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Der Vietnamkrieg auf Briefmarken

Geschichtliche Zeugnisse auf Briefmarken von einem langen und schrecklichen Krieg in Indochina
von Thomas Schmidtkonz


Portomarke von Nordvietnam mit Soldat vor Panzern und Flugzeugen im Sturmangriff

Der "Traum" von der Einigung Vietnams, der zuerst einmal nicht erfüllt wird
Marke von Nordvietnam von 1958

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Inhaltsübersicht       

Einleitung Französisch Indochina Die Japanische Besetzung Der erste Krieg gegen die Franzosen 1946 - 1954
Zwischen den Kriegen 1955 - 1963 Der zweite Krieg 1964 - 1975 Der Krieg Vietnams gegen Kambodscha und China 1976 - 1979 Mails
Links Literatur zum Vietnamkrieg  

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Einleitung

Am 30.4.1975 - vor nun 30 Jahren - marschierten kommunistische Truppen Nordvietnams und des Vietcong in Saigon der Hauptstadt Südvietnams ein. Dabei spielten sich dramatische Szenen wie bei der US - Botschaft in Saigon ab, als letztes Botschaftspersonal und südvietnamesische "VIPs"  unter chaotischen Bedingungen in die letzten Hubschrauber flüchteten. Diese Bilder gingen dann um die ganze Welt. So wurde aller Welt die einzige richtige kriegerische Niederlage des 20. Jahrhunderts der Sieges verwöhnten USA vor Augen geführt. Diese Schlappe war dann auch für viele Amerikaner  lange Zeit ein Trauma.

Aber an diesem Tag endete noch immer nicht ein Konflikt, der bereits seine Anfänge im Jahr 1940 fand, als japanische Truppen den nördlichen Teil Französisch Indochinas besetzten. Erst nach dem Sturz von Pol Pot in Kambodscha und dem Grenzkrieg von China mit Vietnam nahm dieses Drama im Jahr 1979 im wesentlichen sein Ende. Kriegerische Handlungen mit der Roten Khmer in Kambodscha setzten sich aber noch bis ins Jahr 1998 fort.

Dieser gerade wegen der Napalm Bombardements der USA - auch auf die Zivilbevölkerung - besonders grausame Krieg wurde auf vielen Ebenen ausgefochten. Sei es lange Zeit als Guerillakrieg und am Schluss sogar als Blitzkrieg, mit Flächenbombardements, versteckten und unsichtbaren Fronten und Gegnern in allen Gegenden Südvietnams bis in die US-Botschaft hinein, aber auch ganz besonders als Propagandakrieg der Weltanschauungen.
Da damals im Gegensatz zu heutigen Kriegen wie dem Golfkrieg die Medien zumindest auf der Seite der westliche Truppen sehr frei berichten konnten, gingen bald grausige Kriegsbilder um die ganze Welt. So wurde dann der Öffentlichkeit schnell bewusst wie grausam ein Krieg im allgemeinen ist und der Vietnamkrieg im speziellen war. Dies löste breite Ablehnung und Abscheu aus und entschied dann letztlich auch den Ausgang des Krieges, als in Westeuropa und in den USA breite Bevölkerungsschichten ganz massiv gegen diesen Krieg protestierten.

Gerade in Nordvietnam und in kommunistischen Ländern wie der DDR wurde beim Propagandakrieg auch das Medium Briefmarke ganz intensiv genutzt, um Stimmung für das kommunistische Vietnam zu machen und eine breite Ablehnung dieses Kriegs zu erreichen. So kann man auch heute noch sehr viele interessante Briefmarkenausgaben, die sich auf dieses Thema beziehen, zu günstigen Preisen erwerben.
Diese Briefmarkenausgaben und die historischen Hintergründe dazu sind zentrales Thema dieser Reportage.

Da mir noch einige Bilder von Marken, die zum Thema passen fehlen, würde ich mich über eine Zusendung entsprechender Bilder freuen.

Aber nun viel Spaß bei diesem für Sammler historisch interessanten Thema.

Euer Thomas von sammler.com

Französisch Indochina

Zwischen 1862 und 1893 besetzt Frankreich die Gebiete des heutigen Vietnam, Kambodscha und Laos und bildet daraus unter dem Namen Französisch Indochina eine blühende Kolonie, die auch viele Briefmarken ausgibt. Die einzelnen Gebiete sind dabei weiterhin wie Kambodscha ein Königreich und wie die vietnamesische Region Annam ein Kaiserreich unter lokaler Herrschaft.
Bei der Kolonialisierung wird die breite Schicht der Landbevölkerung zugunsten einer kleinen französischen Oberschicht von Plantagenbesitzern enteignet, was den späteren sozialen Zündstoff vorprogrammiert. Diese besitzlosen Landarbeiter müssen sich nun als billige Arbeitskräfte auf den Plantagen oder in Minen verdingen.

