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Diamanten und Brillanten

Diamanten und Brillanten faszinieren nicht nur Damen sondern lassen auch Sammlerherzen höher schlagen. Viele Sammler kennen aber nicht einmal die wichtigsten Ursachen, die bei einem Diamanten darüber entscheiden, ob er z.B. nur 100 Euro oder gar über 100.000 Euro wert ist. Dabei spielt sicher die Größe eines Diamanten eine Rolle, aber Klassifikation wie Farbe und Reinheit und natürlich auch der Schliff, spielen eine nicht minder wichtige Rolle.

Roland Zwack, Experte für Diamanten und Brillanten, liefert hierzu nützliche Infos für  Sammler von Diamanten, Schmuck mit Diamanten und Brillanten. Dies hilft bei einer ersten Einschätzung und Bewertung von Diamanten.
 

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Diamanten

Wertvoller Ring mit Brillanten

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Diamanten

Ein Diamant zählt zu den Mineralen und besteht chemisch aus reinem Kohlenstoff. Er ist nicht nur der edelste Edelstein sondern auch das härteste bekannte Mineral. Die Ritzhärte nach der Mohsskala (Ritzhärte) beträgt 10 (Skala 1 - 10) und 11700 nach Rosival (Schleifhärte).
Brillanten, oft falsch Brillianten geschrieben, sind dagegen Diamanten mit einem speziellen Schliff. Die beiden Begriffe „Diamant“ und „Brillant“ werden aber oft fälschlich als das gleiche betrachtet.

Inhalt

Klassifikation / Wert Herkunft Superlative
Der größte bekannte Diamant des Universums
Diamantanlage Echtheit
Bildergalerie Mails  / Leserbriefe Links Zertifizierung von Diamanten  

Klassifikation von Diamanten - Wert von Diamanten

Der Wert eines Diamanten hängt von seiner Klassifiktion ab.

Ein Diamant wird klassifiziert nach den "4C":

Carat:

Das Gewicht des Diamanten wird in Carat ( 1 Carat - 0,2 Gramm) angegeben (wie bei allen Edelsteinen). Ein Stein mit fünf Carat wiegt demnach nur ein Gramm, kann aber je nach Qualität 100.000 Euro und mehr kosten!

Color:

Die Farbe ist einer der entscheidenden Faktoren für den Wert des Diamanten. Die Farbskala geht von blauweiß (D - River) bis getönt (Z- yellow - meist Gelbtöne), wobei D - River die höchste Qualitätsstufe darstellt. Farbdiamanten in den Farben Blau, Rot und anderen Farben, werden ebenfalls sehr hoch gehandelt, man bezeichnet sie als "fancy colored diamonds". Ein berühmtes Exemplar ist der blaue Hope-Diamant.

D + E River       hochfeines Weiß
F + G Top Wesselton   feines Weiß
H           .             Wesselton Weiß
I                 Top Crystal leicht getöntes Weiß I
J                   Crystal leicht getöntes Weiß II
K                          Top Cape   getöntes Weiß I
L                                    Cape getöntes Weiß II
M - Z                        Yellow gelbgetönte Steine

Clarity:

Die Reinheit des Diamanten. Nur die wenigsten Steine erreichen die höchste Stufe, die sogenannte "Lupenreinheit" fl (flawless) oder if (internally flawless). Diese eignen sich besonders als Anlagediamanten. Die Steine werden unter einer 10 fach Lupe graduiert und nach vorhandenen Einschlüssen in eine siebenstufigen Skala eingeordnet. Die Qualitäten vvsi, vsi werden von guten Juwelieren in wertvollen Schmuckstücken angeboten, si und p1 verwenden hauptsächlich Versandhäuser für preiswerte Schmuckstücke. Die Stufen p2 und p3 werden für die Schmuckindustrie in der Regel nicht mehr verwendet, da die Brillanz des Steines deutlich getrübt ist.

fl flawless auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse erkennbar)
if                                internally flawless. bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein, entspricht von der Oberfläche abgesehen im wesentlichen der Stufe fl
vvsi            very, very small inclusions sehr, sehr kleine Einschlüsse
vsi                         very small inclusions sehr kleine Einschlüsse
si                                   small inclusions kleine Einschlüsse
pi1                                           
 
