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Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Schreibmaschinen für Sammler

von Eveline Theobald
E-Mail von Eveline - Das Schreibmaschinenhaus

Hier stellt Eveline Theobald für Sammler von Schreibmaschinen interessante Geschichten und lustige Anekdoten zum Thema alte und historische Schreibmaschinen aus ihrem Archiv vor.

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Schreibmaschine Torpedo 6

Alte Schreibmaschinen bei eBay Deutschland er- oder versteigern

Anekdoten und Geschichten aus der Welt der Schreibmaschinen

Diese netten Anekdoten und Geschichten zum Thema Schreibmaschinen stammen alle aus dem Archiv von Eveline Theobald.

Eveline repariert alte Schreibmaschinen und bewahrt so diese kleinen Kulturgüter für die Nachwelt.
Sie arbeitet seit ihrem 19. Lebensjahr mit Schreibmaschinen, ging noch bei ihrem Großvater in die Lehre und lernte auch nach der Meisterprüfung noch viel von ihm hinsichtlich Improvisationstalent wie etwa bei der Ersatzteilanfertigung.
Eveline wollte nie wie die meisten Fachkollegen in die lukrativeren Sparten wie Kopiererreparaturen einsteigen, weil sie ihr Herz an die alten Diener verloren hatte.

Heute repariert sie alle Schreibmaschinen, die auf Ämtern, Behörden, in Privathaushalten und Firmen herumstehen. Das sind mechanische, elektromechanische und elektronische defekte Geräte. Am liebsten stellt sie sich aber der anspruchsvollen Herausforderung alte historische "Schrotthaufen" wieder funktionstüchtig zu machen.
Da nur noch wenige diese Fähigkeit besitzen, erhält sie mittlerweile Anfragen aus allen Teilen Deutschland.

Aber nun viel Spaß bei diesen historische Anekdoten aus der Welt der alten Schreibmaschinen ...
 

Inhalt

Wann wurde die erste brauchbare Schreibmaschine erfunden? Viel Platz für's große Wunder
Kräftige Frauensperson gesucht Eine Anleitung zur Beseitigung von Störungen an Geha Vervielfältigern

Wann wurde die erste brauchbare Schreibmaschine erfunden?

Viele Vorversuche reichen bis ins 16.Jahrhundert zurück.
Herauszuheben ist das erste Patent auf eine Schreibmaschinenkonstruktion am 7. Januar 1714, das dem englischen Ingenieur Henry Mill vom British Patent Office erteilt wurde. Seitdem wurden mannigfaltige Konstruktionen entwickelt.
Als erste brauchbare Schreibmaschine gilt die Konstruktion eines Zimmermanns aus Partschins in Tirol - Peter Mitterhofer. Sein erstes Modell bezeichnet er selbst als "die misslungene" - sie schrieb mit verdeckter Stechschrift, das Schriftbild war eher unbefriedigend. Weitere Konstruktionen wiesen stets Verbesserungen auf, das Modell "Meran" war erstmals aus Metall gefertigt.
Die Gemeinde Partschins führt ihm zu Ehren ein Schreibmaschinenmuseum, welches mehr als 1200 Einzelstücke umfasst. Diese Sammlung zeigt auf vier Ebenen die reiche Fülle der konstruktiven Ideen seit 1864 bis in die 80er Jahre des 20.Jahrhunderts.

"Viel Platz für's große Wunder"

Um die Jahrhundertwende (19.jhrd.) erhielten die Adlerwerke ein Schreiben von einer afrikanischen Behörde mit nachstehendem Inhalt:

"Wir haben gehört, daß Sie eine Wundermaschine bauen, mit der jedermann so gut schreiben kann, daß es aussieht wie gedruckt.
Wir möchten eine solche Wundermaschine kaufen. Wo können wir diese Maschine einmal besichtigen und was kostet sie?"

Der Adler Fahrradvertreter in Ägypten, dem man eine Adler Schreibmaschine Modell 7 sandte, wurde beauftragt, sich um den in Aussicht stehenden Auftrag zu bemühen.
Er wurde bei der betreffenden Dienststelle äußerst höflich empfangen, und man führte ihn in einen Raum, der einem großen Kongreßsaal ähnelte.
Hier wurde er gefragt, ob dieser Raum für die Adler Wundermaschine groß genug sei.

Er war es. So erhielten die Adlerwerke einen ihrer ersten Schreibmaschinenaufträge aus Afrika.

"Kräftige Frauensperson gesucht"

Die ersten Schreibmaschinen, die aus Amerika nach Europa kamen, kosteten etwa 125 Dollar.
Aber man hatte auch etwas davon, denn es waren Ungetüme, die in ihren äußeren Formen etwa in der Mitte von Registrierkassen und Nähmaschinen lagen. Als zeitsparende Einrichtung galten Stützstäbe für die Handgelenke der Stenotypistinnen.

Die Käufer verlangten, daß die Schreibdamen gleich mitgeliefert werden, denn es war zunächst sehr schwierig Arbeitskräfte für die Bedienung dieser Maschinen zu finden.
"Kräftige Frauensperson zur Erlernung des Schreibens mit Maschinen" wurde im Jahre 1879 durch eine in New York erscheinende Zeitung gesucht.

Auch in deutschen Tageszeitungen von Anno dazumal finden wir solche Stellenangebote für kräftige Vertreterinnen des schwachen Geschlechts.

