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Neuausgaben und News zu Briefmarken der Tschechischen Republik  im Jahr 2014

Hier finden Sie Infos zu Neuausgaben und weitere News zu Briefmarken der Tschechischen Post.

Von Thomas Schmidtkonz

Hauptbriefmarkenseite

Weitere Briefmarken - News

Nachrichten über neue Briefmarken Tschechiens

Tschechische Briefmarken

Briefmarke der Tschechischen Republik von 2014 aus der Serie Historische Verkehrsmittel

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Inhalt

Einleitung News / Neuausgaben Neueste Tschechische Briefmarkenausgaben  
Tschechische Briefmarkenausgaben 2016 Tschechische Briefmarkenausgaben 2015    
Tschechische Briefmarkenausgaben 2014 Tschechische Briefmarkenausgaben 2013 Tschechische Briefmarkenausgaben 2012 Tschechische Briefmarkenausgaben 2011
Tschechische Briefmarkenausgaben 2010 Tschechische Briefmarkenausgaben 2009 Tschechische Briefmarkenausgaben 2008 Tschechische Briefmarkenausgaben 2007
Tschechische Briefmarkenausgaben 2006 Tschechische Briefmarkenausgaben 2005 Hauptbriefmarkenseite  

Einleitung

Die Tschechische Post gibt viele künstlerisch ansprechende Briefmarken heraus. Wegen der reichhaltigen Motive kommen auch Motivmarkensammler auf ihre Kosten. Hier werden regelmäßig die tschechischen Briefmarkenneuheiten vorgestellt.

Die offizielle Adresse für die Ausgabestelle tschechischer Marken lautet:
POSTFILA, Exportabteilung, Ortenovo nám. 16, CZ 170 24 Praha 7

Website der Tschechischen Post

News / Neuausgaben

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 26.11.2014 (25.11.2014)

Herausgabe der Buchstaben-Freimarke Muster der eigenen runden Briefmarke – JÁRA CIMRMAN „A“

Ausgabetag: 26. November 2014
Autor der grafischen Anpassung der Typographie der Schrift: Petr Foltera
Autoren des Entwurfs des Bildteils der Marke und des Druckbogens: Jaroslav und Michal Weigel
Format - Durchmesser: 35 mm
Nennwert: „A“ (entspricht dem Preis für einen Standard - Inlandsbrief bis zu 50 g. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 13 CZK.)
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 25 Stk. der runden Buchstaben-Freimarken

Briefmarke: eine Möglichkeit der Form von Jára Cimrman – Erfinder der runden Briefmarke.  Unter dem Bild der Briefmarke befindet sich ein Feld mit den obligatorischen Angaben: „A“, Tschechische Republik, Mikrolinie und dem tschechischen Text TSCHECHISCHE  POST EIGENE BRIEFMARKE

Das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik gibt am 26. November 2014 die Freimarke mit dem eingedruckten Buchstaben „A“ heraus. Diese Briefmarken, im Druckbogen herausgegeben, werden als Muster der Eigenen runden Briefmarken in dieser Anpassung dienen. Der Buchstabe „A“ entspricht der Gebühr für einen Inlands-Standardbrief bis 50 g. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 13 CZK.

Im Bildteil der Briefmarken ist eine Möglichkeit der Form von Jára Cimrman – Erfinder der runden Briefmarke abgebildet. Unter dem Bild der Briefmarke befindet sich ein Feld mit den obligatorischen Angaben: „A“, Tschechische Republik, Mikrolinie und dem tschechischen Text TSCHECHISCHE POST●EIGENE MARKE.

Im Hauptinformationsfeld für Kunden auf der linken Seite des Druckbogens gibt es bei der Erstausgabe der Eigenen runden Briefmarke die Angaben der Tschechischen Post (Česká pošta, s.p.), ein Textfeld mit der fiktiven Geschichte „Jára Cimrman – Erfinder der runden Briefmarke“.

Das Feld für die Eigenen Briefmarken enthält 25 Stk. der runden Briefmarken. In der Erstausgabe der Eigenen runden Briefmarke gibt es 25 gleiche Bilder der Briefmarken, in verschiedene Richtungen gedreht. Bei Kundenbestellungen können höchstens 25 verschiedene Abbildungen der Briefmarken auf einem Druckbogen sein.

Im Feld für die Standardmarkierung ist bei der Erstausgabe der Eigenen Marke ein Schutzelement – Hologramm mit dem Motiv der Tschechischen Post, der Name Druckblatt „Eigene Marke (Muster): Jára Cimrman „A“, www.ceskaposta.cz und der tschechische Text „VZ MUSTER“. Bei den Kundenbestellungen wird das Schutzelement – Hologramm mit dem Motiv der Tschechischen Post, Bezeichnung des Druckblattes (legt der Kunde fest, falls er das nicht macht, ergänzt die Bezeichnung die Tschechische Post), www.ceskaposta.cz und der tschechische Text „VZ MUSTER“ wird mit 8 alphanumerischen Zeichen ersetzt, von denen die ersten zwei alphabetische Zeichen die Initialen des Produktes (VZ = eigene Marke) und die weiteren zwei Zeichen die Initialen der Anpassung der Ausgabe (TL = Druckbogen) markieren werden und weitere 4 numerische Zeichen werden mit der Reihenummer der Bestellung gebildet.

Der Bildteil der Marke hat einen Durchmesser von 35 mm und außer dem Bildteil umfasst er auch das Pflichtfeld mit dem Namen des Staates und dem Buchstabenwert. Die einzelnen Eigenen runden Briefmarken sind mit einer speziellen Zähnung getrennt, die im Umfang der Briefmarke um vier unikale atypische Modifikationen ergänzt wird, welche als Sicherheitszeichen dienen. Die Marken auf den Druckblättern haben zwischen dem Wellenschliff-Schnitt einen Durchstich für ihre einfachere Trennmöglichkeit aus dem Druckbogen.

Die Briefmarken hat die PTC Praha, a.s. (die Postwertzeichen-Druckerei Prag) mit vollfarbigem Offset in Bögen zu 25 Stück gedruckt.

Der Autor der Graphischen Anpassung der Typographie der Schrift der Eigenen Marken ist der akademische Maler und Graphiker Petr Foltera. Die Autoren des Entwurfs des Bildteils der Briefmarke und des Druckbogens sind Jaroslav und Michal Weigel.

Tschechische Briefmarken

Herausgabe der Buchstaben-Freimarke Muster der eigenen runden Briefmarke – JÁRA CIMRMAN „Z“

Ausgabetag: 26. November 2014
Autor der grafischen Anpassung der Typographie der Schrift: Petr Foltera
Autoren des Entwurfs des Bildteils der Marke und des Druckbogens: Jaroslav und Michal Weigel
Format - Durchmesser: 35 mm
Nennwert: „Z“ (entspricht dem Preis für einen Priority -Standardbrief bis 50 g in nicht-europäische Länder. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 30 CZK
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 25 Stk. der runden Buchstaben-Freimarken

Das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik gibt am 26. November 2014 die Freimarke mit dem eingedruckten Buchstaben „Z“ heraus. Diese Briefmarken, im Druckbogen herausgegeben, werden als Muster der Eigenen runden Briefmarken in dieser Anpassung dienen. Der Buchstabe „Z“ entspricht dem Preis für einen Priority - Standardbrief bis 50 g in nicht-europäische Länder. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 30 CZK.

Im Bildteil der Briefmarken ist eine der anderen Möglichkeiten der Form von Jára Cimrman – Erfinder der runden Briefmarke abgebildet. Unter dem Bild der Briefmarke befindet sich ein Feld mit den obligatorischen Angaben: „Z“, Tschechische Republik, Mikrolinie und dem tschechischen Text TSCHECHISCHE POST●EIGENE MARKE.

Im Hauptinformationsfeld für Kunden auf der linken Seite des Druckbogens gibt es bei der Erstausgabe der Eigenen runden Briefmarke die Angaben der Tschechischen Post (Česká pošta, s.p.), ein Textfeld mit der fiktiven Geschichte „Jára Cimrman – Erfinder der runden Briefmarke“.

Das Feld für die Eigenen Briefmarken enthält 25 Stk. der runden Briefmarken. In der Erstausgabe der Eigenen runden Briefmarke gibt es 25 gleiche Bilder der Briefmarken, in verschiedene Richtungen gedreht. Bei Kundenbestellungen können höchstens 25 verschiedene Abbildungen der Briefmarken auf einem Druckbogen sein.

Im Feld für die Standardmarkierung ist bei der Erstausgabe der Eigenen Marke ein Schutzelement – Hologramm mit dem Motiv der Tschechischen Post, der Name Druckblatt „Eigene Marke (Muster): Jára Cimrman „Z“, www.ceskaposta.cz und der tschechische Text „VZ MUSTER“. Bei den Kundenbestellungen wird das Schutzelement – Hologramm mit dem Motiv der Tschechischen Post, Bezeichnung des Druckblattes (legt der Kunde fest, falls er das nicht macht, ergänzt die Bezeichnung die Tschechische Post), www.ceskaposta.cz und der tschechische Text „VZ MUSTER“ wird mit 8 alphanumerischen Zeichen ersetzt, von denen die ersten zwei alphabetischen Zeichen die Initialen des Produktes (VZ = eigene Marke) und die weiteren zwei Zeichen die Initialen der Anpassung der Ausgabe (TL = Druckbogen) markieren werden und weitere 4 numerische Zeichen werden mit der Reihenummer der Bestellung gebildet.

Der Bildteil der Marke hat einen Durchmesser von 35 mm und außer dem Bildteil umfasst er auch das Pflichtfeld mit dem Namen des Staates und dem Buchstabenwert. Die einzelnen Eigenen runden Briefmarken sind mit einer speziellen Zähnung getrennt, die im Umfang der Briefmarke um vier unikale atypische Modifikationen ergänzt wird, welche als Sicherheitszeichen dienen. Die Marken auf den Druckblättern haben zwischen dem Wellenschliff-Schnitt einen Durchstich für ihre einfachere Trennmöglichkeit aus dem Druckbogen.

Die Briefmarken hat die PTC Praha, a.s. (die Postwertzeichen-Druckerei Prag) mit vollfarbigem Offset in Bögen zu 25 Stück gedruckt.

Der Autor der Graphischen Anpassung der Typographie der Schrift der Eigenen Marken ist der akademische Maler und Graphiker Petr Foltera. Die Autoren des Entwurfs des Bildteils der Briefmarke und des Druckbogens sind Jaroslav und Michal Weigel.
 

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 05.11.2014 (11.12.2014)

Herausgabe der Sondermarke Persönlichkeiten: Andreas Vesalius  (1514-1564)

Ausgabetag: 5. November 2014
Entwurf: Prof. Zdeněk Ziegler
Stich: Václav Fajt
Größe: 23 x 40 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck der Briefmarke: Rotationsstahldruck in Schwarz komb.mit Tiefdruck in Rot und Gelb
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Rotbraun
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.

Briefmarke: ein Porträt von Andreas Vesalius
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist eine Seite aus seinem Buch Anatomische Tabellen abgebildet. Auf dem Stempel ist ein Element aus seinem Buch und der Text: Praha, 5.11.2014

Andreas Vesalius wurde am 31. Dezember 1514 in Brüssel geboren und ist am 15. Oktober 1564 auf der griechischen Insel Zakynthos gestorben. Er war Anatom, Arzt und vor allem Autor eines erzählenden Buches über die menschliche Anatomie: „De humani corporis fabrica“ (Bau des menschlichen Körpers), das einen bedeutenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des Fachbereiches hatte. Vesalius wird oft als Begründer der modernen Anatomie erwähnt.

Im Jahre 1537 ist Andreas Vesalius Professor der Anatomie in Padua an der Universität geworden, die durch ein hohes Niveau vor allem im ärztlichen Bereich berühmt wurde. Er hat sich den Obduktionen gewidmet und im Jahre 1538 hat er das lateinische Werk -Anatomische Tabellen - veröffentlicht. Das erste Buch beschreibt die Knochen und Knorpel, das zweite Buch die Muskeln und Bänder, das dritte Buch Blutgefäße, das vierte Nerven, das fünfte Verdauungs-, Harn- und Geschlechtssystem, das sechste Atemsystem und das siebte Gehirn und Sinnesorgane.

Es geht um die ersten neuzeitlichen Lehrbücher der Anatomie, enstanden auf Grund von Betrachtungen und der Obduktionen. Vesalius hat auch den Vorgang der Autopsien vorgeschlagen, der bis heute benutzt wird.

Im Jahre 1559 wurde in Venedig die Schrift vom Vesalius‘ Schüler Cornaro herausgegeben, die den kleinen Kreislauf (Herz-Lunge) und die Anatomie des Auges beschreibt. In den Jahren 1577 bis 1581 hat er in Prag Adam Huba die Anatomie gemäß Vesalius vorgelesen. Das Werk von Vesalius wurde in viele Sprachen übersetzt, im 17. Jahrhundert sogar ins Russische von Slavinský wie die Medizinische Anatomie (1658).
 

Tschechische Briefmarken

Herausgabe der Sondermarken KUNSTWERKE AUF BRIEFMARKEN

Ausgabetag: 5. November 2014
Stich: Václav Fajt (25 CZK), Václav Fajt (29 CZK), Martin Srb (37 CZK)
Format: 40 x 50 mm (25 CZK, 37 CZK),  50 x 40 mm (29 CZK)
Nennwert: 25 CZK, 29 CZK, 37 CZK
Druck der Briefmarken: Flachstahlplattendruck (25 CZK), Offset (29 CZK), Flachstahlplattendruck in der Kombination mit Offset (37 CZK)
Druck der FDC´s: Flachstahlplattendruck
Gedruckt in Bögen zu: 4 Stk.
Anzahl der FDC´s: 3 Stk.