Pique 1      Einschlüsse, bei 10 facher Vergrößerung sofort erkennbar, die Brillanz nicht beeinträchtigend
pi2                                            Pique 2   Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, die Brillanz etwas beeinträchtigend
pi3                                                Pique 3   Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, die Brillanz deutlich beeinträchtigend

Cut:

Der Schliff. Die Brillanz eines Diamanten hängt in entscheidender Weise von der Schliffqualität des Steines ab. Dabei gibt es zwei Komponenten: die Proportionen und die Schliffausführung. Ausschlaggebend für das "Feuer" eines Diamanten sind die Proportionen des Schliffes, aufgrund dessen der Stein das einfallende Licht bestmöglich reflektiert. Die Schliffe haben sich über lange Zeit und durch Anwendung physikalisch- optischer Gesetze perfektioniert.

Qualitätsstufen für den Schliff (nach RAL 560 A5E):

  1. Sehr gut (very good) Hervorragende Brillanz. Wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale. Sehr gute Proportionen.
  2. Gut (good) Gute Brillanz. Einige äußere Merkmale, Proportionen mit geringen Abweichungen.
  3. Mittel (medium) Brillanz gemindert. Mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen mit erheblichen Abweichungen.
  4. Gering (poor) Brillanz erheblich gemindert. Große und/oder zahlreiche äußere Merkmale. Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen.

Schliffformen:

Die bekannteste Schliffform ist der Brillant. Hier unterscheidet man Altschliff (46 Facetten, bis ca. 1930) und den heutigen Schliff, Neuschliff genannt (57 Facetten). Der Brillantschliff besteht aus den Unterteilfacetten, der Rundiste (Schleifring zwischen Unterteil- und Oberteilfacetten), Oberteilfacetten und Tafel ( Platte im Oberteil des Brillanten). Der Brillantschliff bietet von allen Diamantschliffen die höchste Brillanz.

Weitere Schliffformen sind:

  • Navette oder Marquise
  • Pendeloque oder Poire
  • Oval
  • Herzform
  • Smaragdschliff
  • Briolett
  • Olive
  • Fantasieformen

Herkunft

Schon vor Christi Geburt waren Diamanten in Indien bekannt, welche man allerdings eher als Kultsteine, denn als Schmucksteine verwendete. 1867 sorgte in Südafrika, Hopetown, ein Diamantenfund für einen Rausch, aus dem sich die heutige Diamantenindustrie entwickelte. Die bedeutendsten Diamanten wurden seitdem in Südafrika, aber auch in West- und Ostafrika gefunden. Auch Minen in Brasilien, Indonesien, Australien und Russland förderten wertvolle Steine. Das 1888 gegründete De Beers Diamantensyndikat kontrolliert dabei 80 % des Weltmarktes und steuert damit auch die Preise.
Die meisten geschürften Steine gehen in industrielle Anwendungen (z.B. Bohrköpfe), nur ca. 10% werden als Schmucksteine verarbeitet.

Diamanten Superlative

Größter Diamant:

Cullinan Diamant

Die neun größten Teile nach der Spaltung des Cullinan-Diamanten im Jahr 1905 (Bildquelle: WIKIPEDIA)

Der größte, je gefundene Diamant war der "Cullinan", welcher 1906 in der südafrikanischen Premier Mine gefunden wurde. Er wog 3106 Karat und hatte eine perfekte Schmuckqualität. Aus ihm wurden 105 Diamanten geschliffen, die größten von ihnen, der Cullinan I (auch Stern von Afrika genannt, 530 ct.) und der Cullinan II (317 ct.) zieren die Krone und das Zepter der englischen Könige ( Edward VII bekam die Steine von der Transvaal Regierung geschenkt).

Teuerster Diamant:

Das Auktionshaus Sotheby's versteigerte 2010 den bisher teuersten Diamanten alles Zeiten. Der 24,78 karätige, pinkfarbene Stein erzielte einen Zuschlag von 46 Millionen Dollar. Im Jahr 2008 wurde ein als "blauer Wittelsbacher" bekannter, 35,56 karätiger Diamant für 18,7 Millionen Euro versteigert. Er nimmt den zweiten Platz in der Skala der teuersten Steine ein.

