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Römische Münzen  von Diocletianus
bis
Licinius I.

Die Tetrarchen

Die römischen Münzen der Kaiserzeit mit Bewertungen und Biografien der römischen Kaiser

Von Thomas Schmidtkonz

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Diocletianus reg. 284 - 305

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Ein Abriss über die römischen Münzausgaben ab Kaiser Augustus Teil 5

Übersicht

Start der Seite 1
Augustus reg. 27 v. Chr - 14 n. Chr
Tiberius reg. 14 n. Chr - 37 n. Chr
Caligula reg. 37 - 41
Claudius reg. 41 - 54
Nero reg. 54 - 68
Galba reg. 68 - 69
Otho reg. 69
Vitellius reg. 69
Vespasian reg 69 - 79
Titus reg. 79 - 81
Domitianus reg. 81 - 96

Ausführliche Lebensgeschichte des Domitian
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Leserbriefe / Mails
Bücher

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Nerva reg. 96 - 98
Trajan
reg. 98 - 117
Hadrian
reg. 117 - 138
Antoninus Pius
reg. 138 - 161
Marc Aurel reg. 161 - 180
Commodus
reg. 180 - 192
Pertinax
reg. 193
Didius Julianus
reg. 193
Septimus Severus
reg. 193 - 211
Caracalla
reg. 211 - 217
Macrinus
reg. 217 - 218
Elagabalus
reg. 218 - 222
Severus Alexander reg. 222 - 235
Start der Seite 3
Maximinus I. (Thrax.) reg. 235 - 238 und die Gegenkaiser Gordianus I / II 238
Balbinus und Pupienus reg. 238
Gordianus III.
reg. 238 - 244
Philipp I. Arabs reg. 244 - 249
Trajanus Decius reg. 249 - 251
Trebonianus Gallus reg. 251 - 253
Aemilianus reg. 253
Valerianus reg. 253- 260
Gallienus reg. 253 - 268
Claudius II. reg. 268 -270
M. Aurelius Claudius Quintillus reg. 270
Lucius Domitius Aurelianus reg. 270 - 275

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C. Marcus Claudius Tacitus reg. 275 - 276
Marcus Annius Florianus reg. 276
Marcus Aurelius Probus reg. 276 - 282
Marcus Aurelius Carus reg. 282 - 283
Marcus Aurelius Numerianus reg. 282 - 284
Marcus Aurelius Carinus reg 282 - 285
Start der Seite 5
Diocletianus reg. 284 - 305
Maximianus reg 286 - 310
Constantius I. Chlorus reg. 293 - 306
Galerius reg. 293 - 311
Severus II. reg. 305 - 307
Maximinus II. Daia reg. 305 - 313
Maxentius reg. 306 - 312
Licinius I. reg. 308 - 324
Start der Seite 6
Constantinus I. der Große reg. 307 - 337
Constantinus II. reg. 317 - 340
Constans reg. 333 - 350
Constantius II. reg. 324 - 361
Julianus II. Apostata reg. 355 - 363 
Iovianus reg. 363 - 364 
Start der Seite 7
Valentinianus I. reg. 364 - 375
Valens reg. 364 - 378
Gratianus reg. 367 - 383
Valentinianus II. reg. 375 - 392
Theodosius I. der Große reg. 379 - 395
 
West Rom 395 - 476 Teil 1
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Honorius reg. 393 - 423
Johannes reg. 423 - 425
Valentinianus III. reg. 425 - 455
Petronius Maximus reg. 455
Avitus reg. 455 - 456
Maiorianus reg. 457 - 461
 