Eine Anleitung zur Beseitigung von Störungen an Geha Vervielfältigern

ZWEITROMMEL-VERVIELFÄLTIGER

1.Was ist vor dem Vervielfältigen zu beachten?

a) die Schablonenbeschriftung

Klagen über nicht einwandfreie Abzüge sind meistens auf eine unsachgemäße Beschriftung der Schablone zurückzuführen. Beim Herrichten der Schablone ist folgendes zu beachten:

  • Schreibmaschine mit guten Typen und harter Walze verwenden.
  • Vor der Beschriftung die Typen ausbürsten und mit Typenknet reinigen.
  • Farbband ausschalten (weiß-Stellung in der Farbzonenschaltung, das ist die wo die Leute immer um Hilfe rufen, weil die Maschine nicht mehr schreibt).
  • Tasten gleichmäßig anschlagen, etwas fester als beim Schreiben eines normalen Briefes.
  • Beschriftete Schablone gegen das Licht halten. Alle Buchstaben müssen klar erscheinen.

b) das Vervielfältigen

FALSCHE HANDHABUNG DES VERVIELFÄLTIGERS:

  • der häufigste Fehler, der beim Vervielfältigen gemacht wird, ist dieser: Man legt die Schablone auf, ohne die Maschine vorzufärben. Da sich auf der
    Seidengaze nur wenig oder gar keine Farbe befindet, so kann die Schablone  nicht haften und es bilden sich darunter Luftblasen. Auf dem ersten Abdruck ist dann der Text nur teilweise sichtbar. Man betätigt nun die Farbpumpe immer wieder und stellt weitere Abzüge her. Die Luft, die sich noch unter der Schablone befindet, verhindert aber immer  noch, daß Farbe durch die Schriftleeren dringt. Die Folge davon ist, daß zuviele Makulaturabzüge gemacht werden, wobei die Maschine völlig überfärbt wird.

RICHTIGE HANDHABUNG DES VERVIELFÄLTIGERS

Maschine vor dem Auflegen jeder Schablone einfärben, bis die gesamte Fläche der Seidengaze mit Farbe getränkt ist.
Schablone faltenlos auflegen! Einige Papierblätter ganz langsam durch die Maschine laufen lassen, damit die Luft unter der Schablone entweichen und die Farbe durchtreten kann.
Maschine anhalten und prüfen, ob der Druck überall klar herausgekommen ist und der Text richtig auf dem Papier steht.
Gegebenenfalls zu schwache Stellen nachfärben, Text nach Höhe und Seite ausrichten.
Nochmals einige Probeabzüge herstellen.

Beim Vervielfältigen hat der Bediener die Aufgabe, darauf zu achten, daß sich immer eine annähernd gleiche, möglichst geringe, jedoch ausreichende Farbmenge auf der Maschine befindet, damit die Abzüge gleichmäßig ausfallen.
Dieses erreicht man nur, indem man in kurzen Abständen nachfärbt, wobei jeweils nur ein kleines Quantum Farbe aufgetragen wird.

UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER PAPIERZUFÜHRUNG

Ursachen und Beseitigung:

Zur Erzielung einer gleichmäßigen, genauen Anlage sollen nach Möglichkeit nur gute Abzugpapiere verwendet werden, die seitlich glatt beschnitten sind.
Es darf kein Papier aus verschiedenen Paketen zusammen eingespannt werden, da die schmaleren Blätter dann nicht gehalten werden!
Seitlich ungleichmäßige Papierstapel läßt man nachschneiden. Schlechte Abzugpapiere erschweren eine genaue Papieranlage.

Es empfiehlt sich, den Papierstapel vor dem Einlegen in die Maschine gut durchzufächeln, um die durch das Beschneiden
zusammenhängenden Kanten zu trennen. Der Stapel ist danach wieder glatt aufzustoßen.

Der Papierstapel soll möglichst fest eingespannt werden, um ein Ausfächeln der obersten Blätter zu verhüten.
Selbstverständlich darf man die Klemmbacken nicht so fest ziehen, daß die Vorschubrollen nicht in der Lage sind,
die einzelnen Blätter gleichmäßig vorzuschieben.

"Im allgemeinen ist der Papierstapel dann richtig eingespannt, wenn das Papier den Schwammgummi an den KLemmbacken um 1-2mm eindrückt."

Ist der Papierstapel zu fest eingespannt, so kann es auch vorkommen, daß ein Papierblatt nicht bis zur Mitte der Andruckwalze vorgeschoben wird. In solchen Fällen legt sich der Fühlhebel der Andruckmechanik bereits um, so daß die Andruckwalze eingeschaltet wird. Sie komt dann mit der Schablone in Berührung und wird mit Farbe beschmutzt, die sich bei den folgenden drei oder vier Abzügen auf die Rückseite der Papierblätter überträgt.

Ein ungleichmäßiger Papiervorschub kann seine Ursache auch darin haben, daß die Gummivorschubrollen durch Papierstaub glatt geworden sind. In solchem Falle schafft Reinigen mit Spiritus Abhilfe.

Ist die Riffelung der Vorschubrollen jedoch zu weit abgenutzt, dann müssen die alten Rollen von der Achse genommen und durch neue ersetzt werden.

Werden die Blätter trotz richtigem Einspannen und guter Beschaffenheit der Vorschubrollen nicht regelmäßig vorgebracht, so liegt vielleicht ein Versagen des Freilaufs vor. Um dies zu prüfen, werden die Vorschubrollen angehoben. Durch kurzes ruckartiges Drehen der Rollen von Hand wird festgestellt, ob der Freilauf in jeder Stellung sperrt. Ist dies nicht der Fall, Freilaufkörper abschrauben und neuen einsetzen.

(Fortsetzung folgt...)

 

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