Briefmarken: 1. 25 CZK – Jakub Schikaneder (1855 – 1924) Straße im Winter, 1900-1910 Galerie Kodl
Kunststecher: Václav Fajt
Farben: Gelb, Hellbraun, Rot, Blau, Schwarz

2. 29 CZK – Jaromír Funke (1896 - 1945) Einsamkeit und Brille, CA 1924
Kupon: das Foto: der Akt, 1927 und der Text: 1896 Funke 1945
Autor der grafischen Anpassung: Prof. Zdeněk Ziegler
Kunststecher des FDC´s: Václav Fajt
Farben: Offset – CMYK

3. 37 CZK – Salvador Dalí (1904-1989) Leda Atomica, 1949
Dalí´s Theater und Museum Figueres
Kunststecher: Martin Srb
Farben: Offset – CMYK, Flachstahldruck Schwarz
Copyright: OOA-S

Ersttagsbriefe: mit der 25 CZK Marke – Schikaneder´s Bild „Sitzende Frau mit weißer Haube“ (1885) – gedr. in Braunschwarz. Auf dem Stempel ist eine Pferdekutsche und der Text: Praha, 5.11.2014
mit der 29 CZK Marke – Funke´s Foto Teller aus dem Jahre 1923 gedr. in Schwarzgrau. Auf dem  Stempel ist ein Detail aus dem Foto „Rahmen“ und der Text: Praha, 5.11.2014
mit der 37 CZK Marke – die Zeichnung des Dalí´s Theaters in Figueres von Jaromír Knotek  gedr. in Braun. Auf dem Stempel ist die Unterschrift von
S. Dalí und der Text: Praha, 5.11.2014

Jakub Schikaneder wurde in Prag am 27. Februar 1855 geboren und am 15. November 1924 gestorben. Er ist in einem künstlerischen Umfeld aufgewachsen, wo seine Tanten, Cousine und sein älterer Bruder Karel als Schauspieler und Sänger gewirkt haben. Den Erfolg und Ruhm haben oft den Verfall und Elend gewechselt. Hier können wir die Anfänge des starken sozialen Empfindens suchen, das im Schikaneders malerischen Werk dargestellt ist. Nach dem Studium an der Prager Akademie ist er durch Europa gereist, was sein nächstes Werk bedeutend beeinflusst hat.
Wichtige Anerkennung sowohl bei uns als auch in der Welt hat er im Jahre 1882 mit seinem Gemälde „Přísaha Lollardů“ (Eid der Lollards) mit den Maßen 250 x 400 cm erreicht. Auch der führende bildende Kritiker Miroslav Tyrš hat das Gemälde als ein außerordentliches Kunstwerk bezeichnet und der Verkauf ins Ausland hat eime finanzielle Belohnung gebracht.
Schikaneder´s Schöpfung seit den 80er Jahre des 19. Jahrhundert ist mit der sozialen Sensibilität durchdrungen, was zum Beispiel in seinen Bildern „Dozvuky zimy“(Folgen des Winters), „Plečka“(die Hacke), „Výměnkářka“(Ausgedingerin) vertreten ist und mit dem Bild „Vražda v domě“ (Mord im Haus) den Höhepunkt erreichte. Im Jahre 1885 wurde Schikaneder zum Assistenten von František Ženíšek an der Kunstgewerbeschule in Prag ernannt, später hat er eine spezielle Schule für die Malerei der Blumen geführt, und nach Ženíšek´s Wechsel an die Prager Akademie, im Jahre 1896, hat er das Atelier der dekorativen Malerei übernommen. Die Position als Professor hat es ihm im Laufe der neunziger Jahre ermöglicht, einige Studienreisen durch Europa wieder zu unternehmen. Wiederholt hat er Paris besucht, aber er hat sich auch auf Sizilien begeben. Im Jahre 1895 ist er gemeinsam mit Josef Thomayer durch England und Schottland gereist. Er hat sich auch an der Dekorierung des Interieures der Ausstellungen der Kunstgewerbeschule auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 beteiligt und vier Jahre danach auch in Saint Louis.
Ende des ersten Jahrzehntes des 20. Jahrhunderts hat sich Schikaneder aus dem öffentlichen Leben in Abgeschiedenheit zurückgezogen und hat seine Gemälde nicht mehr öffentlich ausgestellt. Er hat sich weiterhin dem Unterricht an der Kunstgewerbeschule gewidmet, der auch während des Ersten Weltkrieges verlaufen ist.

Jaromír Funke wurde am 1. August 1896 in Skuteč geboren und am 22. März in Prag gestorben. Er war ein tschechischer Fotograf, der zu den bedeutendsten tschechischen Fotografen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu den weltweit bedeutenden Bahnbrechern der Avantgarde - Fotografie gehört. Gemeinsam mit Josef Sudek und Jaroslav Rössler war er Mitglied der modernistischen Strömung der tschechoslowakischen Zwischenkriegsfotografie. Im Jahre 1924 hat er gemeinsam mit Josef Sudek und Adolf Schneeberger Die Tschechische Fotografische Gesellschaft (Česká fotografická společnost) gegründet, die sich als Ziel gesetzt hat, die rein fotografischen Prozesse zu benutzen und sich aus dem Einfluss der Grafik zu befreien. Das fotografische Geschehen seiner Zeit hat er nicht nur durch sein Werk beeinflusst, sondern auch durch eine umfangreiche theoretische, kritische, organisatorische, Redakteur- und vor allem pädagogische Tätigkeit. Obwohl Funke vor allem durch die moderne Architektur bezaubert wurde, hat er nicht einmal das Fotografieren der älteren Denkmalobjekte gemieden. Auf Antrag der Stadtbehörde in Kolín ist ein Zyklus der Fotografien der Kirche St. Bartolomäus, die zum ersten Mal im Jahre 1943 ausgestellt wurde. Er hat mindestens 56 Aufnahmen der Kirche enthalten und umfasst sowohl die Gesamtansichten auf die Kirche, als auch die Einblicke in die Interieures und Details der Innendekoration und des Mobiliars. Er ist einige Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges als indirektes Opfer gestorben.

Salvador Felip Jacint Dalí i Domènech wurde am 11. Mai 1904 in Spanien geboren und am 23. Januar 1989 ebenda gestorben. Er war ein bedeutender katalanischer Maler, der sich für seine surrealistischen Werke bekannt gemacht hat. Dalí war ein Künstler mit enormen Talent und Phantasie. Als gebürtiger Katalonier hat er darauf bestanden, dass er arabische Wurzeln hat. Er hat behauptet, dass seine Vorfahren Nachkommen der Mauren waren, die nach Spanien im Jahre 711 eingedrungen sind. Gerade darin hat Dalí die Ursache seiner Liebe zu allem gesehen, was golden und übertrieben ist, seine Leidenschaft für Luxus und seine Liebe für orientalische Bekleidung. Dalí´s exzentrisches und theatralisches Verhalten hat jedoch ab und zu seine Arbeit überschattet. Er hat gerne ungewöhnliche Sachen nur deswegen gemacht, damit er die Aufmerksamkeit fesselt, was ab und zu sowohl seine Bewunderer als auch seine Kritiker müde gemacht hat. Auf der anderen Seite hat jedoch diese gezielte Aufmerksamkeit zur Anerkennung seiner Arbeit durch die breite Öffentlichkeit und zur Erhöhung des Verkaufes seiner Werke geführt.
Dalís Werke sind durch überraschende Kombination bizarrer traumhaften Bilder mit dem erstklassigen zeichnerischen und malerischen Ausdruck berühmt, für den Dalí die Inspiration in den Werken der alten Meister der Renaissance gefunden hat. Sein bekanntestes Werk, Die Beständigkeit der Erinnerung, hat er im Jahre 1931 beendet. Dalí hat während seiner Karriere insgesamt mehr als 1 500 Gemälde gemalt. Außerdem hat er auch Bücher illustriert, Bühnenbilder und Kostüme entworfen. Er hat eine ganze Reihe von Zeichnungen und zig der Plastiken geschaffen und sich verschiedenen weiteren Projekten gewidmet. Das künstlerische Repertoire von Salvador Dalí hat auch Film und Fotografie einbezogen. Mit Walt Disney hat er an einem kurzen animierten Film Destino zusammengearbeitet, der nach seiner Einführung im Jahre 2003, längst nach dem Tod von Dalí, für den Preis der Amerikanischen Filmakademie nominiert war. Zu seinen Erfolgen auf dem Gebiet der Architektur gehört das Museum im Dorf Port Lligat, unweit der spanischen Stadt Cadaqués zusammen mit dem surrealistischen Pavillon Dream of Venus (Traum der Venus) auf der Weltausstellung Expo 1939, der in sich eine Menge der ungewöhnlichen Plastiken und Statuen verborgen hat.

Tschechische Briefmarken

Tschechische Briefmarken

Tschechische Briefmarken

Herausgabe der Sondermarke Jahrestag 17. November

Ausgabetag: 5. November 2014
Entwurf: Jan Kavan
Stich des FDC´s: Václav Fajt
Größe: 23 x 30 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck der Briefmarke: Mehrfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Blaugrau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.

Briefmarke: Auf der Briefmarke sind die Symbole der Staatlichkeit - Trikolore und Staatswappen (die  Stilisierung wird vom gotischen Parlers Merkmal inspiriert) verwendet. Auf die gegebenen Ereignisse weisen die Jahreszahlen und der Text "Wir vergessen nicht" hin.

Ersttagsbrief: Polizisten mit Schildern und eine Rose. Das Bild weist auf die Ereignisse auf  der Straße Národní třída hin, aber in der symbolischen Ebene konfrontiert es Gewalt und Liebe. Auf dem Stempel sind Stücke von Stacheldraht, die die Unfreiheit und  Revolte gegen sie abbilden - und der Text: Praha, 5. 11. 2014.

Der 17. November gehört zu den bedeutendsten Tagen in der Geschichte der Tschechischen Republik.

Im Jahre 1939 sind die Nazis brutal gegen die Hochschulstudenten eingeschritten und fünfzig Jahre später hat die Samtene Revolution stattgefunden.

Ende 1939 hat sich die Antibesatzungsstimmung gestärkt, die am 15. November den Höhepunkt erreicht hat. Damals haben sich die Menschen entschieden, das Andenken des verstorbenen Studenten der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität Jan Opletal in Ehren zu halten. Ihn haben die Nazis tödlich bei der Demonstration angeschossen, die am Tag des 21. Jahrtages der Entstehung der Tschechoslowakei stattgefunden hat.

In der Nacht vom 16. auf 17. November haben die deutschen Ordnungspolizisten mit Unterstützung der SS-Einheiten kompromisslos den Befehl des deutschen Führers ausgeübt. Auf Dauer haben sie alle zehn tschechischen Hochschulen geschlossen, 9 Hauptvertreter der Hochschulstudenten in Prag-Ruzyně hingerichtet, 1200 Studenten geschlagen und in Konzentrationslager verschleppt. Auf Grund dieser Ereignisse wurde in London im Jahre 1941 dieser Tag als Internationaler Studententag erklärt. Bis heute ist dieser Tag der einzige Jahrestag von internationaler Bedeutung, der aus Tschechien kommt.

Am 17. November 1989, eine Woche nach dem Fall der Berliner Mauer, hat in Prag die Samtene Revolution begonnen. Um vier Uhr nachmittags haben sich am Sitz der medizinischen Fakultät in Prag-Albertov Gruppen von Studenten zusammengetroffen, um sich an die tragischen Ereignisse vor fünfzig Jahren zu erinnern. Die ursprünglich ruhige Manifestation hat bald in einen Streik für Freiheit, Demokratie und politische Reformen gewechselt.

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 15.10.2014 (17.10.2014)

Ausgabe des Blocks mit der Briefmarke ST.-VEITS-DOM

Ausgabetag: 15. Oktober 2014
Entwurf: Jan Kavan
Stich: Miloš Ondráček
Größe der Briefmarke: 50 x 40 mm
Größe des Blocks: 100 x 130 mm
Nennwert: 58 CZK
Druck: Vollfarbiger Offsetdruck in Kombination mit schwarzer Gravur
Druck des FDC´s: Stahldruck aus der Fläche in braungrün
Block mit einer Briefmarke: auf der Briefmarke gibt es eine Umsetzung vom knieenden Ernst aus seiner Graduale und die erste  Abbildung der Kathedrale aus der Schedel´schen Nürnberger Chronik 1494. Auf dem Block wird die Kathedrale der heutigen Tage stillisiert, die von den aus dem Gemälde der sog. Kladská Madonna übernommenen Engeln angebetet wird.. Ernst hat es dem Augustinerkloster gewidmet, welches er in seinem Geburtsort gegründet hat.

Ersttagsbrief: die Illustrationen auf dem Umschlag bildet eine Zusammenstellung mit der Verwendung von Porträts derer, die sich um die Kathedrale als Erste verdient gemacht haben. Die Köpfe haben sich im unteren Triforium sehr beschädigt erhalten, trotzdem wirken sie mit ihren beseelten Ausdrücken und der Typenvielfalt. Von unten sind das Karl IV., Johann von Luxemburg, Ernst von Pardubitz, dann der erste und der zweite Baumeister und der Architekt Matthias von Arras und Peter Parler. In der Komposition sind sie von den sog. Freien Rippen der Parlers Gewölbe aus dem südlichen Vorzimmer verschlungen. Die Stempelabbildung geht aus dem Wappen von Ernst von Pardubitz und der Flamm-Fenster-Kreis hiervon, typisch für das Werk von Peter Parler und darauf ist auch der Text: Praha, 15.10.2014.