West Rom 395 - 476 Teil 2
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Severus III. reg. 461 - 465
Anthemius reg. 467 - 472
Olybrius reg. 472
Glycerius reg. 473 - 474
Julius Nepos 474 - 475 / 477 - 480
Romulus Augustulus 475 - 476
Ost Rom 395 - 491
Start der Seite 10
Arcadius reg. 383 - 408
Theodosius II. reg. 402 - 450
Marcianus reg. 450 - 457
Leo I. reg. 457 - 474
Leo II reg. 474
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Basiliskos 475 - 476
Byzanz
Übersicht über die oströmischen / byzantinischen Herrscher nach Zenon bis 1453
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Postumus reg. 259 - 268
Laelianus reg. 268
Marius reg. 268
Victorinus reg. 269 - 271
Tetricus reg. 271 - 274

Sonderreich in Britannien
Carausius reg. 287 - 293
Allectus reg. 293 - 296
 

Caius Valerius Diocletianus


Antonian des Diocletianus vor der Münzreform
Sammlung Thomas Schmidtkonz

Dieser Follis von Diocletian aus der Zeit nach der Münzreform stammt von Uli Gaensler
geb. ca. 246
gest. 315 (natürlicher Tod)

reg. 284 - 305 n.Chr. 

Der Reformator

Diocletianus wird um 240 in einfachsten bäuerlichen Verhältnissen geboren.
Um das ärmliche Schicksal seiner Eltern zu vermeiden, geht er zum römischen Heer, wo er sich schnell hoch dient.
Unter Numerianus wird er schließlich zum Kommandeur der kaiserlichen Leibwache ernannt.
Nach der Ermordung des Numerianus im Jahr 284 rächt er dessen Tod indem er Aper tötet, der im Verdacht steht den Kaiser ermordet zu haben.
Er nützt seine Schlüsselposition als Kommandeur der Leibwache aus und lässt sich selbst zum Kaiser ausrufen.
Carinus, Numerianus älterer Bruder und Kaiser des Westens, ist natürlich nicht damit einverstanden und so kommt es am 1.4.285 bei Margus an der Donau zur Entscheidungsschlacht, bei der Carinus von seinen eigenen Offizieren ermordet wird, obwohl er bei der Schlacht die Oberhand zu gewinnen scheint.
Diocletian ist nun Alleinherrscher. Er ernennt nun seinen militärisch sehr fähigen Freund Maximianus zum Mitherrscher, wobei sich Maximianus um den Westen und Diocletian um den Osten kümmert.
Dieses Doppelkaisertum wird 293 in eine Tetrarchie (Viererherrschaft) umgewandelt.
Dabei sind den  beiden Seniorkaisern, die sich Augustus nennen zwei Juniorkaiser untergeordnet, die sich Caesar nennen dürfen.
Als Caesaren werden Constantius I. und Galerius benannt. Nach einer Herrschaft von 20 Jahren sollen dann die Augusti abdanken und die Caesaren nachrücken. Diese sollen dann ihrerseits ihre Juniorpartner benennen.

Diocletian geht in erster Linie als der bedeutendste Reformator in die römische Geschichte ein.
So führte er neben einer Münzreform, die weiter unten beschrieben ist, viele wirtschaftliche Reformen ein.
Er ist wohl auch der erste Herrscher der Geschichte der konsequent versucht eine Planwirtschaft mit einer strengen Preiskotrolle einzuführen. Allerdings scheitert er wie so viele seiner Nachahmer kläglich daran.  Durch die Preiskontrolle verschwinden einfach Nahrungsmittel und andere Waren vom Markt und so schreitet die stete Inflation im Römischen Reich weiter voran.

Weiterhin verdoppelt er die Anzahl der römischen Provinzen um die militärische Macht der Provinzstatthalter zu beschneiden. 
So lässt sich die Anzahl und die Gefahr der Putschversuchen potentieller Gegenkaiser verringern.
Auch das Heerwesen  wird komplett neu organisiert.
Über die Reformen ließe sich wohl ein ganzes Buch schreiben.

Am 1.5.305 dankt Diocletian in einem gefestigten Reich als erster Kaiser ab. Er verlangt von Maximianus das gleiche zu tun.
Er setzt sich nun in Salona in Dalmatien in seinem Palast zur Ruhe.
Nur noch einmal im Jahr 308 erscheint er noch einmal auf der politischen Bühne, als er in Carnuntum Galerius hilft unter den rivalisierenden Thronanwärtern zu vermitteln. 316 stirbt er als erster Kaiser seit langer Zeit einen natürlichen Tod in seinem Ruhesitz.

