Bremensammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Die meisten gestempelten Marken
  • 10 Grote schwarz von 1861 (durchstochen gezähnt). Handelswert gestempelt etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung
  • 2 Grote orange von 1863 (durchstochen gezähnt). Handelswert gestempelt  etwa 400 - 800 Euro je nach Erhaltung
  • 7 Grote von 1867 (gezähnt). Handelswert gestempelt etwa 1500 - 2500 Euro je nach Erhaltung
  • 10 Grote schwarz von 1866 (gezähnt). Handelswert gestempelt etwa 300 - 600 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Bremen. Links die 10 Groschen von 1861.

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Hamburg

Hamburg gab zwischen 1859 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Hamburg gab in dieser Zeit 22 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich recht preisgünstig eine komplette Hamburgsammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 9 Schillinge 1859 (ungezähnt). Gestempelt, Handelswert etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung
  • 9 Schillinge 1864 (gezähnt). Gestempelt, Handelswert etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Hamburg.

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Hannover

Hannover gab zwischen 1850 und 1866 eigene Marken heraus und hatte bis zum 20.9.1866 die eigene Postoberhoheit. Hannover gab in dieser Zeit 25 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich preisgünstig eine komplette Hannoversammlung zusammenstellen. Die teuersten Marken findet man bei den gestempelten Marken.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1 Gutegroschen 1850. Ungestempelt ohne Gummi, Handelswert etwa 400 - 800 Euro je nach Erhaltung
  • 10 Groschen, 1861 (ungezähnt). Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 400 Euro je nach Erhaltung
  • 3 Pfennige olivgrün, 1863 (ungezähnt). Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Hannover

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Helgoland

Helgoland war von 1814 - 1890 britische Kolonie, bis es am 10.8.1890 ins Deutsche Reich eingegliedert wurde. Daher ist diese Gebiet nicht nur für Altdeutschland-Sammler sondern auch Sammlern der britischen Kolonien interessant.
Helgoland gab zwischen 1867 und 1890 eigene Marken heraus und hatte bis zum 9.8.1890 die eigene Postoberhoheit. Helgoland gab in dieser Zeit 20 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Auch wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich halbwegs preisgünstig eine komplette Helgolandsammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1/2 Shilling 1867. Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung
  • 1/4 Shilling 1873. Gestempelt, Handelswert etwa 700 - 1200 Euro je nach Erhaltung
  • 3/4 Shilling 1873. Gestempelt, Handelswert etwa 400 - 750 Euro je nach Erhaltung
  • 2 Farthing 1875. Gestempelt, Handelswert etwa 200 - 400 Euro je nach Erhaltung
  • 2 1/2 Farthing 1876. Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung
  • 5 Shilling 1879. Gestempelt, Handelswert etwa 300 - 600 Euro je nach Erhaltung

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Helgoland

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Lübeck

Lübeck gab zwischen 1859 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Lübeck gab in dieser Zeit 14 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich preisgünstig eine Lübecksammlung zusammenstellen, solange er auf die beiden ersten Ausgaben verzichtet. Die teuersten Marken findet man bei den gestempelten Marken.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1/2 Schilling 1859. Gestempelt, Handelswert etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz etwa 700 - 1200 Euro.
  • 1 Schilling 1859. Gestempelt, Handelswert etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz etwa 700 - 1200 Euro.
  • 1/2 Schilling 1862. Gestempelt, Handelswert etwa 400 - 800 Euro je nach Erhaltung.
  • 1 Schilling 1862. Gestempelt, Handelswert etwa 400 - 800 Euro je nach Erhaltung.

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Lübeck

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Mecklenburg-Schwerin

Mecklenburg-Schwerin gab zwischen 1856 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Mecklenburg-Schwerin gab in dieser Zeit 8 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich relativ preisgünstig eine Mecklenburg-Schwerin-Sammlung zusammenstellen, solange er auf die 4/4 Schilling von 1864 verzichtet.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 4/4 Schilling von 1864. Gestempelt, Handelswert etwa 500 - 1000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz etwa 800 - 1500 Euro.

Briefmarken Altdeutschland

3 Schillinge von Mecklenburg-Schwerin von 1856

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Mecklenburg-Strelitz

Mecklenburg-Strelitz gab zwischen 1864 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Mecklenburg-Schwerin gab in dieser Zeit 6 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich relativ preisgünstig eine Mecklenburg-Strelitz-Sammlung zusammenstellen. Alle gestempelten Marken bis auf die 1 Silbergroschen von 1864 in dunkelrosarot sind teuer.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Alle 6 gestempelten Wert zusammen, Handelswert etwa 2500 - 5000 Euro je nach Erhaltung.