Berüchtigster Diamant:

Hope Diamant

Hope Diamond im Smithsonian Museum of Natural History noch in der älteren Fassung (Bildquelle: WIKIPEDIA, Fotograf: David Bjorgen)

Der blaue Hope Diamant soll der indischen Gottheit Vishnu entwendet worden sein, die den Stein daraufhin verfluchte. Der Legende nach sollen seine späteren Besitzer (u.a. Marie Antoinette) dem Stein zum Opfer gefallen sein. Im Jahr 1830 erwarb ihn Henry Hope, nach dem er auch seinen Namen bekam. Heute ist er im Smithsonian Museum, Washington DC zu betrachten. Der Wert des 45 karätigen Steines wird auf 200 - 250 Millionen Dollar geschätzt.

Der größte bekannte Diamant des Universums

Der bislang größte bekannte Diamant des Universums ist der weißen Zwerg BPM 37093 (auch Lucy genannt) im Sternbild Zentaur, gerade mal 50 Lichtjahre von uns entfernt. Er besteht nach letzten Messungen wahrscheinlich aus einer Ballung kristallinen Kohlenstoffs von 4000 km Durchmesser.  Daher trägt er den Beinamen Diamantstern. Allerdings kann man ihn nicht direkt mit einem Diamanten gleicher Größe mit unseren Vorstellungen vergleichen, da ein Teelöffel des Sterns etwa fünf Tonnen Masse hat.
Auch unsere Sonne soll sich einmal in etwa 7 Milliarden Jahren in einen weißen Stern aus kristallisierten Diamant wandeln.

Mehr dazu:  WIKIPEDIA / BBC

Diamantanlage

Als Anlagediamanten sollte man nur beste Qualitäten wählen. Anlagesteine sollten eine Größe von mindestens 0,5 Karat besitzen, kleinere Steine sollten eher als Schmucksteine gefasst werden. Am beliebtesten sind Steine zwischen einem und drei Karat. Sie bieten den Vorteil, dass sie im Fall des Verkaufes von einer noch relativ großen Käuferschicht erworben werden können. Größere Steine lassen sich besser über Auktionshäuser vermarkten. Im Falle weltweiter Krisen lassen sich Diamanten leicht und unauffällig transportieren und sind überall geschätztes Anlagegut. Mancher Diamant war nach Kriegen und Wirtschaftskrisen das Grundkapital für eine neue Existenz. Als Teil eines Anlageportfolio trotzen Diamanten Währungsreformen, politischen und wirtschaftlichen Wirren.

Echtheit:

Ein Diamant sollte immer vom Fachmann gekauft werden. Ein alteingesessener Juwelier, ein gutes Auktionshaus mit fachkompetenten Personal bieten die Gewährleistung, dass der Kunde auch die Qualität erhält, für die er bezahlt. Von Internetauktionen, Privatverkäufen etc. sollten nicht fachkundige Käufer eher Abstand nehmen.

Hilfe bei Fragen rund um Diamanten bietet Roland Zwack vom Auktionshaus Zwack unter info@zwack-gruppe.de

Kleine Bildergalerie von hochwertigen Diamanten und Brillanten vom Auktionshaus Zwack

Brilliant

Ein geschliffener Diamant ohne Fassung

Diamanten

Wertvolle Diamantenringe

Diamanten

Diamanten

Diamanten

Diamanten

Wertvoller Anhänger mit Diamanten

Fragen / Mails / Angebote / Kaufgesuche

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Mehr darüber

 

Zertifizierung von Diamanten

Hier eine Liste von unabhängigen Zertifizierungs-Instituten von Diamanten, welche die Echtheit und Qualität von Diamanten überprüfen:

  • GIA (Gemological Institute of America)
  • HRD (De Hoge Raad voor Diamant)
  • DPL (Diamant Prüflabor)
  • IGI (International Gemological Institute)

Links

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