Der St.-Veits-Dom ist ein dominanter Bau in der Prager Burg. Es handelt sich um die dreischiffige gotische Kathedrale mit drei Türmen und die Sitzkirche des Prager Erzbischofs. Der gegenwärtige Bau ist in einigen Etappen entstanden, wurde in den Jahren 1344–1419, 1490–1510, 1556–1593 und 1873–1929 (westlicher Teil) gebaut. In den Jahren 1060–1920 wurde sie drei bedeutenden tschechischen Heiligen geweiht und hat Kathedrale von St.Veits, Wenzel und Adalbert geheißen. Bis 1997 wurde der Name St.-Veits-Dom verwendet, deswegen ist die abgekürzte Bezeichnung St.-Veits-Kathedrale oder Kathedrale von St.-Veits bis heute ihr bekannter Name. Im Jahre 1997 hat der damalige Prager Erzbischof Miloslav Kardinal Vlk den früheren Namen Kathedrale von St.-Veits, Wenzel und Adalbert wieder erneuert.
Am 21. November 1344 hat Karl der IV., damals noch der Königssohn und Markgraf von Mähren, mit seinem langjährigen Freund, Ernst aus Pardubitz, mit seinem Vater Johann von Luxemburg und mit seinem Bruder Johann Heinrich den Grundstein für den Bau der St.-Veits-Kathedrale gelegt, im Zusammenhang mit der Erhebung des Prager Bistum zum Erzbistum. Der Hauptarchitekt war Matthias von Arras. Den Bau hat er mit dem östlichen Chor gestartet, damit möglichst bald die Messen gedient werden können. Im Chor in der Form eines Hufeisens hat er acht Kapellen mit dem identischen Grundriss erbaut, denen Trapezfelder eines Wandelganges entsprechen. Er baut den Schluss des Chors mit den Arkaden bis zu Triforium und den östlichen Teil des langen Chors mit einer Kapelle auf der nördlichen und mit zwei auf der südlichen Seite. Im Süden beginnt er den Bau einschließlich dem Umfangs-Mauerwerk der Kapelle St. Kreuz, die zunächst außerhalb des unvollendeten Teils der Kathedrale platziert wurde, im Norden beginnt er mit der Sakristei. Nach dem Tode von Matthias von Arras hat er im Jahre 1356 die Führung des Baus Peter Parler übernommen, der aus einem bedeutenden Baumeistergeschlecht gestammt hat. In der St.-Veits-Kathedrale hat er die damals ungewöhnliches Netz-Rippen-Gewölbe verwendet, des so genannten Parlers Typs, das eigentlich gewälztes Gewölbe ist mit Ausschnitten für die Fenster mit schönen Verzierungen der damals noch Stützrippen.
Der St.-Veits-Dom ist eine dreischiffige Kathedrale mit einem Querschiff, Triforium und Kapellenkranz. Die bedeutendste von ihnen ist die Kapelle St. Wenzel, gebaut über sein Grab. Diesen fast kubischen Raum hat Parler mit einem bisher unbekannten Gewölbe des Sternenmusters eingewölbt, dessen Stützen sich im Vergleich zu den traditionellen Gewölben aus den Ecken des Raumes in Drittel der Wände verschoben haben. Die St.Wenzel Kapelle wurde 1367 geweiht und bis 1373 verziert. Neben der St.Wenzel Kapelle ist bis 1368 die südliche Vorhalle entstanden und in ihrem Stock die Kronkammer, wo die Kronjuwelen Böhmens aufbewahrt werden. Parler hat danach den großen oder Glockenturm eingerichtet, den seine Nachfolger bis in eine Höhe von 55 Meter gebracht haben. Das Chor wurde eingewölbt und 1385 beendet. Nach dem Tod Karls IV. hat Parler das Werk noch fortgesetzt, aber zwanzig Jahre nach dem Kaiser ist auch er gestorben. Das Interesse der Nachfolger ist verblassen. Parlers Söhne haben die Baustelle mit einer Wand aus Brettern gehämmert und das Fragment des Domes haben sie mit einer Wand abgeschlossen. Die Kathedrale ist so für die nächsten fünfhundert Jahre ein Torso geblieben. In der Zeit von Vladislav Jagiellon wurde das spätgotische Königs-Oratorium gebaut, dessen Urheberschaft dem Architekten Ried und die Durchführung Hans Spies zugeschrieben wird. Es verbindet die Kathedrale mit dem Alten Königspalast. Nach dem großen Brand der Burg und der Kleinseite im Jahre 1541, der viele Bauten zerstört hat, wurde während der nachfolgenden Reparaturen in den Jahren 1556-1561 die westliche Wohlmuths Kruchta gebaut, die die unvollendete Kathedrale geschlossen hat. Aus dem Jahre 1770 stammt der Kupferbarockhelm des Turmes, wo auch die Glocken aufgehängt sind.
Den westlichen Teil des Schiffes und die Frontseite mit zwei achtzig Meter Türmen wurden in den Jahren 1873–1929 gemäß dem Projekt von Joseph Kranner und Josef Mocker angebaut. Nach seinem Tod (1899) hat die Leitung Kamil Hilbert übernommen. Im September 1929, unter der Teilnahme des Präsidenten T.G.Masaryk und des Erzbischofs František Kordač wurde der Bau der Kathedrale anlässlich des Jahrtausends des Mordes an St. Wenzel fertiggestellt. Neben den Gottesdiensten dient der Dom als Schatzkammer der böhmischen Kronjuwelen, das Mausoleum der böhmischen Könige und als Galerie für Skulpturen und Malerporträts. An der Verzierung des westlichen Teils der Kathedrale hat sich eine Reihe bedeutender Künstler beteiligt - František Kysela, Max Švabinský, Alfons Mucha, Karel Svolinský, Otakar Španiel, Vojta Sucharda und weitere. In den Jahren 1934 und 1935 hat die Gruft der böhmischen Könige der Architekt Kamil Roškot angepasst, an den Wappen hat der Bildhauer Ladislav Kofránek gearbeitet. In den 50-er Jahren wurde die südliche Vorhalle mit neuen Toren und dem Windfang gemäß dem Entwurf des Architekten Jan Sokol renoviert.
Mit dem Dekret von Kardinal Vlk vom 23. April 1997, zum tausendjährigen Todestag von St. Adalbert, wurde die Kathedrale dem Heiligen Veits, Wenzel und Adalbert geweiht, denn diese Weihe hat bereits die vorherige romanische Basilika von Spytihněv II. vom Bischof Gebhart im Jahre 1074 erhalten. Im Dezember 2011 hat darin das Staatsbegräbnis von Václav Havel stattgefunden, das erste seit dem Jahre 1875.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe der Buchstabenfreimarke „A“ mit Leerfeldern für Zudrucke BOUQUET

Ausgabetag: 15. Oktober 2014
Entwurf: Jiří Slíva
Format der Briefmarke: 23 x 30 mm mit dem Zierfeld in derselben Größe
Nennwert: A (= der Preis für einen inländischen Standardbrief bis 50 Gramm – derzeit in der Höhe von 13 CZK)
Druck der Briefmarke und des FDC´s: Mehrfarbiger Offsetdruck
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Gedruckt in Klbg zu: 9 Briefmarken und 12 Zierfelder
Briefmarke: Auf der Briefmarke ist eine Weinflasche mit einem Blumenstrauss in einem Trichter abgebildet.
Zierfelder: Die Briefmarke wird im Kleinbogen mit 9 Briefmarken und 12 Zierfeldern herausgegeben. Auf 9 Haupt-Zierfeldern und 2 Seiten-Zierfeldern ist zum Ausgabedatum ein aus einem Weinglas trinkender Flamingo aufgedruckt. Auf dem oberen Zierfeld im rechten Teil des
Kleinbogens ist eine Qualle aus griechischen Sagen mit Weingläsern abgebildet.. Ein Teil der Auflage wird mit leeren Zierfeldern gedruckt, auf denen die Zudrucke nach Wunsch des Kunden angefertigt werden.

Ersttagsbrief: Im Bildteil des Umschlages ist die Figur eines Mannes abgebildet, der über seiner Schulter eine auf einem Stock festgebundene Weitraube trägt. Der Umschlag ist mit vollfarbigem Offset gedruckt. Auf dem Stempel ist ein Motiv von verflochtenen Gläsern und der Text:Praha, 15.10. 2014.

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 03.09.2014 (04.11.2014)

Blockausgabe NATURSCHUTZ – DIE BESKIDEN

Ausgabetag: 3. September 2014
Entwurf: Libuše und Jaromír Knotek
Stich: Martin Srb
Format der Briefmarken:  40 x 23 mm (13 und 17 CZK) 40 x 50 mm (21 und 25 CZK)
Format des Blocks: 170 x 115 mm
Nennwerte: 13,17,21 und 25 CZK
Anzahl der Marken: 4 + 3 Zf.
Druck: Farbiger Offsetdruck in Kombination mit braun-schwarzer Gravur
Druck der FDC´s: Stahlflachplattendruck
Anzahl der FDC´s: 4 Stk.
Block: mit 4 Briefmarken und 3 Zierfeldern stellt die Fauna und Flora des Beskiden-Gebietes dar.
Briefmarken: 1. 13 CZK – Meles meles (ein Dachs)
2. 17 CZK – Felis silvestris (eine Wildkatze)
3. 21 CZK – Ursus arctos (zwei Braunbären)
4. 25 CZK – Nucifraga caryocatactes + Canis lupus (zwei Wölfe und ein Nussknacker)
Zierfelder: Die gesamte Komposition des Blocks ist mit drei Zierfeldern vervollständigt, auf denen Tiere und Pflanzen abgebildet sind, die sich im Beskiden-Gebiet befinden.

Ersttagsbriefe: a) 13 CZK – Meles meles (ein Dachs)
b) 17 CZK – Felis silvestnis (eine Wildkatze)
c) 21 CZK – Ursus arctos (Braunbären)
d) 25 CZK – Nucifraga caryocatactes (Wölfe)

Sonderstempel: a) 13 CZK – ein Waldkauz (Strix uralensis) und der Text: Nový Hrozenkov, 3.9.2014
b) 17 CZK – eine Wildkatze (Felis silvestris) und der Text: Horní Bečva, 3.9.2014
c) 21 CZK – ein Braunbär (Ursus arctos) und der Text: Velké Karlovice, 3.9.2014
d) 25 CZK – ein Wolf (Canis lupus) und der Text: Rožnov pod Radhoštěm, 3.9.2014

Farben der Ersttagsbriefe: a) Dunkelgrün b) Braunviolet c) Braunschwarz d) Blau

Die Beskiden sind ein Gebirgszug, der sich im nordöstlichen Mähren im Gebiet Walachei, im südöstlichen tschechischen Schlesien, im südlichen Polen und in der nördlichen Slowakei im Teil Orava (Arwa) befindet. Die Beskiden sind ein meistens bewaldetes Gebirge mit abgerundeten Spitzen, nur gelegentlich treten die Felsen auf die Oberfläche auf. Der höchste Gipfel ist Babia Góra (1725 m) liegend an der Grenze zwischen Polen und der Slowakei im Gebiet der Orava- und Žywiecky Beskiden.
Allgemein haben die Beskiden den Charakter eines Mittelgebirges durchdrungen durch eine Reihe von Furchen- und Talvertiefungen. Typisch sind die parallel verlaufenden Bergketten die hintereinander geordnet und an das Auftreten von resistentem Gestein gebunden sind. Das Relief ist hier meistens glatt geformt, dessen Morphologie die Gesteinzusammensetzung des Flysch-Untergrundes widerspiegelt (Schichten von Sandsteinen, Komglomeraten und Schiefern). An den steilen Hängen sind häufig abfallende Bewegungen. Der ursprüngliche Waldwuchs wurde flächlich begrenzt und betreffend Arten zugunsten des Fichtenwaldes abgeändert. Richtung Osten nehmen die Grasflächen zu, die poloniny (die als Bergweiden genutzten baumlosen Gipfellagen) genannt sind. Duch ihre Verwendung hat sich vom 15. bis zum 17. Jahrhundert die Hirtenkolonisation verbreitet.
Die Mährisch-Schlesischen Beskiden erstrecken sich über Frenštátská brázda (Frankstadt-Furche), begrenzt sind sie im Süden mit der Rožnovská brázda (Rosenau Furche). Der Fluss Ostravice gliedert das Gebirge in zwei Gruppen. Im Osten ist es das Massiv von Lysá hora (Kahlberg), Travný und Ropice. Westlich vom Fluss Ostravice nimmt die Zone des resistenten Gesteines ab (Smrk, Kněhyně und Radhošť/Radhoscht) und damit auch das ganze Radhošťská hornatina (Radhoscht-Hochland). Davon ist Smrk vom tiefen Tal Čeladenka getrennt. Südlich von Rožnovská brázda (Rosenau Furche) geht das Gebirge mit einer Gruppe Vsetínské vrchy (Wsetiner Bergen) weiter (Vysoká, Vsacká Tanečnice), die sanfte Hänge charakterisieren. Insgesamt geht es um eine Landschaft mit milden, weichen Formen. Westlich vom Strom Vsetínská Bečva (Obere Betschwa) knüpfen an diese Gruppe Hostýnské vrchy/Hosteiner Berge (Klečský Javorník/Kletscher Jawornik, Hostýn/Hostein) an, ziemlich steil Richtung Norden fallend.
In den Beskiden befinden sich typische Berg- und Waldtiere, wie zum Beispiel: Hirsche, Wildschweine, Füchse, Marder, Dachse, Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen. Und Vogelarten wie z. B.: Meisen, Drosseln,, Spechte, Auerhähne, Adler, Bussarde, Kolkraben, Haselhühner und Uhus.
Am 3.September 2014 werden auch 4 Maximum-Karten mit Abbildungen der Fauna und Flora des Beskiden-Gebietes herausgegeben, die die ganze Ausgabe vervollständigen.

Tschechische Briefmarken

Herausgabe der Sondermarke PERSÖNLICHKEITEN: KARL DER ÄLTERE VON ZEROTEIN (1564-1636)

Ausgabetag: 3. September 2014
Entwurf: Karel Zeman
Stich: Jaroslav Tvrdoň
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 29 CZK
Druck der Briefmarke: Rotationsstahldruck in Schwarz komb.mit Tiefdruck in Rot, Braun, Gelb und Ockergrün
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Rotbraun
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: ein Porträt von Karl dem Älteren von Zerotein
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist das Wappen von Zerotein abgebildet. Auf dem Stempel ist ebenfalls das Wappen und der Text: Brandýs nad Orlicí, 3.9.2014