Die Marke rechts von Franz. Indochina zeigt den weltberühmten Tempel Ankor Wat im heutigen Kambodscha, der zu Zeiten der Roten Khmer an den kriegerischen Auseinandersetzungen litt.

Die Japanische Besetzung

Im Jahr 1940 besiegt Deutschland Frankreich. Nach dem Waffenstillstand etabliert sich unter der Führung von Marschall Petain im französischen Kurort Vichy eine deutschfreundliche Regierung.
Charles de Gaulle bildet daraufhin in London eine Gegenregierung. Dieser Konflikt zwischen beiden Gruppen überträgt sich auf die franz. Kolonien.
Das mit Deutschland verbündete Japan nutzt die Gelegenheit in den nördlichen Teil Vietnams einzumarschieren und nach und nach ganz Indochina militärisch zu besetzen. Offiziell verbleiben dabei die administrativen Aufgaben bei den Vichy treuen französischen Regierungsbeamten.

Erst als sich im Frühjahr 1945 Deutschlands völlige Niederlage abzeichnet, verhaften die japanischen Truppen im März 1945 die franz. Administratoren und internieren die franz. Truppen in Indochina.

Die linke Marke zeigt Marschall Petain, der Präsident der deutschfreundlichen französischen Regierung in Vichy ist. Die rechte Marke ist eine Wohltätigkeitsmarke von 1942 für die "Nationalspende"

Kaiser Bao Dai (reg. 1926 - 1945, 1946 -1955) und Kaiserin Nam-Phuong vom vietnamesischen Annam
Ausgabe von 1942/43

Rechts Norodom Sihanouk der König von Kambodscha (1941 - 1955, 1993 - 2004) besser als "Prinz Sihanouk" bekannt.
Eine der schillernden Figuren des gesamten Indochinakonfliktes.
Sihanouk ist auch 1975 unter der berüchtigten Roten Khmer für kurze Zeit Staatsoberhaupt bis er bereits im gleichen Jahr abgesetzt und unter Hausarrest gestellt wird. Ausgabe von 1942/43

Rechts zwei Gouverneure Französisch Indochinas noch aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Darunter Paul Doumer der den Reisanbau ohne Rücksicht auf die Landbevölkerung massiv voran treibt, so dass Indochina 1939 bereits drittgrößter Reisexporteur der Welt ist.
Briefmarkenausgabe von 1944

Der erste Krieg gegen die Franzosen 1946 - 1954

1941 wird unter Führung von Ho Chi Minh und weiteren Persönlichkeiten wie Le Duan, Vo Nguyen Giap und Pham Van Dong die kommunistisch orientierte Befreiungsbewegung Viet Minh (Việt Nam Ðộc Lập Ðồng Minh Hội = "Liga für die Unabhängigkeit Vietnams") gegründet. Sie kämpfen im zweiten Weltkrieg mit Unterstützung der Alliierten gegen die japanische Besetzung Vietnams. Nach der Niederlage der Japaner im 2. Weltkrieg ruft Ho Chi Minh am 2.9.1945 in Hanoi die Unabhängigkeit von ganz Vietnam aus. Ironischer Weise feiern die Ausrufung der Unabhängigkeit nicht  nur die Vietnamesen sondern auch Vertreter des Amerikanischen Geheimdienstes OSS, die während des Weltkrieges den Viet Minh gegen die Japaner unterstützten und bei den Feierlichkeiten anwesend sind.
Frankreich will aber Indochina als Kolonie behalten. So landen bereits im Oktober 1945 im Süden des Landes mit britischer Unterstützung französische Truppen und besetzen Saigon. Dabei kommt es zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Viet Minh.

