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Neuausgaben und News zu Briefmarken der Tschechischen Republik

Hier finden Sie Infos zu Neuausgaben und weitere News zu Briefmarken der Tschechischen Post.

Von Thomas Schmidtkonz

Hauptbriefmarkenseite

Weitere Briefmarken - News

Nachrichten über neue Briefmarken Tschechiens

Tschechische Briefmarken

Briefmarke der Tschechischen Republik von 2012 zum 100. Geburtstag Josef Lieslers

Leuchtturm Albenverlag

Briefmarken Tschechiens und der Tschechoslowakei bei ebay er- oder versteigern

Inhalt

Einleitung News / Neuausgaben Neueste Tschechische Briefmarkenausgaben Tschechische Briefmarkenausgaben 2011
Tschechische Briefmarkenausgaben 2010 Tschechische Briefmarkenausgaben 2009 Tschechische Briefmarkenausgaben 2008 Tschechische Briefmarkenausgaben 2007
Tschechische Briefmarkenausgaben 2006 Tschechische Briefmarkenausgaben 2005 Hauptbriefmarkenseite  

Einleitung

Die Tschechische Post gibt viele künstlerisch ansprechende Briefmarken heraus. Wegen der reichhaltigen Motive kommen auch Motivmarkensammler auf ihre Kosten. Hier werden regelmäßig die tschechischen Briefmarkenneuheiten vorgestellt.

Die offizielle Adresse für die Ausgabestelle tschechischer Marken lautet:
POSTFILA, Exportabteilung, Ortenovo nám. 16, 170 24 Praha 7

Website der Tschechischen Post

News / Neuausgaben

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 18.04.2012 (18.04.2012)

Herausgabe der Sondermarke 500 Jahre des hebräischen Buchdrucks in Prag

Entwurf: Renáta Fučíková
Linienzeichnung der Briefmarke und  Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Format: 33 x 33 mm
Nennwert: 25 CZK
Druck der Briefmarke: Mehrfarbiger Offsetdruck mit Linienzeichnung
Druck des FDC´s: Flachstahldruck in Schwarz
Gedruckt in Bögen zu: 35 Stk.
Anzahl des FDC´s: 1 Stk.

Briefmarke: Auf der Briefmarke ist der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets – Aleph, abgebildet. Er ist am Anfang des Alphabets und charakterisiert so treffend den Beginn des Drucks. Seine zentrale Platzierung entspricht der Rennaissancekomposition, dem Stil der Zeit vor 500 Jahren und vervollständigt so zweckmäβig das Quadratformat der Briefmarke. Alles ist symmetrisch konzipiert und es soll einen Blick auf einen alten Druck hervorrufen.


Ersttagsbrief: Im Bildteil des Umschlags ist ein Festessen in einem jüdischen Haus mit einer Familie in glücklicher Stimmung und in der Atmosphäre der Zusammengehörigkeit und Intimität dargestellt. Auf dem Stempel ist ein böhmischer Löwe mit Druckertampons in seinen Pfoten und der Text: Praha, 18.4.2012.

Im Dezember 2012 vergehen fünfhundert Jahre seit dem Druck des ersten hebräischen Buches in Prag. Dank seiner Ausgabe wurde Böhmen und dessen Hauptstadt – nach einigen Standorten in Italien und an der Iberischen Halbinsel und Konstantinopel – einer der ersten Orte, wo die hebräischen Druckereien, geführt von jüdischen Druckern, wirkten. Außer Prag wurde auf unserem Territorium mit hebräischen Typen nur noch in Prostějov, zu Beginn des 16. Jahrhunderts und später, in der zweiten Hälfte des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts auch in Brünn und vorübergehend in Mikulov gedruckt. In Prag ist der hebräische Buchdruck in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges untergangen. Vor allem in der ältesten Zeitperiode haben die jüdischen Drucker die engeren Berufs- und Handelsbeziehungen mit ihren christlichen Kollegen, Drucker oder Schneider der Illustrationen und dekorativen Druckplatten verbunden. Auch dank dieser Aufgeschlossenheit zeichnen sich die Prager hebräischen Drucke vor allem im 16. Jahrhundert durch ihre typografische Anpassung und Verzierung aus, also z.B. Pessach-Haggada (Erzählungen und Gebete zum Fest der ungesäuerten Brote) aus dem Jahre 1526, wird von den Kennern der hebräischen Typografie für eines der schönsten hebräischen Bücher überhaupt gehalten. Gegenüber der eingeführten Vorstellung waren die hebräischen Bücher illustriert, und zwar auch die figurativen Szenen. Manchmal wurden die Platten von den christlichen Druckern übernommen, meistens aber in Bezug auf die völlig unterschiedliche Ikonografie der jüdischen Tradition sind auf Bestellung entstanden. In den ältesten Prager hebräischen Editionen finden wir auch das Wahrzeichen der Stadt Prag, verwendet als bedeutendes visuelles Identifizierungsmerkmal und ohne Zweifel auch Ausdruck des lokalen Stolzes – auch hier haben sich die Prager jüdischen Drucker von ihren christlichen Kollegen-Druckern inspirieren lassen.