Karel starší ze Žerotína (deutsch: Karl der Ältere von Zerotein; 15. September 1564 Brandýs nad Orlicí – 9. Oktober 1636 Přerov) war ein bedeutender mährischer Adeliger, Politiker, Schriftsteller und Vertreter des mährischen Landespatriotismus.
Er hat die Schule der Böhmischen-Brüder-Unität in Eibenschütz (Ivančice) besucht und später an evangelischen Schulen in Straßburg und Basel studiert. Er wurde im Böhmischen-Brüder-Glauben erzogen - im Erwachsenenalter ist er Beschützer und das weltliche Oberhaupt der Böhmischen-Brüder-Unität geworden. In den Jahren 1578 – 1587 hat er Recht, Theologie und Sprachen studiert und ist durch Europa gereist. Zu dieser Zeit hat er viele Kontakte zu großen europäischen Politikern gewonnen. Er hat Latein, Italienisch, Französisch und Deutsch beherrscht. Im Jahre 1583 hat er nach dem Tod seines Vaters Johann der Ältere von Zerotein das Herrschaftsgut Brandýs nad Orlicí/Brandeis an der Adler (dank dessen war er auch Mitglied der tschechischen Ständegemeinde) und Rosice übernommen. Später har er nach seinem Onkel Friedrich dem Älteren von Zerotein das Herrschaftsgut Přerov (Prerau) geerbt. Und im Jahre 1616 nach dem Tod seines Bruders Johann Diwisch das Herrschaftsgut Náměšť nad Oslavou (Namiest an der Oslawa). Aus dem Herrschaftsgut hat er ein umfangreiches Dominium im westlichen und östlichen Mähren ausgebaut. Karl ist auch zum Unterstützer von Jan Ámos Komenský (Johann Amos Comenius) geworden, den er mit der Erstellung der Zeroteins Familienforschung beauftragt hat und in den Jahren 1611-13 hat er seine Studien in den deutschen Ländern finanziert.
Im Jahre 1591 hat er in Frankreich seitens der Hugenotten und des Königs Heinrich IV. von Navarra gekämpft. Damit hat er sich Kaiser Rudolf II. zum Feind gemacht. Im Jahre 1594 ist er Mitglied des mährischen Landrechts geworden. Er war auch Direktor der mährischen Landesgelder. Er hat sich auch an den Kriegen gegen die Türken beteiligt, wo er die mährische Fahrt geführt hat. Im Laufe der Zeit ist er Führer der ständischen Opposition geworden, deswegen wurde er im Jahre 1599 durch den mährischen Unterlandkämmerer Siegmund von Dietrichstein verklagt, er habe kaiserliches Vermögen veruntreut und landesverräterische Kontakte zu Frankreich und zum Kurfürsten der Pfalz unterhalten. Die Beschuldigung hat nicht auf der Wahrheit basiert was auch in dem nachfolgenden Prozess bewiesen wurde. Dieser Prozess hat Karl den Älteren jedoch sehr beeinflusst, und nachdem er seiner Ämter enthoben wurde, lebte er für einige Jahre in Abgeschiedenheit.
Nach der Schlacht am Weißen Berg (1620) wurde ihm als einem der wenigen Nicht-Katholiken angeboten, auf seinem Herrschaftsgut bleiben zu können. Nach der Veröffentlichung der Verneuerten Landesordnung hat er in seinem Behalten nur das Herrschaftsgut Brandýs nad Orlicí und Přerov behalten. Zu dieser Zeit hat er sich bemüht (vor allem finanziell) den Opfern der Rekatholisierung von Böhmen und Mähren zu helfen. Er hat sich auch bemüht die Brüder-Unität zu unterstützen, in der Mühe sein Exil in Ungarn und vor allem in Polen sicherzustellen. Vor allem dank seinem Verdienst ist es gelungen die Druckerei der Brüder-Unität aus seiner Feste in Kralice nad Oslavou nach Lissa (polnisch Leszno) und ihre Bibliothek nach Vratislav zu verlegen. Im Jahre 1629 ist er freiwillig ins Exil gegangen, nach Böhmen und Mähren ist er jedoch weiterhin gefahren. Ab 1633 hat er in Přerov gelebt, wo er auch gestorben ist. Begraben wurde er zuerst in Brandýs nad Orlicí in der hiesigen Brüder-Kirche, später wurden seine sterblichen Überreste in die Familiengruft der Zeroteins in die Kirche von Bludov (Blauda) überstellt.

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Herausgabe des Briefmarkenheftchens mit 2 verschiedenen selbstklebenden Freimarken VÁCLAV ZAPADLÍK – TSCHECHISCHE AUTOS – ŠKODA II

Ausgabetag: 3. September 2014
Entwurf: Václav Zapadlík
Format: 50 x 29 mm
Nennwert: „A“ (entspricht dem Preis für einen Standard - Inlandsbrief bis zu 50 g. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 13 CZK.)
Druck der Briefmarken: Mehrfarbiger Offsetdruck
Druck der FDC´s: Offsetdruck in Blauviolett
Markenheftchen: 8 Stk.(2 x 4) verschiedene selbstklebende Freimarken
Anzahl der FDC´s: 2 Stk.

Heftchen: ein Markenheftchen mit 2 x 4 verschiedenen selbstklebenden Freimarken, vier Stücke von jeder Briefmarke. Auf der Vorderseite des Markenheftchens sind 4 Autos abgebildet: Škoda Popular 1935, Škoda Popular 1939, Škoda „Tudor“ 1101 Jahrgang 1947 und Škoda
Rapid 1937. Innerhalb des Markenheftchens sind 8 Marken (2 x 4). Auf der Rückseite sind  über den Text in tschechischer und englischer Sprache das Selbstporträt des Autors und darunter die Signatur von V. Zapadlík, ein Strichcode, das Logo der Tschechischen  Post und ein Hologramm, das als Schutzelement dient.

Briefmarken: Autos: a) Škoda Popular Monte Carlo - 1938, und b) Škoda Superb 3000 - 1941 Die Briefmarken werden in Form eines Heftchens zu 4 Stücken von jeder Briefmarke herausgegeben.

Ersttagsbriefe: Autos der gleichen Marken: a) Škoda Popular Monte Carlo aus dem Jahre 1938 und  b) Škoda Superb 3000 aus dem Jahre 1941
Auf den Stempeln sind abgebildet:
a) die Silhouette von Škoda Popular Monta Carlo und der Text: Praha, 3.9.2014 und
b) die Silhouette von Škoda Superb 3000 und der Text: Mladá Boleslav, 3.9.2014

Václav Zapadlík ist am 23. 9. 1943 in Prag geboren. In den 90-er Jahren hat die ganze Welt begonnen sich für seine zeichnerische Kunst zu interessieren. Er hat mit dem renommierten Automuseum Blackhawk Automotive Museum zusammengearbeitet. Seine Werke finden wir in den Galerien in San Francisco und Pebble Beach. Nach dem Erfolg seiner Briefmarkenhefte "Weltberühmte Autos" und "Tschechische Autos - Škoda I" kommt die Tschechische Post mit dem zweiten Markenheftchen, das den Kraftfahrzeugen Škoda gewidmet ist. Die Ausgaben mit dieser Thematik – Historische Kraftfahrzeuge, wird fortsetzen.

Tschechische Briefmarken

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 11.06.2014 (17.10.2014)

Ausgabe der Sondermarke HISTORISCHE VERKEHRSMITTEL: FAHRZEUG Z4 (ZBROJOVKA BRNO/WAFFENFABRIK BRÜNN)

Ausgabetag: 11.Juni 2014
Entwurf: Václav Zapadlík
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Format: 40 x 23 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk. (Zusammendruck 25 Stk. der Briefmarke Fahrzeug Z4 und 25 Stk. der Briefmarke) Personenraddampfer Franz Josef I.
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Schwarz
Briefmarke: das Fahrzeug Z-4 des Herstellers Zbrojovka Brno (Waffenfabrik Brünn)
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist das Fahrzeug Z-4 mit dem Verwaltungsgebäude der  Waffenfabrik Brünn im Hintergrund abgebildet. Auf dem Stempel ist ein Detail eines Rades mit dem Buchstaben Z in der Mitte und der Text: Brno, 11.6.2014
Maximum-Karte: am 11.Juni 2014 wird auch eine Maximum-Karte mit der Abbildung des  Fahrzeugs Z-4 herausgegeben, die die ganze Ausgabe vervollständigt.

Das Fahrzeug Z-4 des Herstellers Zbrojovka Brno (Waffenfabrik Brünn) wurde im Jahre 1936 produziert. Es hat einen mit Wasser gekühlten Zweitakt-Vierzylinder-Motor mit dem Volumen von 980 ccm mit einer Leistung von 25 PS und mit der Höchstgeschwindigkeit von 100 Km/St. bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8 Liter pro 100 km. Das 810 kg wiegende Kabriolett hat ein Dreigang-Getriebe und Vorderradantrieb. Der Rahmen ist leiterartig, alle Räder sind unabhängig mit Blattfedern abgefedert und hat hydraulische Hebelstoßdämpfer. Die Trommelbremsen sind an allen Rädern platziert. Die abgeschlossene Zwei-Tür-Karroserie Zetka ist aus Stahlblech-Teilen befestigt und mit Schrauben am Holzrahmen hergestellt. Der Boden des Wagens ist auch aus Holzbrettern. Das Reserverad ist auf einem massiven Halter hinten, hinter dem Auto platziert und in den Kofferraum war der Zugang vom Inneren des Wagens nach dem Aufklappen der Rücksitzlehne.
Das Fahrzeug Z-4 wurde zum ersten Mal im April 1933 im Prager Autosalon vorgestellt. Die Zetkas mit dem Vorderradantrieb sind schnell zum Lieblingsfahrzeug geworden. Sie hatten auch Rennerfolge – 1934 haben sie beim Wettbewerb 1 000 tschechoslowakische Meilen zwischen Prag, Brünn und Pressburg mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 92 Km/St. gewonnen. Die Zetkas haben auch gesellschaftliche Erfolge gefeiert. In Prag ist ein Z-Club der Besitzer von Zetkas entstanden, dessen Mitglied auch Vlasta Burian war.

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Ausgabe des Blocks mit 2 Briefmarken DEN KRIEGSOPFERN DES 1. WELTKRIEGES

Ausgabetag: 11.Juni 2014
Entwurf: Jan Maget
Stich: Václav Fajt
Größe der Briefmarke:  40 x 50 mm
Größe des Blocks: 108 x 165 mm
Nennwert: 2 x 29 CZK
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Stahldruck aus der Fläche in schwarzgrün
Block mit zwei verschiedenen Briefmarken: auf den Briefmarken sind Kriegsmotive abgebildet
Ersttagsbriefe: im Bildteil des ersten Umschlags sind Kriegshelme und Kappen abgebildet, im Bildteil des zweiten  Umschlags sind die Porträts der Kriegshelden mit einem zweiköpfigen Adler im Hintergrund und mit einem Löwen im Vordergrund. Auf dem Stempel ist ein Kreuz aus Stacheldraht mit einer Taube in der Mitte und der Text: Praha, 11.6.2014

Der Erste Weltkrieg (vor dem Jahr 1939 als Großer Krieg, oder Weltkrieg bekannt) war ein globaler Kriegskonflikt, der von 1914 bis 1918 gedauert hat. Der Erste Weltkrieg hat Europa, Afrika und Asien betroffen und ist in den Weltozeanen verlaufen. Der unmittelbare Vorwand zum Krieg war das erfolgreiche Attentat auf den Erzherzog und Thronfolger Franz Ferdinand d’Este geworden. Österreich-Ungarn hat als Vergeltung Serbien den Krieg erklärt, was eine Kettenreaktion ausgelöst hat, die zum Weltkrieg geführt hat. Innerhalb von einem Monat hat sich Europa im Kriegskonflikt befunden.
Der Krieg ist zwischen zwei Koalitionen ausgebrochen: die allierten Mächte und Mittelmächten. Die Entente beim Kriegsausbruch waren das Vereinigte Königreich (das in den Krieg in Folge der deutschen Invasion in Belgien eingeschaltet wurde), Frankreich und das zaristische Russland. Zu den alliierten Mächten haben sich weitere Staaten angeschlossen, im Jahre 1915 Italien und im Jahre 1917 die USA. Die Mittelmächte waren im Jahre 1914 Deutschland und Österreich-Ungarn. Den Mittelmächten haben sich auch das Osmanische Reich und im Jahre 1915 Bulgarien angeschlossen. Am Ende des Krieges sind neutral nur Spanien, die Schweiz, die Niederlande und die Staaten von Skandinavien geblieben. Die Kämpfe des Ersten Weltkrieges sind an mehreren Fronten in Europa verlaufen. An der Westfront sind die Kämpfe in den Schützengräben (Grabenkrieg) verlaufen. Mehr als 60 Millionen Soldaten wurden von 1914 bis 1918 mobilisiert.
Der Krieg hat mit dem Sieg der Alliierten und der Kapitulation der besiegten Mittelmächte geendet. Als Ende des Weltkrieges ist angegeben und in der Welt der 11. November 1918 gefeiert, als ab 11 Uhr an allen Fronten der Waffenstillstand (11. 11. um 11 Uhr) eingetreten ist, unterzeichnet an demselben Tag um 5:05 Uhr in der Früh von der deutschen Generalität im Stabswaggon des Oberbefehlhabers der alliierten Truppen des französischen Marschalls Foche in Compiègne. Die formelle Beendigung des Krieges waren die Pariser Vorortverträge im Jahre 1919.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe der Sondermarke HISTORISCHE VERKEHRSMITTEL: PERSONENRADDAMPFER FRANZ JOSEPH I.

Ausgabetag: 11.Juni 2014
Entwurf: Pavel Sivko
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Format: 40 x 23 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk. (Zusammendruck 25 Stk. der Briefmarke Fahrzeug Z4 und 25 Stk. der Briefmarke Personenraddampfer Franz Joseph I.)
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in schwarz
Briefmarke: der Personenraddampfer Franz Joseph I.
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Detail des Personenraddampfers Franz Joseph I.  abgebildet. Auf dem Stempel ist ein Anker und der Text: P.P.S. Praha, 11.6.2014
Maximum-Karte: am 11.Juni 2014 wird auch eine Maximum-Karte mit der Abbildung des  Personenraddampfers Franz Joseph I. herausgegeben , die die ganze Ausgabe vervollständigt.

Der größte und markanteste von den sechs Raddampfern der in Prag gebaut war ist der Personen-(Salon-) Dampfer Franz Joseph I. Zur Beschaffung eines neuen, in der Reihenfolge dritten Großkapazitätenschiffes hat die Pražská Paroplavební Společnost (die Prager Dampfschifffahrtsgesellschaft) vor allem das Wachstum des Interesses der Reisenden für die Linie Praha (Prag) – Zbraslav (Königsaal) – Štěchovice (Stiechowitz) inspiriert, das nach 1880 erfolgt ist, vor allem das äußerst erfolgreiche Jahr 1884. Mitte 1886 wurde eine Ausschreibung organisiert, an der einige Unternehmen teilgenommen haben: První českomoravská továrna na stroje (Die Erste böhmisch-mährische Maschinenfabrik), die Schiffswerft KETTE D.E.G. aus Dresden und Pražská akciová strojírna (die Prager Aktien-Maschinenfabrik), die ehemalige „Rustonka“. Diese hat schließlich die Ausschreibung gewonnen und hat den modernen Dampfer mit der Tragfähigkeit von 800 Personen für 55 000 Gold geliefert.
Die hohe gewünschte Tragfähigkeit des Dampfers hat die Schiffswerft zu bestimmten neuen Lösungen geführt. Der Dampfer in Bezug auf die Breite der Umkehrpunkte auf der damaligen Moldau über Prag konnte nicht zu lang sein und trotzdem musste er einen niedrigen Tiefgang haben (es wurden 0,72 m erreicht). Es war daher notwendig die Verdrängung des Schiffes mit Verwendung des ziemlich vollen Bugs zu erhöhen. Der hat aber wiederum leistungsstärkere Ausstattung erfordert. Deswegen hat der Dampfer zum ersten Mal in der Geschichte der Moldau-Elbe-Personen-Dampfschifffahrt eine horizontale Dampfmaschine mit einer Leistung von 120 indizierten PS bekommen.
Außer den reich ausgestatteten Salons mit Tapeten und Roll-Jalousien hatte er im Raum zwischen den Schaufelrädern auch ein oberes Deck zugänglich für die Reisenden. Das war viel früher als die Dresdner Dampfschifffahrten, wo der Dampfer mit dem oberen Deck, hier als „Oberdeckdampfer“ genannt, erst im Jahre 1896 ausgelaufen ist, also um volle neun Jahre später. Es ist interessant, dass trotz der Verwendung des Oberdecks der Dampfer das Lenksystem auf der Kapitänbrücke hatte, aber wurde richtungsgesteuert sowie andere Prager Raddämpfer der Zeit mit dem manuellen Steuer am Heck.
Der neu gebaute Dampfer wurde zunächst auf der Linie von Prag nach Zbraslav eingesetzt, die damals die meistbelastete Strecke der Prager Dampfschifffahrtsgesellschaft war. Hunderte von Pragern haben die Dampfer für Ausflüge in die damals weit hinter Prag liegenden Chuchle, Modřany und auch in das Resort Zbraslav verwendet. Zum Beispiel im Jahre 1889 hat der Dampfer 136 Fahrten nach Zbraslav, 86 nach Štěchovice und 65 nach Davle (Dawle) getätigt. Der Dampfer wurde auch bei den Fahrten mit prominenten Gästen verwendet, zum Beispiel am 10.Juni 1920 ist der erste tschechoslowakische Präsident T. G. Masaryk gefahren.
Der Dampfer wurde während seiner Wirkung tragisch versenkt, aufgehoben und rekonstruiert. Nach dem Jahre 1918 wurde er auch zweimal umbenannt – auf Zbraslav (1918) und Praha (1929).