Münzausgaben unter Diocletianus

Die Münzreform im Jahr 294/295 n. Chr.

Unter Diocletian wurde eine Münzreform eingeführt, die das uneinheitliche und verworrene Geldwesen wieder auf solide Grundlage führen sollte.
Folgende Einheiten wurden festgelegt:
1 Aureus (Goldmünze ca. 5,45 g) = 25 Argentei
1 Argenteus (Silbermünze ca. 3,41g, häufig weniger) = 8 Folles
1 Follis (Kupfermünze ca 10 g Gewicht,
25 - 27 mm Durchmesser) = 8 Zähldenare ( = abgewertete Antoniane)

Die Gewichte gehen mit der Zeit runter und gegen 345 wiegt der Kupfer - Follis statt 10 g nur noch etwa 1,5 g!

Ausgaben vor der Münzreform:

Antoniane (Kopf mit Strahlenkrone) sind noch häufig anzutreffen. Selten sind alle anderen Einheiten.

Ausgaben nach der Münzreform:

Die neuen Kupfermünzen namens Follis sind durch ihre Größe (25 - 27 mm Durchmesser) und wegen ihres größeren Gewichts gegenüber den Antonianen gut zu unterscheiden.
Die Silbermünzen (Argenteus) sind selten und die Goldmünzen wie immer ziemlich teuer.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Vor der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
50 - 80 30 - 50 15 - 30
Kleinbronzen Denare 100 70 25
Mittelbronzen Quinare (15 mm Durchmesser) 200 130 60
Mittelbronzen As ( 25 mm Durchmesser) 450 250 150
Mittelbronzen Semis (22 mm Durchmesser) 400 200 50
Goldmünzen (ca. 4,5 g) 5000 - 6000 2800 - 3200 1000 - 1300

Nach der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 80 - 200 50 - 120 25 -50
Argenteus (Silber) 750 - 1000 200 - 500 100 - 150
Goldmünzen (ca. 5,5 g) 8000 - 9000 2800 - 3300 1000 - 1300

 

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Marcus Aurelius Valerius Maximianus Herculius


Follis des Maximianus

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ca. 250
gest. 310 (Selbstmord oder ermordet)

reg.
286 - 305 n.Chr. zusammen mit Diocletian als Augustus
307 - 308 mit seinem Sohn Maxentius
310 als Augustus in Gallien in Rebellion gegen Constantinus und in Konkurrenz zu seinem Sohn Maxentius
 

Diokletians treuer Kamerad

Als Diocletian 285 Alleinherrscher des Römischen Reiches ist, erhebt er seinen Freund Maximianus zum Mitherrscher, wobei sich Maximianus um den Westen und Diocletian um den Osten kümmert.
Dieses Doppelkaisertum wird 293 in eine Tetrarchie (Viererherrschaft) umgewandelt.
Dabei sind den  beiden Seniorkaisern, die sich Augustus nennen zwei Juniorkaiser untergeordnet, die sich Caesar nennen dürfen.
Als Caesaren werden Constantius I. und Galerius benannt. Nach einer Herrschaft von 20 Jahren sollen dann die Augusti abdanken und die Caesaren nachrücken. Diese sollen dann ihrerseits ihre Juniorpartner benennen.

Maximianus stammt wie Diocletian ebenfalls aus einfachen Verhältnissen ab.
Im Lauf seiner Herrschaft hat er wiederholt gegen Angriffe der Germanen anzukämpfen.
Gegen das Aufbegehren des Carausius in Britannien kommt er nicht an und muss nach einer Niederlage dessen Autonomiebestrebungen erst einmal akzeptieren.

303 führt Maximianus die Christenverfolgung in der Provinz Afrika mit ganz besonderer Härte durch.