Briefmarken Altdeutschland

3 Silbergroschen von Mecklenburg-Strelitz von 1864

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Norddeutscher Postbezirk

Der Norddeutsche Bund wurde unter der Führung Preußens 1866 gegründet und gab von 1868 - 1871 an auch eigene Briefmarken aus. Der Norddeutsche Postbezirk hatte bis zum Januar 1871 die eigene Postoberhoheit. Die Marken des NDP wurden aber auch noch im Deutschen Reich verwendet und waren teilweise noch bis zum 31.12.1874 postgültig. Der NDP gab in dieser Zeit 26 verschiedene Briefmarken und 9 Dienstmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich preisgünstig eine komplette Sammlung des Norddeutsche Postbezirks zusammenstellen. Die teuersten Marken findet man bei den gestempelten Marken.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 18 Kreuzer 1869 (gezähnt). Gestempelt, Handelswert etwa 400 - 800 Euro je nach Erhaltung.
  • 30 Groschen 1869. Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung.
  • 2 Kreuzer Dienstmarke 1870. Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 500 Euro je nach Erhaltung.

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken des Norddeutschen Postbezirks

Briefmarken vom Norddeutschen Postbezirk bei ebay.de  

Norddeutscher Postbezirk - Elsass Lothringen / Besatzungsgebiete in Frankreich

Im deutsch französischen Krieg 1870 - 1871 besetzten deutsche Truppen französische Gebiete. In diesen gebieten wurden 1870 - 1871 eigene Marken ausgegeben. Diese werden meist im Rahmen einer Sammlung des Norddeutschen Postbezirks mitgesammelt.
Es wurden dazu 7 verschiedene Briefmarken ausgegeben, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich relativ  preisgünstig eine komplette Sammlung dieses Gebiets zusammenstellen. Die teuersten Marken findet man bei den gestempelten Marken.

Es gibt zahlreiche Nachdruckmarken, wovon auch einige zur Täuschung der Sammler mit Stempeln versehen wurden.

Briefmarken Altdeutschland

1 Centime Marke der Besatzungsgebiete in Frankreich vom Krieg 1870/71

Oldenburg

Oldenburg gab zwischen 1852 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Oldenburg gab in dieser Zeit 19 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Selbst wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, muss für eine komplette Oldenburgsammlung tiefer in die Tasche greifen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1/3 Silbergroschen 1852. Gestempelt, Handelswert etwa 250 - 5000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz etwa 300 - 600 Euro.
  • 1/15 Taler 1852. Ungestempelt mit Falz etwa 200 - 400 Euro  je nach Erhaltung.
  • 1/10 Taler 1852. Ungestempelt mit Falz etwa 200 - 400 Euro  je nach Erhaltung.
  • 1859/61 Satz mit vier Werten: 1/3, 1, 2,3 Groschen. Zusammen gestempelt, Handelswert etwa 1000 - 2000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz alle 4 zusammen etwa 1500 - 2500 Euro.
  • 1/4 Groschen 1861. Gestempelt, Handelswert etwa 1200 - 1800 Euro je nach Erhaltung.

Briefmarken Altdeutschland

Zwei Marken von Oldenburg

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Preußen

Hannover gab zwischen 1850 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Preußen gab in dieser Zeit 26 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Man kann sich preisgünstig eine komplette Preußensammlung zusammenstellen egal ob gestempelt oder ungestempelt. Daher ist Preußen als Einstiegssammlung in das Gebiet Altdeutschland sehr gut geeignet.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Keine Marke ist richtig teuer

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Preußen

Briefmarken von Preußen bei ebay.de  

Sachsen

Sachsen gab zwischen 1850 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Sachsen gab in dieser Zeit 19 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich preisgünstig eine Sachsensammlung zusammenstellen, solange er auf den teuren Sachsendreier verzichtet.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 3 Pfennige von 1850, der berühmte Sachsendreier. Gestempelt, Handelswert etwa 2000 - 3000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt ohne Gummi etwa 1000 - 2000 Euro, mit Falz etwa 2000 - knapp 4000 Euro.

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Sachsen. Links oben der berühmte Sachsendreier.

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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein gab von 1850 - 1851 und zwischen 1864 und 1867 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.12.1867 die eigene Postoberhoheit. Schleswig - Holstein wurde 1864 nach dem Deutsch - Dänischen Krieg zwischen Österreich und Preußen aufgeteilt. Ab da gaben beide Besatzungsmächte eigene Briefmarken für diese Region aus.
Nach dem Deutschen Krieg fiel ganz Schleswig - Holstein an Preußen. Ab 1868 verwendetet verwendete auch Schleswig - Holstein  die Marken des Norddeutschen Postbezirks.