Die meisten Produktionen der jüdischen Druckereien haben die religiöse Literatur, Gebetsbücher sowie Bibeln als auch religiös-rechtliche Texte und Kommentare dazu gebildet. Ende des 16. Jahrhunderts hat man begonnen in Prag auch die Literatur in der jiddischen Sprache (geschrieben oder gedruckt auch mit hebräischer Schrift) herauszugeben, mit der die böhmischen Juden gesprochen haben und womit auch die weniger gebildeten Männer und Frauen frei lesen konnten). Für sie wurden in Jiddisch außer der Übersetzungen der Bibel, Gebeten und ethischer Texte auch die Unterhaltungsliteratur, Lieder und verschiedene praktische Handbücher gedruckt. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde Prag zum europäischen Zentrum des Jiddischen-Buchdruckes. Gemeinsam mit der Emanzipation und der Assimilation der böhmischen und mährischen Juden im 19.Jahrhundert ist der Bedarf an dieser Literatur untergegangen. Die jüdischen Verlage haben bereits meistens auf Deutsch oder Tschechisch gedruckt. In Hebräisch wurden nur die Gebetstexte und die Bibel, notwendig für die religiöse Praxis, herausgegeben.
Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 04.04.2012 (18.04.2012)

Herausgabe der Sondermarke Persönlichkeiten: Johann Gregor Mendel (1822 – 1884)

Entwurf: Karel Šafář
Stich: Bohumil Šneider
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 20 CZK
Druck der Briefmarke:
Rotationsstahldruck komb. mit Tiefdruck
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Dunkelgrün
Farben der Briefmarke: Dunkelgrün (Rastdr.) Hellgrün, Orange, Blau-Violett und Violett
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.

Johann Gregor Mendel (20. Juli 1822, Heinzendorf/Hynčice – 6. Januar 1884, Brünn/Brno) war Naturwissenschaftler deutscher Nationalität, Gründer der Genetik und Entdecker der grundlegenden Gesetze der Vererbung. Nach der Grundschule in Heinzendorf (Hynčice) hat der junge Johann die piaristische Schule in Lipník nad Bečvou besucht. Die mittelschulische Ausbildung hat er mit dem Abitur am Gymnasium in Troppau (Opava) abgeschlossen. Von 1840 bis 1843 hat er an der Philosophischen Fakultät der Universität in Olmütz studiert. Zu dieser Zeit hat in Olmütz die Naturgeschichte und Ackerbau Johann Karl Nestler unterrichtet, der bedeutende Forscher auf dem Gebiet der Tier- und Pflanzenveredelung, dessen Forschung der Schafszucht nach Ansicht einiger Autoren die spätere Arbeit Mendels beeinflusst hat. Ein weiterer Olmützer Professor, der Mendel bedeutend beeinflusst hat, war Friedrich Franz. Während des Studiums hat sich Mendel vorwiegend mit Konditionen ernährt. Aus finanziellen Gründen und auf Wunsch seiner Mutter ist er ins Seminar eingetreten. Im Jahre 1843 ist er in die Augustiner-Abtei St. Thomas in Alt Brünn gekommen und hat den Ordensnamen Gregorius angenommen (der Klosterbruder verwendet gerade diesen Namen an erster Stelle).