305 dankt er schließlich wie vereinbart zusammen mit Diocletian ab. Als sein Sohn Maxentius sich 307 zum Kaiser ausrufen lässt, eilt Maximianus ihm zu Hilfe und lässt sich ebenfalls wieder zum Kaiser ausrufen.
Der ganze Herrschaftsstreit wird 308 in der Konferenz von Carnuntum durch den Altkaiser Diocletian geschlichtet. Als Ergebnis der Konferenz sollen Maxentius und Maximianus abdanken. Während sich Maxentius um diesen Entscheid keinen Deut schert, gibt Maximianus nach und zieht sich vorübergehend auf sein Altenteil zurück.

Aber bereits im Jahr 310 versucht er es noch einmal mit einem Aufstand in Gallien gegen seinen Schwiegersohn Constantinus den späteren Konstantin den Großen. Konstantin erzwingt mit einer Belagerung die Kapitulation des Maximianus. Wenige Tage später findet man Maximianus tot auf. Keiner weiß, ob es Selbstmord oder Mord gewesen ist.

Münzausgaben unter Maximianus

Ausgaben vor der Münzreform 294/295 n.Chr:

Die Münzen sind seltener als die von Diocletian. Antoniane (Kopf mit Strahlenkrone) sind aber häufiger anzutreffen. Selten sind alle anderen Einheiten.

Ausgaben nach der Münzreform:

Die neuen Kupfermünzen namens Follis sind durch ihre Größe (25 - 27 mm Durchmesser) und wegen ihres größeren Gewichts gegenüber den Antonianen gut zu unterscheiden. Allerdings wiegen diese während der gemeinsamen Herrschaft mit seinem Sohn Maxentius nur noch 6 g.
Die Silbermünzen (Argenteus) sind selten und die Goldmünzen wie immer ziemlich teuer.

 

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Vor der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
60 - 180 30 - 100 15 - 40
Kleinbronzen Denare 300 - 350 150 60 - 70
Mittelbronzen Quinare (15 mm Durchmesser) 350 - 400 150 - 230 50 - 75
Mittelbronzen As ( 25 mm Durchmesser, 5,4 g) 500 300 130
Mittelbronzen Semis (22 mm Durchmesser, 4,85 g) 400 250 100
Goldmünzen (ca. 5,4 g) 5500 2700 900
Klein Goldmünzen (ca. 2,1 g) 6500 4000 2000

Nach der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 80 - 250 35 - 130 15 - 60
Argenteus (Silber) 700 - 1300 300 - 500 120 - 250
Goldmünzen (ca. 5,3 - 5,5 g) 5000 - 6000 2300 - 2800 1000 - 1500

 

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Flavius Valerianus Constantius I. Chlorus


Follis des Constantius

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ca. 250
gest. 306 (natürlicher Tod)

reg.
293 - 305 als Caesar
305 - 306 als Augustus
 

Konstantins Vater

Constantius entstammt nicht vornehmen Vorfahren wie später eine Legende glaubhaft machen soll, dass er ein Abkömmling von Claudius Gothicus sei. Seine erste Lebensgefährtin Helena soll sogar eine Gastwirtstochter aus Naissos gewesen sein. Jedenfalls ist sie die Mutter seines Sohne Constantinus dem späteren Konstantin den Großen. 284 unterstützt Constantius der den Beinamen Chlorus wegen seiner bleichen Hautfarbe trägt Diocletianus bei seinem Aufstand gegen Carinus. Seitdem gehört er mit zum engsten Kreis der Favoriten um Kaiser Diocletian.
Dieses Band wird durch die Heirat im Jahr 289 mit Theodora, der Stieftochter von Maximianus gefestigt.
293 ist Diocletian erbost, dass es Maximianus immer noch nicht gelungen ist das Sonderreich des Carausius in Gallien und Britannien nieder zu werfen.
Daher ernennt er Constantius zum Caesar von Gallien und Britannien, also von zwei Provinzen, die er sich erst einmal zu erobern muss.
Nach Erfolgen in Gallien kann er erst 296 den Nachfolger Allectus von Carausius in Britannien niederwerfen und so die Einheit des Reiches wieder herstellen.
Nach dem Rücktritt von Diocletian und Maximianus im Jahr 305 wird Constantius der Seniorkaiser und damit offiziell ranghöchster Herrscher. Er verwaltet den Westteil des Reiches. Der aber de facto mächtigere Galerius wird zum Augustus des Osten ernannt. Galerius hält außerdem zu dieser Zeit seinen Sohn Constantinus im Prinzip als Geisel im Ostteil des Reiches fest.
Erst als die Pikten in Britannien einfallen kriegt Constantius seinen Sohn Konstantin frei, weil er ihn für den Feldzug benötigt.
Aber bereits am 25.7.306 stirbt Constantius bei diesem Feldzug in York.