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Herausgabe der Inlandspostkarte MOTORRADPOST

Das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik gibt am 11. Juni 2014 die Inlandspostkarte „Motorradpost“ mit der eingedruckten Buchstabenmarke „A“ heraus. Der Buchstabe „A“ entspricht der Gebühr für einen Inlands-Standardbrief bis 50 g. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 13 CZK.
Auf der Buchstabenmarke „A“ ist ein Postmotorrad abgebildet. Unter der Marke befindet sich eine Mikrolinie mit dem tschechischen Mikro-Text Tschechische Post, PTC, 2014. Auf der linken Seite der Marke sind das Logo der Tschechischen Post und ein Hologramm zum Schutz vor Fälschungen platziert. Im linken Teil der Postkarte ist ein Postmotorrad, wie auf der Marke, abgebildet.
Die Postkarte wird anlässlich einer Sonderpostbeförderung am 5. 9. 2014 mit einem historischen Motorrad vom Postmuseum in Vyšší Brod auf das Messegelände in Prag Letňany herausgegeben, wo in diesem Zeitraum die Briefmarkenmesse Sberatel verlaufen wird. Es handelt sich um eine Veranstaltung, die im Rahmen des Begleitprogrammes der Ausstellung - Post auf einer Spur, die in der Museumsniederlassung in Vyšší Brod vom
21. 6. bis zum 14. 9. 2014 stattfindet. Am Freitag, den 5. 9. in der Früh, fährt aus Vyšší Brod ein historisches Motorrad mit den Sendungen los, die mit dem Tagesstempel der Post in Vyšší Brod und dem Cachet-Stempel „Mit der Motorradpost Vyšší Brod – Prag transportiert“ versehen sind, das in den Nachmittagsstunden auf dem Messegelände in Letňany ankommen sollte. In Letňany wird die Postkarte auch mit dem Tages-Ankunftsstempel der lokalen Post abgestempelt. Im Falle des Interesses für die Beförderung durch die Motorradpost können Philatelisten ihre Standardsendungen im Voraus vorbereiten und diese bis spätestens 31. 8. 2014 ausschließlich an die Adresse des Postmuseums, Klášter 136,  382 73 Vyšší Brod in einem Umschlag senden. Es ist auch möglich, die Sendungen bis an demselben Tag auch persönlich an der gleichen Adresse zu übergeben.
Der Autor des gestalterischen Entwurfs der Briefmarke und der Postkarte ist der Graphiker Václav Zapadlík. Die Postkarte hat die Postwertzeichen-Druckerei Prag mit mehrfarbigem Offsetdruck gedruckt.
Der Verkaufspreis der Inlandspostkarte beträgt 18 CZK und sie ist ab dem 11.Juni 2014 gültig.

Tschechische Briefmarken

 

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 28.05.2014 (17.10.2014)

Ausgabe der Sondermarke TECHNISCHE DENKMÄLER: MANUELLE PAPIERHERSTELLUNG  IN VELKÉ LOSINY (GROß ULLERSDORF)

Ausgabetag: 28. Mai 2014
Entwurf: Adolf Absolon
Stich: Martin Srb
Format der Briefmarke: 40 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck: Rotationsstahldruck in braun komb. mit Tiefdruck in ockergelb
Gedruckt in Bögen zu: 30 Stk.
Markenheftchen: 8 Briefmarken und 2 x 2 verschiedene Zierfelder
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Druck des FDC´s: Stahlstichtiefdruck in schwarzbraun
Briefmarke: die manuelle Papierfabrik in Velké Losiny (Groß Ullersdorf)
Heftchen: 8 Briefmarken mit 2 x 2 verschiedenen Zierfeldern (Heftchenblatt). Auf zwei Zierfeldern  gibt es das Portal und das Tor in die Papierfabrik mit der Jahreszahl 1825. Auf den weiteren zwei Zierfeldern gibt es einen Bachwassergraben aus der Zeit, als das  Papierwerk mit Wasserantrieb arbeitete. Die Zierfelder in der Größe 19 x 23 mm sind mit  Rotationstahldruck in braun kombiniert mit Tiefdruck in ockergelb gedruckt.
Ersttagsbrief: eine Handpresse. Im Sonderstempel gibt es das Wappen des Žerotín Geschlechts und den Text: Velké Losiny, 28.5.2014.

Die Papierfabrik in Velké Losiny wurde im Jahre 2002 zum nationalen Denkmalschutz erklärt. Es handelt sich um eine der ältesten Papiermanufakturen in Europa. Johann der Jüngere von Žerotín hat sie Ende des 16. Jahrhunderts bauen lassen. An die Existenz der Papierfabrik erinnert das älteste bekannte Wasserzeichen mit dem Datum A.D. 1596. Darauf gibt es ein Wappen der Herren von Žerotín – ein Löwe mit Krone auf drei Hügeln. Im Jahre 1729 haben die Žerotín eine technische Neuheit, den so genannten Holender für die Vorbereitung des Zellstoffes aus Flachs und Baumwolle gekauft.
Das heutige Objekt der Papierfabrik stammt aus der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts. Es hat ein mehrstöckiges Mansardendach welches mit Schindeln gedeckt ist. Im Jahre 1949 ist die Papierfabrik Bestandteil des nationalen Unternehmens Papierfabrik Olšanské papírny geworden, später Aktiengesellschaft, die sich mit der Papierproduktion in einigen industriellen Maschinenpapierfabriken in Šumpersko (Mährisch Schönberg) beschäftigt haben. Seit Mitte der 70-er Jahre des 20. Jahrhunderts ist das ganze Areal durch einige Etappen kostspieliger Rekonstruktionen und Reparaturen durchgegangen, die auch in der Gegenwart fortsetzen. Das einzigartige Areal des bedeutenden technischen Denkmals, das vor allem aus der Sicht der mehr als vierhundertjährigen Kontinuität der traditionellen manuellen Papierherstellung im Gebiet des Mitteleuropas keine Ähnlichkeit hat. Seit 2006 ist sie Sitz der selbstständigen Gesellschaft Manuelle Papierfabrik Velké Losiny AG (Ruční papírna Velké Losiny a.s.).
Die Manufaktur Velké Losiny gehört heute zu den ältesten bis jetzt arbeitenden Unternehmen ihrer Art in Europa. Das Büttenpapier wird hier immer noch auf traditionelle Art und Weise aus Baumwolle und Flachs hergestellt. Für seine hohe Qualität und hundertjährige Langlebigkeit wird es vor allem in der bildenden Kunst, für die bedeutende persönliche und geschäftliche Korrespondenz, repräsentative Zwecke, zum Druck der Bibliophilien und gleichfalls in der Buch-, Kunst- und Restauratorpraxis verwendet. Die handgeschöpften Papiere und das heutige Sortiment der exklusiven Produkte haben einen festen Platz und es zu einer Vorliebe bei den Anhängern der traditionellen tschechischen handgemachten Produkte gemacht.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe des Blocks mit 2 Briefmarken DIE PRAGER BURG - PETER PAUL RUBENS: VERSAMMLUNG DER OLYMPISCHEN GÖTTER

Ausgabetag: 28.Mai 2014
Stich: Miloš Ondráček
Größe der Briefmarke:  40 x 50 mm
Größe des Blocks: 108 x 145 mm
Nennwert: 2 x 37 CZK
Druck: Flachstahlplattendruck in Schwarz, Rot, Braun, Ockergelb und Blau
Druck des FDC´s: Stahldruck aus der Fläche in Braunschwarz
Block mit zwei Briefmarken: auf den Briefmarken ist ein Detail aus dem Bild Versammlung der olympischen Götter  abgebildet. Im oberen Teil des Blocks ist das Bild Versammlung der olympischen Götter abgebildet, das mit Flachstahlplattendruck in Schwarz in Kombination mit mehrfarbigem Offsetdruck gedruckt ist.

Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Selbstporträt von P.P.Rubens abgebildet. Auf dem Stempel ist eine  Palette mit Pinsel und der Text: Petrus Paulus Rubens und Praha, 28.5.2014


Peter Paul Rubens (28. Juni 1577, Siegen – 30. Mai 1640, Antwerpen) war ein flämischer Maler, einer der größten Maler in der Geschichte, Meister des Barockstils und der wichtigste flämische Maler des 17. Jahrhunderts.
Er ist im Westfalen in der Stadt Siegen, in der Familie des erfolgreichen protestantischen Antwerpen-Rechtsanwaltes Jan Rubens geboren, der aus Antwerpen vor der religiösen Unterdrückung geflohen ist. Die Familie des Rechtsanwaltes Rubens hat in Siegen zwanghaft gelebt, weil er für seine angebliche Untreue mit Anna von Sachsen (Gemahlin von Wilhelm I. von Oranien) dazu verurteilt wurde, dass er sich für fünf Jahre in Siegen niederlassen musste. Hier ist dem Ehepaar Rubens der Sohn Peter Paul geboren. Im Jahre 1589, zwei Jahre nach dem Tod des Vaters, ist er gemeinsam mit seiner Mutter nach Antwerpen zurückgekehrt, wo er zum katholischen Glauben gewechselt hat. Die religiösen Motive haben in seiner späteren Arbeit zu den bedeutendsten gehört. In Antwerpen hat ihn seine Mutter in die Lehre zu den besten lokalen Malern gegeben.
Im Jahre 1600 ist er nach Italien gefahren, wo er als Hofmaler für den Herzog Vincenzo Gonzaga von Mantua gearbeitet hat. Er hat Venedig, Rom und Genua besucht, hat hier antike Kunst studiert und hat durch das Kopieren der Werke der italienischen Meister gelernt. Sein Stil wurde in dieser Zeit stark von Tizian beeinflusst.
Nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1608 ist er nach Antwerpen zurückgekehrt. Um ein Jahr später hat er Isabella Brant geheiratet. Seine Gemälde Kreuzaufrichtung (1610) und Kreuzabnahme (1611 – 1614) für die örtliche Liebfrauen-Kathedrale haben ihn zu den meistanerkannten flämischen Malern gemacht.
Viele seiner Aufträge hat er von dem französischen Königshof erhalten, unter anderen auch die Serie der allegorischen Bilder aus dem Leben Maria de‘ Medici (heute sind sie im Louvre platziert). Für die Bearbeitung der großen Menge von Aufträgen, die er bekommen hat, hat er in Antwerpen eine Werkstatt geschaffen, in der mit ihm seine Schüler gearbeitet haben, von denen sich manche berühmt gemacht haben, wie zum Beispiel Anthonis van Dyck.
In den Jahre 1621 bis 1633 hat er sich aktiv an vielen diplomatischen Verhandlungen beteiligt. Der spanische König Philipp IV. hat ihn mit der Aufgabe betraut, die Annäherung von Spanien mit England zu erreichen. Rubens‘ Verdienst war wirklich am 15. November 1630 der unterzeichnete Friedensvertrag zwischen England und Spanien. Der englische König Karl I. hat ihn für seine Bemühung zum Ritter geschlagen und ihn reich beschenkt.
Er ist im Alter von 63 Jahren gestorben und liegt in der St. Jakobskirche in Antwerpen begraben.
Das Bild Versammlung der olympischen Götter gehört zu den frühen Werken von Rubens aus dem Jahre 1602 und wahrscheinlich bildet es einen Streit zwischen Venus und Juno ab.

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Ausgabe des Markenheftchens mit selbstklebenden Freimarken JŮ UND HELE

Ausgabetag: 28.Mai 2014
Entwurf: Stanislav Holý
Graphische Gestaltung der Briefmarke und des Markenheftchens MgA. Matěj Holý, der Sohn von Stanislav Holý
Format: 23 x 30 mm
Nennwert: A (=entspricht der Gebühr für einen inländischen Standardbrief bis zu 50 Gramm. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste entspricht das dem Wert von 13 CZK)
Druck der Briefmarke: Mehrfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Mehrfarbiger Offsetdruck
Markenheftchen: 10 Briefmarken
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: die sitzenden Jů und Hele mit dem fliegenden Muff im Hintergrund
Heftchen: Markenheftchen mit 10 selbstklebenden Freimarken mit dem aufgedruckten Buchstaben A zur Ausgabe „Für Kinder“ mit dem Motiv „Jů und Hele“.
Der Autor der gestalterischen Entwürfe ist der Graphiker Stanislav Holý, die Briefmarke und das Markenheftchen hat sein Sohn MgA. Matěj Holý graphisch bearbeitet.
Auf der Rückseite des Briefmarkenheftchens ist über dem Strichcode ein Hologramm platziert, das als Schutzelement dient.

Ersttagsbrief: Ein Ersttagsbrief einschließlich eines Ersttagsstempels. Im Bildteil des Umschlages sind Jů und Hele in einem Fernseher abgebildet. Auf dem Stempel gibt es die Silhouette von Jů und Hele und den Text:  Praha, 28.Mai 2014.

In der diesjährigen Ausgabe - Für Kinder - erinnern wir uns an Stanislav Holý, den tschechischen Maler, Graphiker, Illustrator und vor allem Schöpfer der Figuren Jů und Hele. Stanislav Holý ist am 25. Februar 1943 in Prag geboren und am 14. August 1998 gestorben.