Mit 28 Jahren hat er sich als Hilfslehrer (Griechisch, Latein, Deutsch und Mathematik) des Gymnasiums in Znaim (Znojmo) zu Lehrerprüfungen in Naturkunde und Physik an der Universität in Wien angemeldet. Die Prüfungen hat er allgemein nicht bestanden, paradoxerweise wegen des Misserfolgs in Naturkunde. In den Jahren 1851-1853 hat Mendel Mathematik, Physik, Chemie, Botanik, Zoologie und Paleontologie studiert. Im Jahre 1853 hat er das Studium an der Universität in Wien beendet, und es ist ihm, wegen einer plötzlichen schweren Krankheit, nicht gelungen die Lehramtsprüfungen abzulegen. Kurz hat er noch als Hilfslehrer der Naturkunde und Physik an der 1. deutschen Realschule in der Jánská-Straße gelehrt. Während seiner Studien hat er sich sehr für Physik, Mathematik und Meteorologie interessiert. Dank des gründlichen Studiums dieser Wissenschaften wurde er sich der Wichtigkeit der Mathematik und Statistik für die Erklärung der Naturprozesse bewusst. Dies hat er später während seiner Versuche mit Erbsen ausgenutzt. Nach dem Tod des Abtes Napp wurde er zum Abt des Augustinerklosters gewählt und in dieser Funktion hat er eine wichtige Persönlichkeit von Brünn und Mähren in der damaligen österreichisch-ungarischen Monarchie dargestellt. Als Abt ist er am 6. Januar 1884 gestorben und ist am Zentralfriedhof in Brünn begraben. Das Orchester hat bei seiner Beerdigung, der vom Kloster in den Studien in Brünn unterstützte Gebürtige aus Lachei, Leoš Janáček, dirigiert.
Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 21.03.2012 (29.03.2012)

Ausgabe der Buchstabenfreimarke „A“ mit Leerfeldern für Zudrucke DAS REGIONALMOTIV

Entwurf: Jiří Slíva
Format: 23 x 30 mm
Nennwert: A(= der Preis für einen inländischen Standardbrief bis  zu 50 Gramm – derzeit in der Höhe von 10 CZK)
Druck der Briefmarken und der FDC´s: Mehrfarbiger Offsetdruck
Anzahl der FDC´s: 1 Stk.
Gedruckt in Klbg zu: 9 Briefmarken und 12 Zierfelder

Zierfelder: Der rechte Rand des Kleinbogens ist mit drei Zierfeldern mit folgenden Motive ergänzt:
Zwei Touristen, die einen Wegweiser tragen, ein Vater-Tourist mit seinem Sohn,  sitzend auf dem Wegweiser und auf dem dritten Zierfeld ist eine Touristin die den Wegweiser gießt. Die weiteren Zierfelder werden zum Ausgabetag mit einer  Abbildung eines Touristen, der einen Wegweiser auf seiner Schulter trägt, herausgegeben. Ein Teil der Auflage wird mit leeren Zierfeldern für Zudrucke nach dem Wunsch der Kunden gedruckt.

Ersttagsbrief: eine Landkarte der Tschechischen Republik, in der Art eines Puzzles. Der Umschlag  ist mit mehrfarbigem Offsetdruck in Schwarz, Rot, Gelb, Blau und Grün gedruckt. Auf dem Stempel gibt es einen Wegweiser und den Text: Praha, 21.3.2012.
Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 07.03.2012 (29.03.2012)

Herausgabe der Sondermarken SCHÖNHEITEN UNSERES LANDES

Entwurf der Marken: Prof. Zdeněk Ziegler
Stiche: Václav Fajt
Formate: 40 x 26 mm, 26 x 40 mm
Nennwerte:14 CZK, 18 CZK
Druck der Briefmarken und der FDC´s: Plattenstichtiefdruck  Gedruckt in Kleinbögen zu: 8 Stk.
Anzahl der FDC´s: 2 Stk.
Farben der Briefmarken:
14 CZK – Dunkelbraun, Blau und Rot
18 CZK – Schwarz, Ocker, Blau und Rot
14 CZK Marke: die Grafik von Michael H. Rentz
18 CZK Marke: die Statue der Klugheit