Münzausgaben unter Constantius

Ausgaben vor der Münzreform 294/295 n.Chr:

Antoniane sind häufiger anzutreffen. Selten sind alle anderen Einheiten.

Ausgaben nach der Münzreform:

Der Kupfer Follis ist nicht selten. Die Silbermünzen (Argenteus) sind selten und die Goldmünzen wie immer ziemlich teuer.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Vor der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
80 - 230 40 - 120 25 - 50
Kleinbronzen Denare 130 80 25
Mittelbronzen Quinare (15 mm Durchmesser) 600 350 180
Mittelbronzen As ( 25 mm Durchmesser, 5,4 g) 750 400 170

Nach der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 80 - 250 35 - 120 20 - 70
Argenteus (Silber) 800 - 1000 450 - 600 140 - 220
Goldmünzen (ca. 5,3 g) 5000 3000 1500

 

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Caius Galerius Valerius Maximianus


Follis des Galerius

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ca. 250
gest. 311 (natürlicher Tod)

reg.
293 - 305 als Caesar
305 - 311 als Augustus
 

Der Christenverfolger - Vom Hirten zum Kaiser

Galerius wird um 250 als Sohn eines Bauers in der Provinz Obermösien (Dacia Ripensis) geboren. Er flüchtet aus der monotonen Tätigkeit eines Hirten, indem er ins römische Heer eintritt. Dort steigt er schnell vom einfachen Soldaten im Heer des Aurelianus bis zum hohen Offizier im Heer des Diocletian auf.
Diocletian erhebt ihn dann auch schließlich am 1.5.293 zusammen mit Constantius zum Caesar und verheiratet ihn mit seiner Tochter Galeria Valeria.
Galerius gelingt seine größte Waffentat im Krieg gegen die Perser von 296  - 298. Muss er anfangs eine herbe Niederlage einstecken, erzielt er schließlich im Jahr 297 einen triumphaler Sieg gegen die Perser. Er erobert dabei sogar die feindliche Hauptstadt Ctesiphon. Im darauf folgenden Friedenvertrag muss der persische Herrscher Narses Mesopotamien und einige Gebiete östlich des Tigris an Rom abtreten.
Von diesem Erfolg gestärkt hat er im weiteren einen sehr starken Einfluss auch auf Diocletians Politik. So soll er mutmaßlich im weiteren die größte Christenverfolgung in der Geschichte des Römischen Reich ausgelöst haben.
Als Diocletian und Maximianus 305 zurücktreten wird Galerius zum Augustus des Osten ausgerufen. Obwohl pro Forma Constantius der höchste der beiden Augusti ist, hat Galerius  die größte Machtbasis hinter sich. Dazu kommt auch, dass ihn die beiden neu ernannten Caesares Severus und Maximinus Daia unterstützen.