Seit dem Jahre 1960 hat er sich mit Comics befasst, wo der Hauptheld die Figur von Herrn Pip war. Im Jahre 1971 hat er die Hochschule für Kunst und Design bei Professor A. Hoffmeister absolviert.

Sein bekanntestes Werk war das Studio Kamerad des Tschechischen Fernsehens, den Kindern gewidmet, für welches er sowohl die Hauptfiguren – Jů, Hele, Hary Šoumen, Muf Supermuf, Tryskomyš, Šamšula u.s.w. als auch die Dekorationen des Studios erschaffen hat. Das Konzept des Programms wurde frei von der amerikanischen Serie Sesam-Straße inspiriert.

Er ist der Autor von einigen bildkünstlerischen Büchern und Illustrator einer Reihe anderer. Für das Buch „Procházky pana Pipa“ (Spaziergänge von Herrn Pip) hat er im Jahre 1978 den Ehrentitel des Ministeriums für Kultur für das schönste Buch des Jahres erhalten. Er machte auch die Untertitel zu dem Film „Jak svět přichází o básníky“ (Wie die Welt die Dichter verliert).

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Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 30.04.2014 (17.10.2014)

Herausgabe der Sondermarke EUROPA – NATIONALE MUSIKINSTRUMENTE – CHODENLÄNDER DUDELSACK

Ausgabetag: 30. April 2014
Entwurf der Marke: Vlasta Matoušová
Stich: Václav Fajt
Format: 33 x 33 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck: Rotationsstahldruck in schwarz komb. mit Tiefdruck in dunkelbraun, orange, gelb und ockergelb
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in braunrot
Gedruckt in Kleinbögen zu: 6 Stk.
Anzahl des FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: Chodenländer Dudelsack
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Zimbal. Auf dem Stempel ist ein Chodenländer  Volksmusikinstrument „vozembouch“ genannt und der Text: Praha, 30.4.2014

Die alljährliche Ausgabe für alle Staaten, in der Organisation PostEurope vereinig,t hat dieses Jahr als einheitliches Motiv – Nationale Musikinstrumente erhalten. Für die Tschechische Republik wurde der Chodenländer Dudelsack ausgewählt.
Der Dudelsack (auch moldánky genannt, in Mähren auch gajdy, in Chodenland pukl) ist ein uraltes volkstümliches Musikinstrument, in der Form verwendet historisch bekannt bereits im antiken Griechenland. Ursprünglich war es ein einfaches Blasinstrument, das wahrscheinlich schon vor 4 000 Jahren in Ägypten und im vorderen Asien entstanden ist. Von dort hat er sich nach und nach mit den Hirten verbreitet, aber vor allem mit den zahlreichen arabisch-türkischen Anfahrten nach Europa, wo wir seine meisten Formen und Arten finden – viele europäische Nationen hat für ihn nicht nur seinen eigenen Namen, sondern auch seine eigenen Modifikationen des Instrumentes.
Der Dudelsack ist Aerophon. Die Funktion des Instrumentes basiert auf Pumpen der Luft mit Hilfe des Schmiedesbalges platziert in der linken Achselhöhle des Spielers in den Vorratsledersbalg unter dem rechten Arm, von dort die Luft über den Apparat (sog. piskor) mit einem Rohrblatt (Rohrblätter) in die Pfeife mit Löchern strömt. Durch das Inschwingenbringen des Rohblattes(er) entsteht ein Klang und der Ton wird erzeugt durch die Abdeckung eines Loches (sog. geschlossener Fingersatz) der Pfeife mit den Fingern, ähnlich ist das z.B. bei der Blockflöte (so arbeitet z.B. der tschechische Dudelsack). Am häufigsten ist er in der Tonart Es dur gestimmt, es werden auch oft die Dudelsäcke in der Stimmung C-Dur (mehr in Mähren) verwendet. Auf einem anderen Prinzip arbeitet der schottische Dudelsack, wo die Luft in den Balg des Instrumentes nicht mechanisch getrieben wird, sondern wird nur mit Mund nachgepfiffen.
Der Klang des Dudelsackes ist brummend und in der Vorderpfeife (sog. přednička) spielt der Dudelsack nur auf acht Töne, was seinem Spiel eine Monotomie gibt. Eine weitere Besonderheit ist die Anwesenheit einer oder mehreren Hinterpfeifen – sog. Bordun oder Brummer, die einen andauernden um zwei Oktaven tieferen Ton spielen, der mit veränderlichen Tönen in der Vorderpfeife kombiniert wird.
Der Dudelsack hat immer noch viele Bewunderer. Am meisten haben den Dudelsack die Dudelsackspieler aus Strakonitz und Chodenland berühmt gemacht. In Tschechien gibt es einige qualitative Volksgruppen und in Strakonitz wird einmal in zwei Jahren das bedeutende Internationale Dudelsackfestival veranstaltet.

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Herausgabe der Sondermarke 200. JAHRESTAG DER MUSEENSCHAFT - OPAVA 1814 – DAS SCHLESISCHE LANDESMUSEUM

Ausgabetag: 30. April 2014
Entwurf: Eva Hašková
Stich: Martin Srb
Größe: 23 x 40 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck der Briefmarke: Rotationsstahldruck in Violett komb.mit Tiefdruck in graugrün, rot und gelb
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in schwarz
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: die Stirnseite des historischen Ausstellungsgebäudes des Schlesischen Landesmuseums in Opava mit der Gestalt des Genien im Vordergrund, die die Kuppol des Gebäudes verziert.
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist die Kirche Hl. Adalbert mit den Klostergebäude abgebildet.  Auf dem Stempel ist das Schlesische Wappen abgebildet und der Text: Opava, 30.4.2014

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat Opava (Troppau) auch trotz der Verbindung Schlesiens mit Mähren 1782 die Bedeutung als Verwaltungszentrum behalten. Hier hatten ihre Sitze die Bezirksbehörde, Gerichte und die Standesinstitutionen von Opava (Troppau) und Krnov (Jägerndorf) Fürstentum. An der Schwelle des 19. Jahrhunderts hat die Stadt begonnen durch eine Reihe bedeutender Änderungen durchzugehen, die unverwischbar nicht nur ihr Aussehen, sondern auch die Lebensbedingungen und ihren ganzen Charakter beeinflusst haben. Zu dieser Zeit hat sich jedoch Opava vor allem seine Position als intellektuellen Zentrum vom österreichischen Schlesien gestärkt. Es hat hier einige Schulen verschiedener Arten gegeben, wobei auf ein sehr gutes Niveau vor allem das Staatliche Gymnasium stolz war, das im damaligen Jesuitenwohnheim auf dem Platz Dolní náměstí seinen Sitz hatte. Und gerade das erwähnte Gymnasium ist zum Platz geworden, wo das älteste öffentliche Museum auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik entstanden ist. Die Öffentlichkeit konnte sich mit dem neuen Kultur- und Bildungsphänomen schon am 1. Mai 1814 treffen. Für die Projektumsetzung haben sich vor allem drei Persönlichkeiten maßgeblich verdient gemacht – der Professor des staatlichen Gymnasiums Faustin Ens (1782-1858), der pensionierte Hauptmann Franz Mückusch von Buchberg (1749-1837) und der Bürgermeister von Opava Johann Joseph Schößler (1761-1834). Gerade sie haben nicht nur die ausreichende gesellschaftliche Unterstützung des ganzen Projektes gesichert, sondern haben sich auf wesentliche Art und Weise auch für die Entwicklung der Museumsammlung verdient gemacht. Der Anklang des Museums hat bald zur Einreichung des offiziellen Antrages auf die Genehmigung der Satzungen und des Namens Landesmuseum für österreichisches Schlesien (Österreichisch-schlesisches Provinzialmuseum) geführt. Die Ziele des Grundinstrumentes haben sich eindeutig auf die Erkennung der Natur und Kultur des österreichischen Schlesiens orientiert – „durch Sammeln von Produkten aus allen Bereichen der Natur und der Landeskunde, vor allem diejenigen, die ihren Ursprung im Österreichischen Schlesien haben - der studierenden Jugend, und auch den Naturwissenschaftlern, Ökonomen und Künstlern die Mittel zur Bereicherung ihrer Kenntnisse über die Heimat anzubieten und so ihren wissenschaftlichen Geist befriedigen“. Zu dieser Tradition meldet sich auch das gegenwärtige Schlesische Landesmuseum. Das Schlesische Landesmuseum ist das imaginäre Tor nach Schlesien. In seiner Sammlung sind die authentischen Belege der Entwicklung der Natur und der Gesellschaft vor allem im Gebiet des tschechischen Schlesiens, des Nord- und Nordost-Mährens vertreten. Das Schlesische Landesmuseum ist das älteste öffentliche Museum auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik, seine Geschichte reicht bis zum Jahr 1814 zurück. Gleichzeitig ist es, was die Größe betrifft, das drittgrößte Museum in der Tschechischen Republik.
Auf der Briefmarke ist die Stirnseite des Historischen Ausstellungsgebäudes des schlesischen Landesmuseums, des ikonischen Objektes nicht nur des Schlesischen Landesmuseums, sondern auch der Stadt abgebildet. Das Gebäude des damaligen Museums von Kaiser Franz Joseph für Kunst und Handwerke wurde gemäß dem Entwurf der Wiener Architekten Johann Scheiringer und Franz Kachler in den Jahren 1893–1895 gebaut. Im Vordergrund gibt es eine beflügelte Statue von dem Genius des Wiener Bildhauers Theodor Friedl, die auf der Dachkuppel des Gebäudes platziert ist. Zur Zeit findet hier die Landesausstellung Schlesien statt.

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Herausgabe der Inlandspostkarte Bahnpost

Das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik gibt am 30. April 2014 die Inlandspostkarte „Bahnpost“ mit der eingedruckten Buchstabenmarke „A“ heraus. Der Buchstabe „A“ entspricht der Gebühr für einen Inlands-Standardbrief bis 50 g. Nach der aktuellen Postgebühren-Liste am Ausgabetag entspricht das dem Wert von 13 CZK.
Auf der Buchstabenmarke „A“ ist ein Postwaggon abgebildet. Unter der Marke befindet sich eine Mikrolinie mit dem tschechischen Mikro-Text Tschechische Post, PTC, 2014. Auf der linken Seite der Marke sind das Logo der Tschechischen Post und ein Hologramm zum Schutz vor Fälschungen platziert. Im linken Teil der Postkarte ist ein fahrender historischer Zug mit dem Waggon der Bahnpost abgebildet.
Die Postkarte wird anlässlich der Eröffnung des Museen-Ausstellungszyklus Der Große Krieg 1914 - 2014, an dem auch das Postmuseum teilnimmt, herausgegeben. Bei dieser Gelegenheit fährt am 27. Juni 2014 ein historischer Zug mit einem Salonwaggon des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand d´Este vom Bahnhof Praha-Dejvice ab. Dieser Sonderzug kommt am 28. Juni 2014 im Brünner Hauptbahnhof an. In Brünn wird anschließend eine Rekonstruktion des Sarajevo-Attentats auf den Thronfolger und seine Gemahlin die Gräfin Sophia von Chotek nachgestellt. Bei dieser Gelegenheit werden auch Postsendungen mit der Bahnpost befördet. Philatelisten können ihre gewöhnlichen Sendungen im Voraus vorbereiten und sie in einem Umschlag spätestens bis zum 20. Juni 2014 ausschliesslich an die Adresse: Poštovní muzeum, Nové mlýny 2, 110 00 Praha 1 senden. Es ist auch möglich die Sendungen bis an demselben Tag persönlich an derselben Adresse abzugeben.
Der Autor des gestalterischen Entwurfs der Briefmarke und der Postkarte ist der Maler und Graphiker Jiří Bouda. Die Postkarte hat die Postwertzeichen-Druckerei Prag mit mehrfarbigen Offsetdruck gedruckt.
Der Verkaufspreis der Inlandspostkarte beträgt 18 CZK und sie ist ab dem 30. April 2014 gültig.

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Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 26.03.2014 (17.10.2014)

Herausgabe der Sondermarke   PERSÖNLICHKEITEN: BOHUMIL HRABAL (1914-1997)

Ausgabetag: 26. März 2014
Entwurf: Marina Richterová
Stich: Miloš Ondráček
Größe: 23 x 40 mm
Nennwert: 17 CZK
Druck der Briefmarke: Rotationsstahldruck in schwarz komb.mit Tiefdruck in grau und hellbraun
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in schwarzgrau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: ein Porträt von Bohumil Hrabal
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Knabe, der einen mit dem Bild der Briefmarke  symbolisch verbundenen Faden hält und auf ein Hrabal´s Werk „Lerchen am Faden“ hinweist. Auf dem Stempel ist eine Katze und der Text: Brno, 26.3.2014

Bohumil Hrabal,(geboren als Bohumil František Kylián 28. März 1914 in Brünn) war tschechischer Prosaiker und einer der bedeutendsten und eigenartigsten Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist zum meist übersetzten tschechischen Autor des 20. Jahrhunderts geworden.
Er ist in Brünn-Židenice der alleinerziehenden Mutter Marie Kyliánová und dem Offizier der österreichischen Armee Bohumil Blecha geboren, der jedoch die Vaterschaft nicht anerkannt hat, deswegen wurde er Bohumil František getauft. Nach seinem Stiefvater, den die Mutter später geheiratet hat, hat er den Namen Bohumil Hrabal bekommen. 
Nach dem Abitur in der Realschule, die er mit Schwierigkeiten beendet hat, er ist mehrmals durchgefallen, hat Hrabal an der Juristischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag studiert und hat gleichzeitig Vorlesungen über Literaturgeschichte, Kunst und Philosophie besucht. Auf Grund der Schließung der Hochschulen während der Okkupation konnte er sein Studium erst im Jahre 1946 abschließen.
Zum Beruf hat er das Schreiben jedoch erst 1963 gemacht. Im Jahre 1965 ist er Mitglied des Verbandes der tschechoslowakischen Schriftsteller und des Redaktionsrates der Literaturzeitung geworden. Nach 1970 durfte er für einige Jahre nicht offiziell publizieren, er hat daher in Samisdat- und Exilzeitschriften geschrieben. 1975 hat er in der Zeitschrift Tvorba einen selbstkritischen Aufsatz veröffentlicht, aus diesem Grund wurde es ihm unter teilweise strenger Aufsicht der Zensur ermöglicht, wieder zu publizieren. Eine Reihe seiner Werke wurde vom Verlag Prager Imagination (Pražská imaginace) herausgegeben, das Hrabal mit Samisdat ab 1985 herausgegeben hat. Derselbe Verlag hat unter der Editorsaufsicht von Václav Kadlec in den Jahren 1991–1997 die gesammelten Schriften von Bohumil Hrabal in 19 Bänden herausgegeben.
Hrabals Bücher wurden mehrmals erfolgreich verfilmt und er hat auch viele Verlagspreise erhalten. Die berühmteste Filmadaptation laut Hrabal´s Roman ist bestimmt der Film des Regisseurs Jiří Menzel aus dem Jahr 1966 - Liebe nach Fahrplan, welcher den Oskar, den Preis der Amerikanischer Filmakademie für den besten ausländischen Film erhalten hat. Gemeinsam mit Ludvík Vaculík, Karel Pecka, Jan Kameníček, Libuše Moníková und weiteren Schöpfern wird Hrabal – vor allem für sein Werk - Allzu laute Einsamkeit – teilweise als Fortsetzer von Franz Kafka gehalten.
Für sein Werk wurde er mehrmals ausgezeichnet. Der Roman Allzu laute Einsamkeit hat den italienischen Literaturpreis Premio Elba – Raffaello Brignetti, den ungarischen Preis I. Bethlen gewonnen, für das Buch Ich habe den englischen König bedient den Nationalen Preis der Tschechischen Republik, eine französische Auszeichnung Officier de l´ordre des arts et des lettres (Offizier des Ordens für Kunst und Literatur), für die englische Ausgabe Allzu laute Einsamkeit hat er den Preis George Theiner und den Preis von Jaroslav Seifert für die Trilogie Hochzeiten im Hause, Vita nuova, Baulücken (Proluky) erhalten. Im Jahre 1968 hat er gemeinsam mit Jiří Menzel den Staatspreis von Klement Gottwald für den Film Liebe nach Fahrplan erhalten, 1989 wurde ihm der Titel verdienter Künstler verliehen und am 9. Mai 1996 wurde er zum Doktor honoris causa (Ehrendoktorwürde) an der Universität in Padua ernannt. In demselben Jahr hat er aus den Händen Václav Havel´s eine Medaille „Für Verdienste“ erhalten.
Er starb den 3. Februar 1997 in Prag nach einem Fenstersturz aus dem fünften Stock der orthopädischen Klinik des Krankenhauses in Bulovka, in dem er in Behandlung war.