Im März 1946 erkennt Frankreich Vietnam als autonomen Staat innerhalb der französischen Union an. Gleichzeitig landen aber nun auch Truppen im Norden des Landes. Obwohl Ho Chi Minh auch die Anwesendheit von franz. Truppen im Norden akzeptiert, kommt es verstärkt zu militärischen Konflikten zwischen beiden Seiten. Im Dezember 1946 bricht dann der offene Krieg zwischen dem Viet Minh und Frankreich aus.
Im weiteren Kriegsverlauf muss Frankreich überraschend harte Niederlagen einstecken. So wird im Februar 1952 die Stadt Hoa Binh vom Viet Minh eingekesselt, so dass die Stadt nur mit viel Mühe evakuiert werden kann.
Der Krieg endet 1954 mit einer totalen Niederlage Frankreichs als die Dschungelfestung Dien Bien Phu vor den Truppen des legendären vietnamesischen Generals Vo Nguyen Giap kapitulieren muss.
In Genf kommt es daraufhin zu einem Friedensvertrag. Frankreich zieht aus Nordvietnam ab. Als Grenze zwischen dem kommunistischen Norden und dem westlich orientierten Südvietnam wird der 17. Breitengrad festgelegt. Kambodscha und Laos werden als neutrale Staaten ebenfalls in die Unabhängigkeit entlassen. Für das Jahr 1956 wird eine freie Wahl unter internationaler Kontrolle versprochen, die zu einer Vereinigung beider Vietnams führen soll.

Während des 1. Indochinakrieges wird Kaiser Bao Da im mittleren und südlichen Teil des Landes von Frankreich als Staatsoberhaupt eingesetzt. Neben schönen Landschaftsbildern (10 Cent und 30 Cent) zeigt die 1$ Marke den Tempel der Erinnerung in Saigon und die 10$ Marke den alten Kaiserplatz von Hue um den später in der Tet Offensive 1968 hart gekämpft werden wird.

 

Rechts Ausgabe von Nordvietnam von 1951, welches den Staatsgründer Ho Chi Minh vor der Karte eines einigen Vietnams zeigt.

Kaiserin Nam-Phuong und Kaiser Bao Dai regieren den Südteil bis 1955

Angreifende Kampfgruppe des Viet Minh im Jahr 1946
Ausgabe von Nordvietnam zum 15. Jahrestag des Kriegsbeginns (1961)

Rechts Ausgabe zum 8. Jahrestag des Genfer Vertrages, der das Ende des 1. Indochinakrieges besiegelt. Ausgabe von Nordvietnam von 1962.

 

Rechts Ausgabe zum 10. Jahrestag der Schlacht bei der Dschungelfestung Dien Bien Phu. Ausgabe von Nordvietnam von 1964.

Unruhige Zeit zwischen den Kriegen 1955 - 1963

Während man anfangs im Norden wohl auf eine friedliche Wiedervereinigung eines kommunistischen Gesamtvietnams hofft, wird die Situation in Vietnam zunehmend besorgt von dem USA beäugt. Auf Grund der Erfahrungen im noch nicht lange zurück liegenden Koreakrieg verstärkt die USA immer mehr die militärische Hilfe für Südvietnam.
1955 ruft der neue starke Mann Südvietnams Ngo Dinh Diem die Republik aus und setzt Kaiser Bao Dai ab. Der Diktator Ngo Dinh Diem verhindert auch die im Genfer Vertrag versprochenen freien Wahlen, die zu einer friedlichen Wiedervereinigung des Landes führen sollen. Sowohl Diem als auch der Präsident der USA Eisenhower befürchten dabei einen Wahlsieg Ho Chi Minhs.
Das enttäuschte Nordvietnam reagiert auf diese Wahlannullierung - nach ersten Guerillaaktionen seit 1957 - Ende 1960 mit der Gründung der Guerillabewegung "Nationale Befreiungsfront" (Front National de Libération, FNL). Diese Bewegung ist besser unter dem Namen Viet Cong, Abk. für Vietnam Cong San bekannt. Die US GIs nennen sie später auch "liebevoll" Victor Charlie nach den Buchstaben der Abkürzung VC für Viet Cong. Der Vietcong beginnt nun einen Guerillakrieg im Südteil des Landes.

1963 lassen die USA den korrupten Diem fallen und unterstützen seinen Sturz. Diem wird dabei ermordet. Nach einer regelrechten Serie von Putschen etabliert sich Nguyen van Thieu als neuer starker Mann Südvietnams. Diems Tod markiert auch den Beginn des eigentlichen Vietnamkrieges, der im August 1964 mit dem Zwischenfall am Golf von Tonking ausgelöst wird.