Bereits 306 stirbt der Augustus des Westen Constantius. Zuerst beansprucht dessen Sohn Constantinus dessen Titel. Galerius kann ihn aber auf den niedrigeren Titel Cäsar vertrösten und ernennt stattdessen Severus zum Augustus des Westen. Maximianus Sohn Maxentius geht jedoch dabei ganz leer aus. Darüber verärgert erhebt sich dieser unterstützt von seinem Vater Maximianus in Italien und sichert schließlich Italien für sich für viele Jahre.
Severus versucht Maxentius in Italien zu besiegen, wird aber dabei gefangen genommen und kurz darauf umgebracht.
Bei der Kaiserkonferenz in Carnuntum wird dann Licinius als Nachfolger des Severus zum Augustus erhoben.

Galerius erkrankt um das Jahr 311 schwer. Von dem Misserfolg und der Nutzlosigkeit seiner von ihm ausgelösten langjährigen Christenverfolgung ist er nun überzeugt. Bereits ans Krankenbett gefesselt beendet er die Verfolgung zusammen mit seinen Mitherrschern in einem Toleranzedikt.
Kurz darauf stirbt er an seiner schweren Krankheit, die spätere christliche Schriftsteller als Strafe Gottes deuten werden.

Münzausgaben unter Galerius

Ausgaben vor der Münzreform 294/295 n.Chr:

Antoniane sind häufiger anzutreffen. Selten sind alle anderen Einheiten.

Ausgaben nach der Münzreform:

Der Kupfer Follis ist häufig. Die Silbermünzen sind selten und die Goldmünzen wie immer ziemlich teuer.

 

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Vor der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Antoniane
(normale Typen)
60 - 230 25 - 60 15 -35
Kleinbronzen Denare 600 350 150
Mittelbronzen Quinare (15 mm Durchmesser) 400 200 140

Nach der Münzreform

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 60 - 140 30 - 75 15 - 35
Follis (Kupfer), Prägungen nach seinem Tod 140 - 450 80 - 230 40 - 140
Argenteus (Silber) 600 - 750 300 - 370 180 - 200
Halb-Argenteus (Silber) 1300 800 350
Goldmünzen (ca. 5,3 g) 5000 - 6000 2500 - 3000 1500

 

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Flavius Valerius Severus II


Follis des Severus II

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ?
gest. 307 (ermordet)

reg.
305 - 306 als Caesar
306 - 307 als Augustus
 

Die Geisel

Serverus II ebenfalls von niedriger Herkunft ist ein enger Freund des Galerius. So gelingt es dann auch Galerius Diocletian so weit zu beeinflussen, dass bei der Abdankung von Diocletian und Maximianus im Jahr 305 Severus zum Caesar des Westens ernannt wird. Maxentius und Constantin gehen dagegen bei der Titelverteilung leer aus. Beide sind darüber verärgert.
Bereits 306 stirbt der Augustus Constantius Chlorus. Severus rückt nun auf diesen höheren Titel auf.
Severus ernennt nun Constantin zum Caesar, um wenigstens diesen ruhig zu stellen.
Maxentius dagegen ist nun über Maßen verärgert, da er schon wieder leer ausgegangen ist. So erhebt sich Maxentius in Italien. Severus marschiert daraufhin Maxentius nach Italien entgegen. Als aber die Truppen erfahren, dass sich auch Maxentius Vater Maximianus der Revolte angeschlossen hat, meutern sie gegen Severus. Severus wird daraufhin als Geisel gefangen genommen. Als Galerius dann gegen Maxentius aufmarschiert, lässt Maxentius Severus ermorden.