Erstagsbriefe: mit der 14 CZK Marke: ein Teil der Grafik von M.H.Rentz. Auf dem Stempel ist das Motiv von  M.H. Rentz und der Text: Kuks, 7.3.2012 gedr. in Braun-Schwarz mit der 18 CZK Marke: die Statue des Neides. Auf dem Stempel ist das Motiv der Grafik und in der Mitte der Text: Kuks, 7.3.2012 gedr. in Grau-Braun
 
KUKS (Kukus)

Eines unseres schönsten Gebiete finden wir in der reizvollen Gegend im Podkrkonoší (Riesengebirgsvorland) 5 km von Dvůr Králové (Königinhof) entfernt. Wir verdanken es dem Grafen Franz Anton von Sporck, der in den Jahren 1694 – 1724 eine Adelsresidenz ausgebaut hat, die zum Zentrum des ganzen Herrschaftsgutes wurde. Den Anstoß für die Gründung hat das günstige Ergebnis der medizinischen Untersuchung der hiesigen Mineralquellen gegeben. Den Namen Kuks (auch Kux) hat der Begründer in Erinnerung an die Goldgruben gegeben, deren Spuren in der Umgebung entdeckt wurden.
Die Achse des Areals hat die Elbe geschaffen. Am linken Ufer waren die Gebäude weltlich, am rechten Ufer kirchlich. Alles wurde mit Gärten, Skulpturen und Fontänen ergänzt und mit einer Brücke (technische Sehenswürdigkeit) über den Fluss verbunden. Zunächst wurde die Kapelle Maria-Himmelfahrt anstelle des älteren Holzbaus über der Wasserquelle beendet. Im Jahre 1699 wurde das Gastwirtshaus Zur Goldenen Sonne eröffnet, die Brücke über die Elbe und unter den Treppen das Dianabads errichtet. Im Jahre 1700 wurden das Lusthaus und das Taubenhaus fertig gestellt, 1701 die Windmühle, 1702 das Holztheater und ab 1703 wurde die hölzerne Rennbahn gebaut. Im Jahr 1704 wurde das provisorische Badegebäude durch ein gemauertes Objekt ersetzt und es wurden die Häuser für die Gäste errichtet. Im Jahre 1707 wurde der Bau der Spitalkirche gestartet und im Jahre 1708 das Spital. Im Jahre 1710 wurde das Schloss, danach, in den Jahren 1720-22 das Kurhaus, die Wäscherei und das Philosophische Haus mit einer Bibliothek gebaut. 1724 sind das Verwaltungsgebäude und ein weiteres Gasthaus entstanden. Längst nicht alles blieb bis heute erhalten, ein Torso ist vor allem vom weltlichen Teil geblieben. Im Jahre 1740 hat das Hochwasser die Rennbahn, das Lustschloss und das Taubenhaus zerstört. Im Jahre 1901 wurde das Schloss abgerissen. Die Dominante des heutigen Naturschutzgebietes ist die zentrale Spitalskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, das Werk von B. B. Alliprandi.

STATUEN VON MATTHIAS b. BRAUN AUF DEM SCHLOSS KUKS

Die Hauptsehenswürdigkeit von Kuks ist die bildhauerische Ausschmückung. Im Garten des Spitals gibt es eine Reihe von Plastiken, einschließlich der Zwerge, die ursprünglich die Renne-Bahn schmückten. Das größte Interesse weckt jedoch die Galerie der 12 Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe, Geduld, Klugheit, Tapferkeit, Keuschheit, Fleiß, Freigebigkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Fröhlichkeit) und 12 Laster (Stolz, Geiz, Wolllust, Neid, Völlerei, Zorn, Faulheit, Verzweiflung, Leichtfertigkeit, Lüge, Arglist und Betrug). Bis auf die Statue Betrug (Werk von B. Seeling aus dem Jahre 1833) handelt es sich um Skulpturen von M. B. Braun aus den Jahren 1715-18. In dem Areal finden wir noch weitere bildhauerische Ausschmückungen. Etwa 3 km westlich von Kuks auf dem bewaldeten Bergrücken zwischen Stanovice (Stangendorf) und Hřibojedy, in freier Natur zwischen Bäumen versteckt, ist eine weitere Ansammlung von Skulpturen von M. B. Braun und seiner Schüler, geschaffen in den Jahren 1726-33 und benannt nach dem Hauptmotiv - Bethlehem. Die bekannteste aus der Reihe der Skulpturen ist die Statue des Eremites Onuphrius, der büßende Riese, gebeugt über einen menschlichen Schädel, deren Kopie uns erfolgreich bei der Weltausstellung in Osaka repräsentiert hat.
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Tschechische Briefmarken