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Herausgabe der Sondermarke PERSÖNLICHKEITEN: PROF. RNDR. ZDENĚK KOPAL (1914-1993)

Ausgabetag: 26. März 2014
Entwurf: Vladimír Suchánek
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 21 CZK
Druck der Briefmarke: Mehrfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in dunkelblau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: das Porträt von Prof. RNDr. Zdeněk Kopal
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Observatorium mit Nachtsternhimmel im Hintergrund  abgebildet. Auf dem Stempel ist das Unendliche abgebildet und der Text: Litomyšl, 26.3.2014

Prof. RNDr. Zdeněk Kopal, DSc. (4. April 1914 in Litomyšl – 23. Juni 1993 in Wilmslow, unweit von Manchester, Großbritannien) war ein tschechischer Astronom und Astrophysiker, der jedoch auch auf dem Gebiet der numerischen Mathematik, Ballistik und Aerodynamik berühmt war. Seine wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten betreffen die Bedeckungsveränderlichen Doppelsterne und die Erforschung des Mondes und der terrestrischen Planeten.. Er wird als einer der bedeutendsten tschechischen Astronomen des 20. Jahrhunderts gehalten.
Als kleiner Junge hat ihn zum Interesse für die Naturwissenschaften sein Großvater, Lehrer in der Bürgerschule in Jičín, Josef Lelek gebracht. Und so ist es kein Wunder, dass nach dem Umzug der Familie nach Prag, er mit nur 15 Jahren Mitglied der Tschechischen astronomischen Gesellschaft geworden ist. Hier, in der Štefánik-Sternwarte, hat er seine Forschung der Veränderlichen Sterne begonnen und schon als Schüler des Gymnasiums hat er Fachartikel in ausländischen Zeitschriften publiziert.
Im Jahre 1933 hat er das Abitur im Gymnasium mit Auszeichnung abgelegt und hat sich, trotz des Drängens der Eltern, die über die Laufbahn als Rechtsanwalt oder Arzt nachgedacht haben, zum Studium von Mathematik, Physik und Astronomie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität angemeldet. Noch während seiner Studien hat er an der Tagung der Internationalen astronomischen Union (IAU) in Paris im Jahre 1935 teilgenommen, wo er sofort, auf Grund seiner bereits publizierten Werke, zu ihrem Mitglied gewählt wurde. Im Jahre 1937 hat er an der Universität „suma cum laude“ promoviert und hat das renommierte „Denis” - Stipendium gewonnen, welches ihm weitere Studien im britischen Cambridge bei dem weltberühmten Astrophysiker Arthur Eddington ermöglicht hat.
Im Jahre 1938 ist er mit seiner Ehefrau zu dem Stipendium-Aufenthalt in der Harvard Sternwarte im amerikanischen Cambridge gefahren. Auf dem Schiff hat ihn jedoch die Nachricht über das Münchner Abkommen erreicht, und so hat er sich entschieden in den USA zu bleiben. Hier hat er unter der Leitung von Harlow Shapley an der Problematik der Lichtkurven der Doppelsterne gearbeitet. Ab 1942 hat er auch am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gewirkt, wo er an der Problematik der Ballistik und Aerodynamik für die amerikanische Arnee gearbeitet hat. An diesen Projekten im Rahmen der Probleme der numerischen Mathematik hat er auch mit Norbert Wiener zusammengearbeitet.
Er wurde zum Ehrenmitglied der Tschechischen astronomischen Gesellschaft (1967) und der astronomischen Gesellschaften in Liverpool, Salford und Manchester ernannt. Er hat Erhrendoktorate an den Universitäten im polnischen Krakau (1974) und im griechischen Patras (1974) gewonnen. Die Manchester astronomische Gesellschaft veranstaltet zusätzlich zu seinem Gedächtnis alljährliche eine festliche Kopals Vorlesung. 2007 ist diesem Beispiel auch die Tschechische astronomische Gesellschaft gefolgt und hat die feierliche Kopals Vorlesung als Form der Wertschätzung der bedeutenden Astronomen festgesetzt. Im Jahre 1976 ist er ausländisches Mitglied der Griechischen Akademie der Wissenschaften in Athen geworden und ab 1978 war er Ehrenbürger der Stadt Delphi. Die Ehrenbürgerschaft hat ihm gleichfalls auch sene Geburtsstadt Litomyšl im Jahre 1991 verliehen. In Tschechien wurde er ebenfalls mit der Goldmedaille der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften im Jahre 1968 und mit der Silbermedaille der Karlsuniversität im Jahre 1991 ausgezeichnet.
Professor Kopal ist am 23.6.1993 in Wilmslow unweit von Manchester gestorben. Begraben liegt er am Prager Friedhof in Vyšehrad neben den anderen tschechischen Größen der Wissenschaften und Kunst. In Übereinstimmung mit seinem letzten Willen wurde das Facharchiv von Prof. Kopal (einschließlich z.B. der Mond-Aufnahmen aus der Vorbereitung des Apollo-Fluges) im Stadtarchiv in Litomyšl gespeichert.

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Herausgabe der Sondermarke Schönheiten unseres Landes: SCHLOSS ČERVENÁ LHOTA (ROTHLHOTTA)

Ausgabetag: 26.März 2014
Entwurf: Jan Kavan
Stich: Bohumil Šneider
Größe: 26 x 40 mm
Nennwert: 17 CZK
Druck der Briefmarke: Flachstahlplattendruck in gelb, rosa, grün, rot und schwarz
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in rotbraun
Gedruckt in Bögen zu: 8 Briefmarken
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: das Schloss Červená Lhota (Rothlhotta)
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist ein Detail der Dekoration der Fassade. Auf dem Stempel ist ein Detail der Dekoration der Fassade und der Text: Červená Lhota, 26.3.2014

Červená Lhota (Rothlhotta) ist ein Renaissance-Wasserschloss im östlichen Teil Südböhmens nördlich vom Jindřichohradecko. Das Schloss ist auf einem Fels platziert, der mittels Stau des Tales und durch den Anstieg des Wasserspiegels zu einer Insel auf dem Schlossteich geworden ist. Das Schloss bildet die geschlossene Vierflügeldisposition rund um den quadratischen Innenhof. Über den Eingang ist ein Turm platziert. Zum Schloss führt der Zugangsweg über die Steinbrücke.
Es ist voraussetzen, dass schon seit 2. Halbjahr des 14 Jahrhundert die hiesige Festung im Besitz der Lhotecký von Zásmuky war. Aber die erste schriftliche Erwähnung stammt erst aus dem Jahr 1465, wann in den Landtafeln angeführt ist daß die Erbschaft zwischen Václav und Peter von Zásmuky verteilt wurde. In folgenden Jahren ist Lhota an Diviš Boubínský von Újezd übergegangen von dessen im Jahre 1530 die Festung Jan Kába von Rybňany gekauft hat. Jan Kába von Rybňany hat die alte gotische Festung in ein bequemeres Renaissance-Schlösschen umbauen lassen. Ab dieser Zeit wird es Nová Lhota genannt. Jan hat das Schloss im Jahre 1597 verkauft Herrn Vilém Rúta von Dírná, der das Schloss in spät- Renaissance-Stil umbauen und seine Fassade auf rot anstreichen gelassen hat. Davon der heutige Name des Schlosses – Červená Lhota (Rothlhotta) stammt.
Die Ruths von Dírná haben das Schloss Ende des 16. Jahrhunderts erworben. Als Utraquisten wurde ihnen das Eigentum nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 konfisziert, auch weil sie am böhmischen Ständeaufstand nicht teilgenommen haben. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges hat das örtliche Herrschaftsgut der italienische Rittmeister Antonio Bruccio besessen. Nach dessen Tode hat das Schloss im Jahre 1641 Wilhelm Slawata von Chlum und Koschumberg gekauft. Nach 1641 und in den Jahren 1658–1678 sind am Schloss die Barockumbauten verlaufen, die den Adelssitz in ein Lustschloss umgewandelt haben, wohin die Slawatas aus dem unweiten Jindřichův Hradec (Neuhaus) gefahren sind.
Nach dem Erlischen des Slawata-Geschlechtes im Mannesstame im Jahre 1693 hat Červená Lhota nach einem Jahr die Nichte des letzten Slawatas Maria Theresia geerbt, in die Familie von Windisch-Grätz geheiratet. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts haben die Besitzer mehrmals gewechselt. Unter Ignaz Freiherr von Stillfried hat in den Jahren 1796–1799 im Schloss der Komponist und Mitbegründer der deutschen Oper Karl Ditters von Dittersdorf gelebt. Ab 1835 haben das Schloss allmählich Mitglieder von vier Generationen der Fürstenfamilie Schönburg-Hartenstein – der deutschen Reichsfürsten besessen. Dieses Geschlecht hat das Schloss bis 1945 bewohnt, als ihnen das Schloss konfisziert wurde. Die letzten Besitzer haben Mitte des 19. Jahrhunderts den Schlossturm und die Giebel neugotisch anpassen lassen. Zwischen den Jahren 1903–1913 wurden unter dem Prinzen Johann Schönburg-Hartenstein diese Änderungen beseitigt und durch einen denkmalbelehrten Neorenaissance-Umbau gemäß dem Projekt des Architekten Humbert Walcher von Moltheim ersetzt, der dem Schloss sein heutiges Aussehen gegeben hat.

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Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 05.03.2014 (17.10.2014)

Ausgabe der Sondermarke HISTORISCHE VERKEHRSMITTEL: FLUGZEUG VON EUGEN ČIHÁK: RAPID, 1912

Ausgabetag: 5. März 2014
Entwurf: Pavel Sivko
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Format: 40 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk. (Zusammendruck 25 Stk. der Briefmarken Flugzeug von Eugen Čihák: Rapid, 1912 und 25 Stk. der Briefmarken Prototyp des 1. tschechoslowakischen Wagens für die Prager Metro)
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in azurblau
Briefmarke: das Flugzeug von Eugen Čihák: Rapid, 1912
Ersttagsbrief: die technische Zeichnung des Flugzeuges. Im Sonderstempel ist ein  Flugzeug und der Text: Rapid 1912, Praha, 5.3.2014
Maximum-Karte: am 5.März 2014 wird auch eine Maximum-Karte mit der Abbildung des  Flugzeuges Rapid, 1912 herausgegeben , die die ganze Ausgabe vervollständigt.

Eugen Čihák wurde am 31. Mai 1885 in Kroatien geboren, wo sein Vater beschäftigt war. Im Jahre 1889 zieht seine ganze Familie nach Pardubitz (Pardubice) um, wo E. Čihák die Handelsakademie besucht hat. Danach war er bis 1909 in der Jungbunzlauer Automobilfabrik Laurin & Klement beschäftigt. In diesem Jahr macht er sich gemeinsam mit seinem Cousin Jan Kašpar, dem ersten tschechischen Piloten, an die Entwicklung und Produktion ihres ersten Flugzeuges. Im Jahre 1913 gibt Jan Kašpar die Flugkarriere wegen der Absenz des internationalen Flugdiploms und dem funktionierenden Gerät auf und Eugen Čihák kommt so in den Vordergrund des damaligen medialen Interesses. Čihák hat seinen ersten Flug schon am 16. Juli 1911 durchgeführt, aber wegen technischen Problemen musste er vorzeitig landen. Es wird angeführt, dass während 1911 – 1914 Čihák 33 Flüge absolviert hat. Am 7. Mai 1913 hat Čihák das internationale Flugdiplom FAI mit der Ordnungszahl 51 erhalten. Seine Flugkarriere wurde jedoch nach dem Ersten Weltkrieg nicht erneut. Gemeinsam mit seinem Bruder hat er ein Lastwagenunternehmen betrieben und hat sich als Flugmechaniker ernährt, später auch als Verwalter des Flugplatzes in Kbely und Ruzyně. Während des Zweiten Weltkrieges hat er im Autoverkehr gearbeitet und nach einer kurzen Nachkriegsberühmtheit ist Eugen Čihák am 8. Mai 1958 in Prag gestorben.
Eugen Čihák hat während seines Lebens 16 Flugzeuge konstruiert. Sein best gelungenes Modell war Rapid vom Jahresende 1912, das damals die beachtenswerte Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h erreicht hat.