Münzausgaben unter Severus II

Die Kupfer Follis sind relativ teuer. Es gibt auch noch einen Antonian und eine Denar-Ausgabe. Silbermünzen sind extrem selten.
Goldmünzen sind so weit wir wissen nicht bekannt.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 180 - 450 90 - 200 50 - 110
Antonian (Kupfer, ca. 3 g) 170 90 50
Denar im Wert eines 1/4 Follis (ca. 1,5 - 2,3 g) 250 180 100
Quinar im Wert eines 1/5 Follis 600 300 150
Argenteus (Silber) extrem selten extrem selten extrem selten
Goldmünzen nicht bekannt nicht bekannt nicht bekannt

 

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Galerius Valerius Maximinus II. Daia


Maximinus Daia

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ?
gest. 313 (natürlicher Tod)

reg.
305 - 310 als Caesar
310 - 313 als Augustus
 

Der grausame Christenverfolger

Maximinus Daia ist Neffe des Galerius. Er wird 305 zum Caesar ernannt und erhält als Aufgabenbereich Syrien und Ägypten zugewiesen.
Maximinus setzt dort Diokletians Christenverfolgung mit ganz besonderer Schärfe fort.
Bei der Kaiserkonferenz 309 in Carnuntum  wird er zu seiner Enttäuschung nicht zum Augustus erhoben. So lässt er sich 310 selbst von seinen Truppen zum Augustus ausrufen.
Als 311 Galerius stirbt, unterwirft er auch Kleinasien seinem Herrschaftsbereich. So ist ein Konflikt mit Licinius vorprogrammiert. Als sich beide Heere an der Meerenge des Bosporus entgegenstehen, einigt man sich aber zuerst einmal auf die Meerenge als vorläufige Grenze.
Derweil verfolgt Maximinus die Christen mit Elan weiter bis Konstantin der Große an der Milvischen Brücke im Jahr 312 Maxentius besiegt.
Maximinus will den mächtigen "Christenfreund" Konstantin nicht zu sehr reizen, da er nun Licinius angreifen möchte. So beendet er die Verfolgung der Christen.
Am 30.4.313 kommt es in Campus Serenus zur Entscheidungsschlacht gegen Licinius. Maximinus verliert die Schlacht vernichtend und muss als Sklave verkleidet dem Schlachtfeld entkommen. Dabei erkrankt er schwer und stirbt schließlich in Tarsus.

Münzausgaben unter Maximinus Daia

Die Follis-Stücke verloren unter seiner Herrschaft schnell an Gewicht.  Sie verringerte sich von 10 - 11 g auf etwa 6 g.
Die Kupfer Folles kommen häufig vor. Selten sind die Silber- und Goldmünzen.

 

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 60 - 200 30 - 100 15 - 60
Antonian (Kupfer, ca. 3 g) 80 40 20
Denar im Wert eines 1/4 Follis (ca. 1,5 - 2,3 g) 100 80 35
Quinar im Wert eines 1/5 Follis  ( ca. 1 - 2 g) 800 400 130
Argenteus (Silber) 250 - 2500 180 - 800 100 - 400
Goldmünzen 7000 - 8000 3500 - 4000 1500 - 2000

 

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Marcus Aurelius Maxentius


Maxentius

Dieses Bild stammt von Richard Stoll - Zu Richard Stolls Büchern
geb. ca. 279 / 282
gest. 312 (Im Kampf gefallen)

reg. 306 - 312
 

Kaisersohn und Kaiser aus eigenen Gnaden

Maxentius wird 279 als Sohn des Maximianus geboren. Bei der Abdankung seines Vaters und Diokletians im Jahr 305 geht er in der Nachfolge leer aus. Als Maxentius im Jahr  306  nach dem Tod des Constantius Chlorus wieder leer ausgehen soll, rebelliert er dagegen und inszeniert in Rom einen Staatsstreich. Severus marschiert daraufhin mit einem Heer nach Italien. Er muss sich aber zurückziehen. Nicht anders ergeht es dann auch Galerius als er gegen ihn aufmarschiert.
Nach diesen beiden Erfolgen nimmt Maxentius den Titel Augustus an.
Bei der darauf folgenden Kaiserkonferenz in Carnuntum im Jahr 308 wird er aber zum Staatsfeind erklärt. Maxentius kann trotzdem weiterhin seine starke Position in Italien wahren.
312 geht schließlich Konstantin gegen ihn vor. Bei der bekannten Schlacht an der Milvischen Brücke, siegt Konstantin 312 unter dem Zeichen des Christlichen Kreuzes, wie es die Legende beschreibt.
Maxentius ertrinkt zusammen mit vielen weiteren Legionären im Tiber, als eine Schiffsbrücke unter der Last der panisch zurückweichenden Legionäre einbricht.