Herausgabe der Sondermarke 150. Jahrestag der Gründung der Gelehrtengesellschaft für tschechische Mathematiker und Physiker

Entwurf: Pavel Hrach
Stich des FDC´s: Jaroslav Tvrdoň
Format: 40 x 23 mm
Nennwert: 10 CZK 
Druck der Briefmarke: Vollfarbiger Offsetdruck
Druck des FDC´s: Plattenstichtiefdruck in Blau
Gedruckt in Bögen zu: 50 Stk.
Anzahl des FDC´s: 1 Stk.

Briefmarke: mathematische und physikalische Symbole
Ersttagsbrief: Der Bildteil des Umschlags ergänzt die Ausgabe thematisch. Auf dem Stempel ist  im Kreis des Textes Praha und 7.3.2012 die Zahl 150 abgebildet, in der Null ist in der Bruchzahl der Text JČMF platziert.

Die Einheit der tschechischen Mathematiker und Physiker (JČMF) ist eine der ältesten bisher existierenden Gelehrtengesellschaften in der Tschechischen Republik. Sie wurde im Jahre 1862 als Verein für freie Vorlesungen in Mathematik und Physik (Einheit der tschechischen Mathematiker) gegründet. Ihre Mission war von Anfang an die Verbesserung des Unterrichtes von Mathematik und Physik an Schulen aller Stufen und Typen und weiters zur Förderung und Entwicklung dieser Wissenschaften errichtet. Infolge der patriotischen Bemühungen wurde der Verein 1869 erweitert (Einheit der tschechischen Mathematiker und Physiker). Die Mitgliedschaft der Einheit hat größtenteils aus Professoren der Mittelschulen und Institute der höheren Ausbildung sowie auch aus Professoren der Hochschulen und aus Wissenschaftlern bestanden. Im Jahre 1870 hat die Einheit begonnen die Berichte der Einheit der tschechischen Mathematiker und Physiker herauszugeben, von denen 2 Jahre später im Jahre 1872 die der Mathematik und Physik gewidmeten Zeitschrift (Zeitschrift zum Pflegen der Mathematik und Physik) entstanden ist. Sie war überhaupt die erste mathematische Zeitschrift in Österreich-Ungarn. Ein Jahr später gab die Einheit schon Lehrbücher und wissenschaftliche Monographien heraus. Nach der Entstehung der selbstständigen Tschechoslowakei wurde sie de facto zum monopolen qualifizierten Herausgeber von Lehrbüchern, Fachbüchern und Zeitschriften mit der mathematisch-physikalischen Thematik. Anfang der 50er Jahre musste die Einheit ihr Vermögen zugunsten der neu entstandenen Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften übertragen, und wurde zur gelehrten Gesellschaft bei ČSAV (Tschechoslowakische Akademie der Wissenschaften). Der mathematische Teil ihrer Bibliothek wurde als Grundlage des Fonds der Bibliothek des Mathematischen Instituts, wo sie bis heute betreut wird. In den Jahren 1921 bis 1939 und 1945 bis 1993 wurde der Name Einheit der tschechoslowakischen Mathematiker und Physiker verwendet.
Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 15.02.2012 (29.02.2012)

Herausgabe der Sondermarke Jiří Trnka

Ausgabetag: 15. Februar 2012
Entwurf: Pavel Sivko
Stich: Václav Fajt
Größe: 40 x 23 mm
Nennwert: 10 CZK
Druck: Rotationsstahldruck komb. mit Tiefdruck
Druckbogen: 50 Stk. - auf den Druckbögen ist am Rand ein Strichcode aufgedruckt.
Druck des FDC´s: Flachstahlplattendruck in Braun
Farben der Briefmarke: Schwarz (Rastdr.) Blau, Purpurrot, Gelb und Grau
Briefmarke: das Porträt von Jiří Trnka. Neben ihm links ist die Marionette von Puck, aus dem Film Sommernachtstraum, der sich mit einer Rose in der Hand, beugt.