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Ausgabe der Sondermarke HISTORISCHE VERKEHRSMITTEL: PROTOTYP DES 1. TSCHECHOSLOWAKISCHEN WAGENS R1 FÜR DIE PRAGER METRO

Ausgabetag: 5. März 2014
Entwurf: Jiří Dufek
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Einheitliche Typographie der Ausgabe: Pavel Sivko
Format: 40 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.(Zusammendruck 25 Stk der Briefmarken Prototyp des 1. tschechoslowakischen Wagens für die Prager Metro und 25 Stk der Briefmarken Flugzeug von Eugen Čihák: Rapid, 1912)
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Schwarz
Briefmarke: der Prototyp des 1. tschechoslowakischen Wagens R1 für die Prager Metro
Ersttagsbrief: eine stilisierte technische Zeichnung des Erzeugers - der Abfederung des Rads der Achse der Garnitur R1 und der Text 40. .Jahrestag der Prager Metro. Im Sonderstempel ist das Logo des Betreibers und  der Text: Praha, 5.3.2014.

Maximum-Karte: am 5.März 2014 wird auch eine Maximum-Karte mit der Abbildung des  Prototyps des 1. tschechoslowakischen Wagens R1 für die Prager Metro herausgegeben, die die ganze Ausgabe vervollständigt.

Die Fahrzeuge R1 wurden ursprünglich von der Firma ČKD für die Prager Metro entwickelt, aber sie sind nie in die Prager Metro gekommen.  
Die Garnitur hat im Jahre 1968 begonnen sich zu entwickeln und im Jahre 1971 musste sie beendet werden. Eine große Einschränkung hat das Gewicht betroffen, und zwar deswegen, weil die Nuselský-Brücke (damals Gottwald-Brücke) nicht für eine so hohe Belastung gebaut wurde. 
Der Wagen war aus leichten Aluminiumlegierungen und aus dem Schichtpressstoff produziert und der sehr modernen Konzeption. Leider, zwei produzierte Prototypen sind nie mit Passagieren gefahren, obwohl sie alle Betriebs- und Belastungsteste auf der Probestrecke in Velim und auf der nicht beendeten Strecke beim Depot Kačerov ausgehalten haben. Aus nie geklärten Umständen ist es im Januar des Jahres 1972 zu einem Unfall gekommen, bei dem einer der Fahrzeugtypen gegen den anderen gestoßen ist und beide Garnituren R1 total zerstört wurden. Bei dem Unfall wurde der Hauptkonstrukteur Antonín Honzík verletzt. Nur zwei unbeschädigte Wägen aus beiden Garnituren wurden in das Brünner Technische Museum gebracht, wo der Fahrzeugtyp bis 1988 gerostet hat.
Die Prager Metro war dann während langer Jahrzehnte mit den Wägen der veralterten Konstruktion EČS (später 81-71, 81-71M und MI) von dem Lieferanten aus Mitišči (Sowjetunion) beliefert. Wegen der schweren sowjetischen Garnituren musste der Eisenbahnuntergrund in dem Innenraum der Nuselský-Brücke komplett rekonstruiert bzw. verstärkt sein.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe der Sondermarke 150 JAHRE DER TSCHECHISCHEN FEUERWEHR

Ausgabetag: 5. März 2014
Entwurf: Adolf Born
Stich des FDC´s: Bohumil Šneider
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in rotbraun
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: der historische Feuerwehrwagen und ein Feuerwehrmann, der das Feuer eines Hauses löscht
Ersttagsbrief: im Bildteil des Umschlags ist eine Zeichnung eines Feuerwehrmannes. Auf  dem Stempel ist ein Hund als ein Feuerwehrmann und der Text: Praha,  5.3.2014.

Der Kampf des Menschen gegen Brände umfasst die ganze Geschichte der Menschheit. Genauer gesagt, die Bemühung um die Bewältigung des Feuers. Denn das Feuer hat in der Entwicklung der Gesellschaft eine große Bedeutung und ist eines der Zivilisationsmerkmale geworden. Über die Anfänge der Kämpfe mit dem Feuer lesen wir im 10. Jahrhundert vor Christi, als der Erbauer Vitrius – lebend zu Zeiten von Caesar und Augustus – beschreibt, dass schon vor 200 Jahren der gelehrte Ktesibios aus Alexandria eine Feuerlöschspritze angefertigt hat. Diese Spritzen wurden in Ägypten, Rom und in den von Römern besetzten Gebieten verwendet. Im Grunde wurden sie mit unterschiedlichen Verbesserungen bis zum 18. Jahrhundert benutzt.
Die großen Brände der mittelalterlichen Städte haben dazu geführt, dass die Herrscher oder die Vertreter der Städte Richtlinien veröffentlicht haben, wie Brände zu vermeiden und zu löschen sind. Hierbei haben die Zünfte eine große Rolle gespielt – ihnen wurden die Aufgaben zugeteilt, wie und womit beim Löschen der Brände zu helfen (Beispiel ist der Status der Stadt Prag mit dem Namen „Über das Feuer“, aus dem 14. Jahrhundert). Ähnlich war es dann auch in den folgenden Jahrhunderten auf den feudalen Landbesitzen. Die Feueranweisungen waren im Grunde genommen die Gleichen, nur mehr detailliert. Die Bemühungen von Maria Theresia, den festen, zentralisiert gesteuerten Staat zu gestalten, haben einen Widerhall auch im Brandschutz gefunden, als sie im Jahre 1751 die Verordnung zum Feuerlöschen herausgegeben hat.
Eine wichtige Änderung hat die Erfindung der Dampfmaschine gebracht, die die Entwicklung der Brandschutztechnik sehr beeinflusst hat – die Dampfspritzen waren leistungsfähiger und haben ermöglicht Wasser über lange Strecken zu transportieren. Sie waren aber teuer und haben eine Fachbedienung verlangt, was dazu geführt hat, dass in großen Städten und Fabriken Gruppen von professionellen Mitarbeitern gegründet wurden, die für das Löschen der Brände gesorgt haben.
Das Revolutionsjahr 1848 und vor allem der Fall von Bachs Absolutismus haben in Österreich eine gewisse Entspannung gebracht, unter anderem auch das Vereinigungs- und Versammlungsrecht. In kleineren Städten, die kein Geld hatten, sodass sie die bezahlten Feuerwehrkorps ernährten, ist es allmählich zur Gestaltung der freiwilligen Feuerwehrmannschaften gekommen.
Das erste böhmische Feuerwehrkorps in Böhmen wurde im Jahre 1864 in Velvary gegründet. Eine große Bedeutung für die weitere Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr in den tschechischen Ländern hat die Hilfe der Mitglieder des Prager Korps der bezahlten Feuerwehrmänner bedeutet, die erlaubt hatten, die Übung in den Feuerwehrkorps außerhalb von Prag durchzuführen. In der angegebenen Zeit sind an vielen Orten die Sport-Feuerwehr-Einheiten entstanden, die sich später in Vereine und Korps der freiwilligen Feuerwehr aufgeteilt haben.

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 05.02.2014 (04.11.2014)

Ausgabe der Sondermarke OLYMPISCHE WINTERSPIELE IN SOTSCHI 2014

Ausgabetag: 5. Februar 2014
Entwurf: Pavel Hrach
Stich des FDC´s: Bohumil Šneider
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offset
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Blau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: ein Snowboarder
Ersttagsbrief: Im Bildteil des Umschlags ist ein Snowboarder abgebildet. Im Stempel gibt es einen  Snowboarder und den Text: Praha, 5.2.2014.

Die XXII. Olympischen Winterspiele werden vom 7. bis zum 23. Februar 2014 in der russischen Stadt Sotschi stattfinden. Darüber hat die Abstimmung der Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Guatemala-Stadt am 5. Juli 2007 entschieden. Die Spiele werden in zwei Zentren organisiert - in der Küstenstadt Sotschi und im Gebirgszentrum Krasnaja Poljana. Das hat der Präsident des IOC Jacques Rogge nach langer Abstimmung angekündigt.
  In der ersten Phase mussten die Kandidatenstädte nach der Genehmigung von ihren Nationalen Olympischen Komitees die Anmeldung und den ausgefüllten Fragebogen bis zum 1. Februar 2006 senden. Es waren folgende Städte: Sotschi (Russland), Salzburg (Österreich), Jaca (Spanien), Almaty (Kasachstan), Pyeongchang (Südkorea), Sofia (Bulgarien) und Bordschomi (Georgien). Drei Finalkandidaten wurden vom Executive-Rat des IOC am 22. Juni 2006 gewählt. Am 2. Oktober 2007 wurde das Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 gegründet.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe der Sondermarke PARALYMPISCHE WINTERSPIELE IN SOTSCHI 2014

Ausgabetag: 5. Februar 2014
Entwurf: Kryštof Krejča
Stich des FDC´s: Bohumil Šneider
Größe: 30 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offset
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Blau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Briefmarke: ein Sledge-Hockeyspieler
Ersttagsbrief: Im Bildteil des Umschlags ist ein Sledge-Eishockeypieler abgebildet. Im Stempel gibt es im Kreis den Text: Praha, 5.2.2014

Die Anfänge der Paralympischen Spiele sind dem Neurologen und Neurochirurgen Professor Ludwig Guttmann zugeschrieben. Der Zweite Weltkrieg hat die neue Sicht auf die Problematik der Rehabilitation für Personen mit gesundheitlicher Behinderung beeinflusst. Im Jahre 1944 hat Professor Guttmann das medizinische Zentrum in Stoke-Mandeville Hospital (GB) für die Heilung der Rückenmarkverletzten gegründet. Später ist er Gründer von International Stoke Mandeville geworden, Spiele für Leute mit Behinderungen des Bewegungsapparates. Diese Spiele waren Muster für die Paralympischen Spiele. Die ersten Paralymipschen Winterspiele haben im Jahre 1976 in Örnsköldsvik in Schweden stattgefunden.
Bei den IX. Paralympischen Winterspiele in der russischen Stadt Sotschi 2014 stehen fünf Sportarten am Programm: Ski Alpin, Biathlon, Ski Nordisch, Sledge-Eishockey und Rollstuhl-Curling.

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 20.01.2014 (17.10.2014)

Ausgabe der Sondermarke Tradition der Tschechischen Briefmarkengestaltung Ladislav Jirka, Kunststecher (1914 – 1986)

Ausgabetag: 20. Januar 2014
Entwurf: Libuše Knotková (Tochter von Ladislav Jirka)
Stich des FDC´s und der Linienzeichnung der Marke: Miloš Ondráček
Format der Briefmarke: 40 x 23 mm
Nennwert: 13 CZK
Druck: Vollfarbiger Offsetdruck mit der Linienzeichnung
Gedruckt in Bögen zu: 30 Stk.
Markenheftchen: 8 Briefmarken und 4 Zf.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Druck des FDC´s: Stahlstichtiefdruck in schwarzbraun
 

Briefmarke: das Porträt von Ladislav Jirka und hinter ihm sind die drei Briefmarken, die er von seinem Werk am meisten geschätzt hat: Brautjungfer – Kunst, 2009 (K. Svolinský), Birken-Rotkappe, 1958 (K. Svolinský) und ein Detail vom  Rosenkranzfest – Kunst 1971 (A. Dürer).
Heftchen: 8 Briefmarken mit 4 Zierfeldern (Heftchenblatt). Auf zwei Zierfeldern gibt es eine Skizze der Briefmarke Pilsen aus der Ausgabe Weltausstellung Praga 1962. Auf den weiteren zwei Zierfeldern gibt es eine Skizze der Briefmarke 80 Jahre des Nationaltheaters  aus dem Jahre 1963. Die Zierfelder in der Größe der Briefmarke sind mit Offset in Schwarz gedruckt.
Ersttagsbrief: Ladislav Jirka bei der Arbeit. Im Sonderstempel gibt es in der Lupe die Unterschrift von L. Jirka und den Text: Praha, 20. 1. 2014.

Ladislav Jirka (1914-1986) wurde in Třemošná bei Pilsen geboren. Das Stecherhandwerk hat er ab 1928 bei František Malinský in Pilsen gelernt. Im Jahre 1936 ist er in die Stecherabteilung des geografischen Amtes der Armee eingetreten. Die Prüfung in der Staatsdruckerei für Wertzeichen hat er im Jahre 1939 abgelegt, wo er begonnen hat an den Stichen für Banknoten zu arbeiten.

Im Jahre 1948 hat er sich auch in die Briefmarkengestaltung mit dem Porträt von Ludwig Stur (Ľudovít Štúr) eingeschaltet, nach dem Entwurf von Karel Svolinský. Dieses Treffen mit Svolinský ist in eine langjährige Zusammenarbeit übergegangen. Jirka hat viele Svolinsky Briefmarken mit folkloristischer und vor allem naturwissenschaftlicher Thematik gestochen. Er verwendete auch Entwürfe von anderen bedeutenden Künstlern, von denen er sich am meisten an die Zusammenarbeit mit Mirko Hanák, Cyril Bouda und Josef Liesler erinnert hat. Gleichzeitig hat er sich an Darstellungen klassischer Werke der bildenden Kunst beteiligt. Für seine Briefmarken- und Kunst-Gestaltung wurde er einige mal ausgezeichnet.

Tschechische Briefmarken

Ausgabe der Buchstabenfreimarke „A“ mit Leerfeldern für Zudrucke GLÜCKSBRINGER

Ausgabetag: 20. Januar 2014
Entwurf: Jiří Slíva
Format der Briefmarke:  23 x 30 mm mit dem Zierfeld in derselben Größe
Nennwert: A (= der Preis für einen inländischen Standardbrief bis  zu 50 Gramm – derzeit in der Höhe von 13 CZK)
Druck der Briefmarke und des FDC´s: Mehrfarbiger Offsetdruck
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Gedruckt in Klbg zu: 9 Briefmarken und 12 Zierfelder
Briefmarke: Auf der Briefmarke ist ein sitzender Hund der von einem vierblättrigen Kleeblatt abbeißt.
Zierfelder: Die Briefmarke wird im Kleinbogen mit 9 Briefmarken und 12 Zierfeldern herausgegeben.  Auf 9 Zierfeldern ist zum Ausgabedatum ein sitzender Hund aufgedruckt, mit der Leine an die Lampe angebunden und vor ihm liegt ein geöffnetes Buch. Auf den Zierfeldern im rechten Teil des Kleinbogens sind im oberen rechten Zierfeld vierblättrige Klees in der  Vase, im mittleren und unteren Zierfeld ist ein vierblättriger Klee abgebildet. Ein Teil der Auflage wird mit leeren Zierfeldern gedruckt, auf denen die Zudrucke nach Wunsch
des Kunden angefertigt werden.

Ersttagsbrief: ein auf einer Malerpalette sitzender Hund. Der Umschlag ist mit vollfarbigem Offset gedruckt. Auf dem Stempel ist das Motiv eines vierblättrigen Klees und der Text: Praha, 20. 1. 2014.

Tschechische Briefmarken

Tschechische Briefmarkenausgaben 2013

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