Schleswig- Holstein gab 25 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich preisgünstig eine Schleswig - Holstein -Sammlung zusammenstellen, solange er auf die beiden ersten Ausgaben verzichtet.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1 und 2 Schillinge von 1850 zusammen. Gestempelt, Handelswert etwa 4000 - 8000 Euro je nach Erhaltung. Ungestempelt mit Falz zusammen etwa 250 - 500 Euro.
  • 4 Schilling / 3 Silbergroschen von 1865. Gestempelt, Handelswert etwa 300 - 700 Euro je nach Erhaltung.

Briefmarken Altdeutschland

Die beiden teuren Marken von Holstein von 1850.
Bildquelle WIKPEDIA

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Schleswig-Holstein aus der Zeit von 1864 - 1867

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Thurn und Taxis

Die Fürsten von Thurn und Taxis besaßen bis 1806 das kaiserliche Reichs-Generalspostamt. Als sich dieses 1806 auflöste übernahmen sie die Postorganisation von einer ganzen Reihe der Deutschen Staaten im Deutschen Bund bis 1867. Zu diesen Staaten gehörten z.B. das Kurfürstentum Hessen, das Großherzogtum Hessen, die Fürstentümer Reuß, Lippe, Schwarzburg, Hohenzollern und die Herzogtümer Sachsen Meiningen, Sachsen Coburg und einige weitere.
Dabei gaben sie zwischen 1852 und 1867 eigene Marken heraus und hatten bis zum 30.6.1867 die eigene Postoberhoheit. Thurn und Taxis gab in dieser Zeit 54 verschiedene Briefmarken aus, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Wen es egal ist, ob die Marken gestempelt oder ungestempelt sind, kann sich recht preisgünstig eine Thurn und Taxis Sammlung zusammenstellen.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • 1 Groschen von 1852. Handelswert ungestempelt mit Falz etwa 200 -  400 Euro.
  • 1/4 Groschen von 1866 (zentrischer Druck). Handelswert gestempelt  etwa 350 -  700 Euro.
  • 2 Groschen von 1866 (zentrischer Druck). Handelswert gestempelt  etwa 200 -  350 Euro.

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Thurn und Taxis Marken

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Württemberg

Das Königreich Württemberg gab zwischen 1851 und 1920 eigene Marken heraus und hatte bis zum 31.3.1920 die eigene Postoberhoheit. Württemberg gab in dieser Zeit 143 verschiedene Briefmarken (einschließlich Dienstmarken) in den Umlauf, wenn man nur die Haupttypen berücksichtigt. Es ist nicht billig eine komplette Württembergsammlung zusammenzustellen. Speziell die 18 Kreuzerausgaben und die 70 Kreuzerausgabe sind teuer. Außerdem sind viele ungestempelte Werte von den ersten Jahren wirklich sehr teuer.

Teuer sind folgende Marken (ohne Farbunterarten, Untertypen usw.):

  • Satz von 1851 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 2500 - 5000 Euro
    Gestempelt: 200 - 400 Euro
  • Satz von 1857 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 1200 - 2500 Euro
    Gestempelt: 350 - 700 Euro
  • Satz von 1859 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 4000 - 9000 Euro
    Gestempelt: 500 - 1000 Euro
  • Satz von 1860/62 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer (billigste Typen).
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 800 - 1600 Euro
    Gestempelt: 400 - 800 Euro
  • Satz von 1862/64 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer (billigste Typen).
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 500 - 1000 Euro
    Gestempelt: 120 - 250 Euro

Briefmarken Altdeutschland

Grundtypen der Marken von Württemberg aus der Zeit von 1851 - 1920

  • Satz von 1865 mit 1, 3, 6, 9 und 18 Kreuzer.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 800 - 1600 Euro
    Gestempelt: 300 - 600 Euro
  • 7 Kreuzer 1868.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 250 - 500 Euro
  • 70 Kreuzer 1873.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 500 - 1000 Euro
    Gestempelt: 1200 - 2500 Euro
  • 50 Pfennig 1875.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 200 - 400 Euro
  • 2 Mark 1875.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 200 - 400 Euro
  • 2 Mark 1878.
    Handelswert je nach Erhaltung etwa:
    Ungestempelt mit Falz: 500 - 1000 Euro
Briefmarken von Württemberg bei ebay.de  

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Deutsche Postgeschichte Die Online Enzyklopädie von Wikipedia geht ausführlich auf die deutsche Postgeschichte ein

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