Ersttagsbrief: ein Papier mit der Zeichnung von J. Trnka „baba Zimnice“ (Frau Frost) aus dem Buch  von František Hrubín „Pohádka o Květušce a její zahrádce“ (Märchen über Květuška und ihren Garten), über dem Papier liegen verschiedene Utensilien die man  für die künstlerische Arbeit (Bleistift, Pinsel und Meißel) benötigt. Der Umschlag ist mit dem Stahldruck auf dieser Fläche in Braun gedruckt. Auf dem Stempel gibt es eine J.Trnka-Karikatur von Adolf Hofmeister und den tschechischen
Text: Prag, den  15.Februar 2012.

Professor Jiří Trnka (24. Februar 1912, Petrohrad – 30. Dezember 1969, Prag) war tschechischer bildender Künstler, Illustrator, Bildhauer, Drehbuchautor und Regisseur von Animationsfilmen und einer der Mitbegründer des tschechischen Animationsfilmes.

Von klein auf war er im engen Kontakt mit Marionetten, die in seiner Familie hergestellt wurden. In den Jahren 1929-1935 hat er die Kunstgewerbeschule in Prag besucht. Zuerst hat er die Kulissen für die Theater Spejbl und Hurvinek (Divadlo Spejbla a Hurvínka ) von J. Skupa in Pilsen entworfen und gestaltet; später im heutigen Prager Theater Rokoko (Divadlo Rokoko) hat er sein eigenes Marionettentheater betrieben. Bei seinem ersten Treffen mit dem Puppentrickfilm hat er für Werbezwecke die Figur Hurvinek geschaffen. Während des 2. Weltkrieges hat er sich ins Prager Theaterleben mit Entwürfen der Szenen und Kostümen eingeschaltet. 1945 war er Mitbegründer vom Studio im Trick (Bratři v triku). Im Jahre 1967 wurde er zum Professor an der Kunstgewerbehochschule ernannt. Die Arbeit hat ihm jedoch seine lange und schwere Krankheit erschwert, der er am 30. Dezember 1969 erlegen ist. Begraben ist er am Zentralfriedhof in Pilsen.

In seinen Filmen hat er mit Vorliebe Marionetten verwendet. Zu seinen bekanntesten Puppentrickfilmen gehören Staré pověsti české (Alte böhmische Sagen) und Dobrý voják Švejk (Der brave Soldat Schwejk), gesprochen von seinem Freund J. Werich, und der abendfüllende Film nach der Vorlage von W. Shakepeare Sen noci svatojánské (Sommernachtstraum). Weitere berühmte Werke aus den 60er Jahren sind zum Beispiel die Filme - Kybernetická babička (Kybernetische Großmutter) und Ruka (Hand) - die die Totalität darstellen. Für Kinder hat er das Märchenbuch Zahrada (Garten) geschrieben und illustriert.

Tschechische Briefmarken
Herausgabe der Sondermarke 150. JAHRESTAG DER GRÜNDUNG DER SPORTVEREINIGUNG SOKOL

Ausgabetag: 15. Februar 2012
Entwurf: Otakar Karlas
Stich des FDC´s: Bohumil Šneider
Format: 23 x 40 mm
Nennwert: 14 CZK
Druck: vollfarbiger Offsetdruck
Druckbogen: 50 Stk. - auf den Druckbögen ist am Rand ein Strichcode aufgedruckt.
Druck des FDC´s: Stahlstichtiefdruck in Braun

Briefmarke: ein Teil der Fahne des tschechischen Sokol, von Josef Mánes aus dem Jahre 1862, ursprünglich im Besitz von Sokol, heute vom Nationalmuseum (Národní muzeum).