Münzausgaben unter Maxentius

Die Follis-Stücke verloren unter seiner Herrschaft schnell an Gewicht.  Sie verringerte sich von 10 - 11 g auf etwa 6 g.
Der Kupfer Follis kommt häufig vor. Sehr selten sind die Silber- und Goldmünzen.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 80 - 200 50 - 100 20 - 50
1/2 Follis (ca. 3 g) 150 100 50
1/3 Follis (ca. 1,7 g) 140 80 50
Argenteus (Silber) 2500 - 3500 1400 - 1800 800 - 1000
Goldmünzen 5000 3000 1300

 

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Valerius Licinianus Licinius I.


Licinius I. aus der Sammlung Schmidtkonz
geb. um 250 bzw. 263
gest. 325 (hingerichtet)

reg. 308 - 324
 

Konstantins Gegenspieler

Licinius ist Konstantins großer Gegenspieler bei dem jahrzehntelangen Kampf der Tetrarchen um die Alleinherrschaft. Er kann sich auch von allen am längsten gegen Konstantin behaupten.
Als Sohn eines Bauern in einfachen Verhältnissen groß geworden, macht er ebenfalls beim Militär Karriere. Zusammen mit seinem Freund und Kampfgefährten Galerius zieht er 297 in den Perserkrieg. Wegen seiner Tüchtigkeit erhält er ein höheres Kommando im Donauraum. Diokletian adoptiert ihn schließlich und schon beim Kaisertreffen in Carnuntum 308 wird er zum Augustus ernannt.
In den folgenden Jahren schwelt ein Konflikt mit Maximinus. Am 30.4.313 kommt es dann in Campus Serenus zur Entscheidungsschlacht gegen Licinius. Maximinus verliert die Schlacht vernichtend und muss als Sklave verkleidet dem Schlachtfeld entkommen.
Von nun an teilt er sich als Herrscher des Ostens  alleine mit Konstantin die Herrschaft über das Römische Reich.
Konflikte sind vorprogrammiert als beide Augusti Cäsaren ohne Zustimmung des anderen ernennen.
Es kommt 314 zum Krieg zwischen beiden, der aber 316 unentschieden ausgeht. Um 317 erfolgt eine Versöhnung, wo beide Kaiser Söhne zu drei neue Cäsaren ernennen. Dies sind Konstantins Söhne Crispus und Constantinus II und Licinius Sohn Licinius II.
Aber es schwelt gerade wegen der Christenfrage weiterhin ein Konflikt zwischen beiden. Konstantin strebt eine enge Verbindung von Christentum und Staat an, während Licinius so was strikt ablehnt.
 Im Frühjahr 324 bricht offen ein Krieg zwischen beiden aus. Licinius verliert die Entscheidungsschlacht bei Chrysopolis und gerät in Gefangenschaft.
Konstantin begnadigt Licinius. Aber Licinius versucht mit Hilfe der Goten wieder an die Macht zu kommen. Konstantin kann diese Verschwörung aufdecken und lässt Licinius daraufhin im Jahr 325 hinrichten.

Münzausgaben unter Licinius

Der Kupfer Follis kommt häufig vor. Selten sind die Billonmünzen und sehr selten Silber- und Goldmünzen.

Ungefährer Wert der Münzen in EUR:

Erhaltung vz ss s
Follis (Kupfer) 60 - 200 30 - 150 15 - 40
1/4 Follis (ca. 1,3 - 1,8 g) 600 300 150
Silber Miliarnese extrem selten extrem selten extrem selten
Goldmünzen : Aureus (ca. 5 g) 6500 4000 2000
Goldmünzen : 1/2 Aureus (ca. 1,6 - 2,2 g) 10000 7000 4000
       

 

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