Rechts Marke mit dem charismatischen Führer und Präsidenten des Nordens Ho Chi Minh.
Daneben umarmen sich Ho Chi Minh und Professor Nguyen-Van-Hien, der Sekretär des Vietcong ist.
Ausgaben von Nordvietnam von 1957 und 1963

Der "Traum" von der Einigung Vietnams, der zuerst einmal nicht erfüllt wird, da die versprochenen Gesamtwahlen ausbleiben.
Marke von Nordvietnam von 1958

Ausgaben von Südvietnam aus der Zeit vor dem Krieg. Links oben Präsident Diem. Links unten eine Marke, die 1955 zum Jahrestag des Genfer Abkommens ausgegeben wurde.

Rechts ein Brief aus Südvietnam von 1964. Die linke Marke wurde 1962 zum Thema "Verteidigung" ausgegeben und zeigt Schützen vor Befestigungen eines strategischen Dorfes zur Abwehr des Viet Cong.

Rechts ein weiterer Brief aus Südvietnam von 1964. Die blauen Marken wurden 1960 zum Weltflüchtlingsjahr 1960 ausgegeben. Bald werden auch in Vietnam viele Menschen auf der Flucht vor Krieg und Wirren sein.

In Laos kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen dem kommunistischen Pathet Lao und Regierungstruppen.
Die linke Marke von 1959 zeigt König  Sisavang Vong.
In der Mitte die Ebene der Tonkrüge von 1960, die nicht nur eine touristische Attraktion ist, sondern auch als wichtiger strategischer Punkt umkämpft wird. 1964 kann der Pathet Lao diese Ebene erobern.
Die rechte Marke von 1959 zeigt den Tempel That Luang in der Hauptstadt Vientiane.

Der zweite Krieg 1964 - 1975

Der Zwischenfall am Golf von Tonking im August 1964 markiert den Anfang des grausamsten Teils der Indochinakriege dem eigentlichen Vietnamkrieg.

Mehr darüber auf einer eigenen Seite

Springender Soldat, Portomarke aus Nordvietnam von 1965

Der dritte Krieg Vietnams gegen Kambodscha und China 1976 - 1979

Mit dem Fall Saigons Ende April 1975 ist der Krieg leider noch nicht beendet. Zuerst vereinigen sich im Jahr 1976 Nordvietnam und das in der Zwischenzeit formell vom Vietcong aber eigentlich von Nordvietnam regierte Südvietnam.
Bereits im Frühjahr 1976 kommt es zu ersten Grenzgefechten mit Kambodscha, das sich nicht wie Vietnam auf die Sowjetunion sondern auf China ausrichtet. Im Land selbst errichtet die Rote Khmer ein Terrorregime, das  in der Geschichte wohl kaum seines gleichen finden wird. Die Steinzeitkommunisten der Roten Khmer machen aus dem Staat einen reinen Agrarstaat ohne Städte, Geldwesen und auch ohne Briefmarken. Im Prinzip lebt fast die ganze Bevölkerung in einem einzigen Konzentrationslager, wo ganz besonders die komplette Intelligenz des Landes liquidiert wird. Keiner weiß wie viele Opfer diese Schreckensherrschaft zwischen 1975 und 1979 fordert, aber einige Quellen gehen von 1,5 - 2,0 Millionen Opfern aus.
Im Januar 1979 macht Vietnam diesen Spuk ein Ende, als vietnamesische Verbände in Phnom Penh einmarschieren. Vietnam installiert dabei eine von Vietnam abhängige Marionettenregierung. Das passt nun China nicht ins Konzept, das von Februar bis März 1979 mit einer Grenzoffensive auf Vietnam antwortet. Da das ganze als Strafaktion gedacht ist, ziehen sich die Verbände bald wieder zurück.
Damit endet auch das eigentliche Kapitel des Vietnamkrieges, obwohl sich der Konflikt in den Randzonen Kambodschas noch bis ins Jahr 1998 hineinzieht.

Das kommunistische Vietnam, das so viele Militärerfolge für sich verbuchen konnte, zeigt sich mit seinem repressiven System in den Folgejahren unfähig die wirtschaftliche Probleme in Griff zu kriegen. Viele Menschen - hauptsächlich aus den südlichen Regionen des Landes - flüchten vor der wirtschaftlichen Misere und den politischen Repressalien als "Boat People" über das gefährliche Meer.

Erst nach der Auflösung des kommunistischen Blockes wird zumindest das Wirtschaftssystem auch in Vietnam gelockert, so dass Vietnam am wirtschaftlichen Boom der südostasiatischen Länder teilhaben kann. Dabei ist Vietnam heute nicht nur für Vietnamveteranen ein attraktives Reiseziel geworden.

Diese Ausgabe Vietnams von 1976 zur ersten Sitzung der Vereinigten Nationalsammlung zeigt eine Karte des nun vereinigten und kommunistischen Vietnams.