Ersttagsbrief: das Miroslav Tyrš-Denkmal vom Bildhauer Ladislav Jan Šaloun, das am Hof  des Tyrš-Hauses steht. Der Umschlag ist mit Stahlstichtiefdruck auf dieser Fläche in Braun gedruckt. Auf dem Stempel ist unter dem Text und dem Datum das Sokol-Logo
und der tschechische Text: Prag, 15. 2. 2012.

Česká obec sokolská (ČOS) (Tschechische Sokol-Vereinigung) ist in der Tschechischen Republik die viertgrößte Bürgervereinigung. Ihre fast 190 000 Mitglieder widmen sich freiwillig den Sportarten, Bewegungsaktivitäten in den Gruppen der Sokol-Vielseitigkeit und Kulturtätigkeit und in den Folklore- und Marionetten-Ensembles.

Die antike Idee der Kalokagathie entwickelt von Dr. Miroslav Tyrš und seinen Nachfolgern hat die Grundlage der gesellschaftlichen Bewegung gegeben, die sich mit der Entstehung und weiteren Schicksalen des tschechischen (tschechoslowakischen) Staates verbunden hat. Sokol war viermal verboten oder in seiner Tätigkeit bzw. Ausübung durch Kriege oder das totalitäre Regime eingeschränkt. Sie hat im Ausland überlebt, in den Kommunitäten der Landsleute auf allen Kontinenten der Welt.

Im Jahre 1990 wurde sie wieder entdeckt und hat an die Programmtraditionen angeknüpft, verbunden mit dem erzieherischen Einfluss des Menschen, verantwortlich für sich selbst, für die Gemeinde und für den demokratischen Staat. Die Česká obec sokolská (Sokol-Vereinigung) modernisiert, beim Betreten des neuen Jahrhunderts, ihr Programm. Sie unterstützt die Sportleistungen in ungefähr sechs Dutzend der Sportarten, die in der Sokol-Vereinigung organisiert sind. In Gymnastik, Handball, Basketball, in Judo und auch in der Athletik zeigen die Sokol-Sportler Liga- bis Nationalteam-Niveau. Die Sokol-Vereinigung sichert neue Sportarten, deren bestes Beispiel der akrobatische Rock 'n' Roll, mit dem Weltmeister-Titel, ist.

Der größte Teil der Sokol-Vereinigung ist die Abteilung der Sokol-Vielseitigkeit, in der das Programm der Bewegungsaktivitäten und Erholungssporte für alle Leute gestaltet wird, einschließlich der Behinderten. Die Sokol-Organisationen in den Landkreisen und in den Einheiten haben erheblich die Verbreitung des humanitären Laufes Terry Fox in der Tschechischen Republik beeinflusst, der, gemeinsam mit Kanada, in der Teilnehmeranzahl den führenden Platz auf der Welt belegt.

Tschechische Briefmarken

Neue Tschechische Briefmarkenausgaben am 20.01.2012 (09.02.2012)

Ausgabe der Freimarke VOLKSARCHITEKTUR

Ausgabetag: 20.Januar 2012
Entwurf: Jan Kavan
Stich: Bohumil Šneider
Format: 23 x 19 mm
Nennwert: 6 CZK
Druck der Briefmarke: Rotationsstahlstichdruck komb. mit Tiefdruck 
Farben der Briefmarke: Braun (RStDr.), Altrosa
Gedruckt in Bögen zu: 100 Stk.

Briefmarke: die Gemeinde Vidim (Horní und Dolní) – Bezirk Mittelböhmen, Kreis Mělník – mit der dörflichen Denkmalzone. Die Liegenschaft – Haus-Nr. 73, ist zusammen mit dem Etagen-Speicher die wertvollste und am besten erhaltene Sehenswürdigkeit der Volksarchitektur in dieser Gemeinde. Gleichzeitig repräsentiert es einen Typ des Fachwerkhauses in dem ganzen Gebiet Kokořínsko.

Tschechische Briefmarken
Ausgabe der Sondermarke TRADITION TSCHECHISCHER BRIEFMARKENGESTALTUNG: Josef Liesler – 100. GEBURTSTAG

Ausgabetag: 20. Januar 2012
Entwurf: Oldřich Kulhánek
Stich: Miloš Ondráček
Format:  40 x 23 mm
Nennwert: 10 CZK
Druck: Rotationsstahldruck komb. mit Tiefdruck
Gedruckt in Bögen zu: 30 Stk.
Markenheftchen: 8 Briefmarken und 4 Zf.
Druck des FDC´s: Stahlstichtiefdruck in Violett
Farben der Briefmarke: Schwarz (StTdr. ) Violett, Gelb, Blau und Orange

Briefmarke: ein Porträt von Josef Liesler gemeinsam mit seinem nicht angenommenen gestalterischen Entwurf der Briefmarke für das Internationales Musikfestival Prager Frühling 1986. Die Briefmarke erinnert an seinen 100. Geburtstag.

Heftchen: 8 Briefmarken und 4 Zierfeldern (Heftchenblatt). Auf dem Zierfeld ist eine Grafik und Lieslers Unterschrift abgebildet. Das Zierfeld in der Größe einer halben Briefmarke ist mit Rotationsstahldruck in Violett, Blau und Schwarz gedruckt.
Ersttagsbrief: ein Motiv aus dem Bild Karnevalsnacht. Auf dem Stempel gibt es Lieslers Unterschrift und den Text: Praha, 20.1.2012.

Die, in diesem Jahr herausgegebene Briefmarke, erinnert an den 100. Geburtstag des nächsten bedeutenden Gestalter von tschechischen Briefmarken - Josef Liesler.
Josef Liesler (19. September 1912, Vidolice bei Kadaň – 23. August 2005, Prag) war tschechischer Maler, Grafiker und Illustrator. In den 30er Jahren hat er die Hochschule für Architektur und Hochbau absolviert. Bereits während seines Studiums wurde bei Liesler großes gestalterisches Talent erkannt.

In den Jahren 1945 bis 1949 hat er Zeichenkurse geführt. Auf seine pädagogische Wirkung war er das ganze Leben lang stolz und ließ sich gerne mit - Herr Professor - ansprechen. Das Zeichnen hat er für die Grundlage der Kunst gehalten. Deswegen hatte er Grafik und vor allem Lithographie gern, wo er das Zusammenspiel der genauen Linie und Farbe zur Geltung bringen konnte.

In die Geschichte der tschechischen Kunst ist er im Oktober 1939 getreten, wo er gemeinsam mit einigen Künstlern im Salon bei Topič eine eigenständige Ausstellung veranstaltet hat. Der Name diesers Gruppe hat Sedm v říjnu (Sieben im Oktober) gelautet. Die Anregung zum Auftritt hat ihnen der Bildhauer Vincent Makovský gegeben, der im Gasthof U Štýdlů den jungen Talenten seinen Termin für die Prager Ausstellung mit der Aufforderung: „Zeigen Sie mir also, was Sie können!“, angeboten hat.

Liesler war damals Bekenner der Expression. Seine Bilder haben die Zeit der Besatzung reflektiert, die er mit Symbolen angenähert hat. Mit seiner Seele war er immer Humanist und er hat sich auch mit seiner Kunst gegen jegliche Form der Unfreiheit gewandt.

Seine Bilder überschwemmen uns mit dem Reichtum an Formen und mit kräftiger Buntheit.
Schon als junger Mann wurde er während der Kriegszeit in den renommierten Kunstverein Mánes aufgenommen. Er hat auch zu den ältesten lebenden Mitgliedern Hollar, der künstlerischen Gemeinschaft, gehört, zu der er sich immer stolz gemeldet hat. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, z.B. den ersten Preis Unesco für die schönste Briefmarke der Welt (1975). Er hat mehr als hundert Briefmarken entworfen, auch wenn er bei den Philatelisten zuerst nicht so beliebt gewesen ist – er war für sie zu modern und unkonventionell. Der Präsident hat ihm eine Medaille für seine Verdienste verliehen. Er hat seine Mitgliedschaften an der Florentiner Akademie und an der königlichen belgischen Kunstakademie hochgeschätzt.

Tschechische Briefmarken

Tschechische Briefmarkenausgaben 2011

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