Rechts eine Ausgabe von 1976 zum 4. Kongress der Kommunistischen Partei Vietnams. Das Bild symbolisiert die nun kommunistische Herrschaft über das ganze Land.

Ausgabe von 1983 von Kambodscha zum 4. Jahrestag der Befreiung von der Roten Khmer durch vietnamesische Truppen.

Mails

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Rotes Kreuz überreicht „Helgoland“-Modell an Museum (30.08.2009)

„Was an menschlicher Brutalität denkbar ist, ich habe es gesehen“, sagt Kinderchirurg Dr. Alfred Jahn über seinen Einsatz auf dem Hospitalschiff „Helgoland“. Das Deutsche Rote Kreuz hatte das Schiff während des Vietnamkriegs (1964 bis 1975) in die Häfen von Saigon und Da Nang gesandt, um die leidende Zivilbevölkerung zu versorgen. Insgesamt 272 DRK-Helfer waren monatelang in dem schwimmenden Krankenhaus im Einsatz. Heute Abend wird das Modell des „weißen Schiffs der Hoffnung“, wie es in Da Nang genannt wurde, dem Militärhistorischen Museum in Dresden als Dauerleihgabe überreicht.

Rotkreuz-Bundesarzt Dr. Karl Demmer übergibt das Modell: „Wir wollen mit der Leihgabe an die Schrecken des Krieges erinnern und zeigen, wie wichtig es ist, Hilfe zu leisten.“ Nach der Übergabe erzählt Dr. Alfred Jahn über seine Erfahrungen auf dem DRK-Schiff.

Er war damals chirurgischer Assistent auf der „Helgoland“ und behandelte Kriegsverletzungen und Krankheiten von Erwachsenen und Kindern. “Der Einsatz auf der `Helgoland´ war für alle Helfer ein prägendes Erlebnis“, sagt der Arzt.

Die „Helgoland“ war vom Oktober 1966 bis Dezember 1971 im Einsatz. Die DRK-Helfer versorgten in dieser Zeit tausende Kriegsopfer und verbrauchten über 10.000 Blutkonserven. Die 150 Betten waren häufig mit 200 Patienten belegt, denn zwei Kinder teilten sich ein Bett. Das Schiff verfügte über eine chirurgische und eine interne Abteilung, eine Röntgenstation, ein Labor sowie verschiedene Untersuchungs- und Operationsräume.

Die Übergabe der „Helgoland“-Miniatur findet heute um 19 Uhr im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2 in 01099 Dresden, statt.
 

Weitere Informationen sind erhältlich auf www.drk.de/helgoland

Links

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de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg Die Online Enzyklopädie von Wikipedia liefert viele interessante Infos zum Vietnamkrieg
www.weltdeswissens.com/vietnam.htm Hier finden Sie viele weitere Infos zum Vietnamkrieg
www.vietnampix.com Hier wird der Vietnamkrieg mit vielen interessanten Bildern dargestellt. Englischsprachige Website
Vietnamkrieg bei www.schoolweb.de Gute und verständliche Beschreibung des Vietnamkrieges
Linksammlung von Rolf Steininger In der Linksammlung des Vietnamkrieg-Autors Rolf Steininger finden sich viele interessante Links zum Vietnamkrieg

Literatur

Der Tod im Reisfeld von Peter Scholl-Latour Peter Scholl-Latour seit 1945 einer der wichtigsten Augenzeugen der indochinesischen Tragödie hat seine Erlebnisse und Erfahrungen im Zeitraum von 1945 - 1979 zu einer Folge eindruckstarker Bilder verdichtet. Dieses Buch kann man getrost als die "Bibel" zu den drei Indochinakriegen bezeichnen.
Der Vietnamkrieg von Rolf Steininger Der Vietnamkrieg ist das wohl grausamste Kapitel in der Geschichte des Kalten Krieges. Über den Verlauf, das Ausmaß und die Folgen berichtet der renommierte Historiker Rolf Steininger.
Geschichte des Vietnamkriegs von Marc Frey Der Krieg in Vietnam war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er hat Hunderttausende von Opfern gefordert, die amerikanische Nation gespalten und der Supermacht USA die erste Niederlage ihrer Geschichte bereitet. Dieses Buch schildert die Ursachen und Hintergründe des Krieges, seine wichtigsten politischen und militärischen Etappen sowie seine bis heute anhaltenden Auswirkungen auf die Rolle der USA in der Weltpolitik.

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