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Datierung von Steifftieren anhand von Knopf, Fahne, Artikelnummer und anderen Erkennungsmerkmalen ab 1947
von Günther Pfeiffer
Fotos von Manuela Heymann-Baxendale

Für Sammler spielt eine möglichst exakte Datierung der gesammelten Steifftiere eine wichtige Rolle. Anhand von Knopf, Fahne, Artikelnummer und anderen Erkennungsmerkmalen ist die Bestimmung des ungefähren Herstellungsjahr der Steiff-Teddys und Steifftiere gut möglich.

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Steifftier - Knopf

Steiffknopf aus der Zeit 1969 - 1977

 

 

Datierung von Steifftieren anhand von Knopf, Fahne, Artikelnummer und anderen Erkennungsmerkmalen

Inhalt

Knopf im Ohr Fahne
Artikelnummern

Schweres Erkennen

Bilder von Fahnen, Knöpfen und Brustschilder Repliken und Sonderausgaben

Buch zur Wertbestimmung und zeitlichen Einordnung von Steifftieren von 1892 - 1943

Buch zur Wertbestimmung und zeitlichen Einordnung von Steifftieren von 1947 - 2003

Datierung

Für Sammler spielt eine möglichst exakte Datierung der gesammelten Objekte eine wichtige Rolle.
Auch der Steiff-Sammler, ob es nun um Bären, Tiere, Puppen oder Holzspielzeuge geht, bildet hier keine Ausnahme. Gerade bei Artikeln, die über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten hergestellt wurden, ist eine möglichst genaue zeitliche Einordnung zur Ermittlung des entsprechenden Wertes von großer Bedeutung. Glücklicherweise gibt es schon werkseits einige eindeutige Erkennungsmerkmale, die auch dem Anfänger das Erkennen und Datieren erheblich erleichtern, sofern er weiß, wie er damit umzugehen hat.

Knopf im Ohr

Eines davon ist der weltberühmte Knopf (er ist übrigens immer im linken Ohr bzw. sofern kein Ohr vorhanden ist auf der linken Körperseite angebracht).
Mit dem Knopf befestigt ist das zweite typische Merkmal, die so genannte Fahne. Bleibt noch das Brustschild, auch Halsmarke genannt, zu nennen. Lässt sich schon mit jedem einzelnen dieser drei Steiff-Zeichen sehr viel für eine exakte Datierung feststellen, so kann aus der Kombination aller manchmal sogar das exakte Herstellungsjahr abgeleitet werden.
Eine genaue Beschreibung aller vorhandenen Kriterien würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale werden im Folgenden jedoch kurz beschrieben.
So gibt es aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg vier grundlegend unterschiedliche Arten von Knöpfen:
-Knöpfe mit „STEIFF" in Druckbuchstaben (sowohl mit als auch ohne heruntergezogenem letztem „F") werden bis ca. 1952 verwendet. Sie stammen in erster Linie aus Altbeständen der Zeit vor und während dem Zweiten Weltkrieg.
-Ab 1952 existiert der Nickel-Knopf mit dem Steiff-Schriftzug in erhabener Schreibschrift. Der Knopf wird mittels zwei auf der Rückseite angebrachter Zacken oder Krallen, die im Ohr umgebogen werden, befestigt
-1969 wird der so genannte Linsenknopf eingeführt. Es handelt sich hierbei um eine Hohlniete - ebenfalls aus Nickel. „Steiff" ist eingeprägt wie beim Vorgänger ebenfalls in Schreibschrift.
-Seit 1978 wird ein zweiteiliger Messingknopf, wieder mit eingeprägtem Steiff-Schriftzug verwendet. Der gleiche Knopf, jedoch ohne „Steiff" wird ab 1984 zur Kennzeichnung der zweiten Wahl verwendet.

Die Fahne

Die Fahne enthält neben den Worten „Steiff Original" auch „Made in Germany" sowie Materialhinweise und als wichtigste Sammlerinformation die Artikelnummer. Auch sie ist in vier Grundtypen zu untergliedern. Papier-Fahnen stammen aus der Zeit zwischen 1948 und 1950. Bis 1980 werden gelbe Leinenfähnchen unterschiedlicher Art verwendet. Ab 1980 werden gelbe bzw. weiße (für Repliken) Stoff-Fahnen eingesetzt. Seit 1986 wird ein so genanntes weißes oder gelbes Printband verwendet, das je nach Art des Artikels in schwarzer bzw. roter Farbe bedruckt ist.
Ist zusätzlich eine weiße Fahne mit der Aufschrift „Made in US-Zone Germany" vorhanden, stammt der so gekennzeichnete Artikel aus der Zeit zwischen 1947 bis 1953. Der Steiff-Firmensitz Giengen befand sich in der zu dieser Zeit amerikanisch besetzten Zone, und die dort hergestellten Produkte mussten entsprechend gekennzeichnet werden.
Das Brustschild zeigt den Namen des Steiff-Artikels oder nur die Aufschrift „Original Steiff — Knopf im Ohr". Teilweise befinden sich auf der Rückseite Behandlungshinweise, z. B. über Mottenschutz. Es gibt nur zwei gänzlich verschiedene Versionen. Bis 1971 handelt es sich um das Schild mit dem roten Rand. Am unteren Ende lacht ein Bärenkopf. Auch er hat im Lauf der Jahre sein Gesicht mehrfach verändert. Von 1972 bis heute wird die ebenfalls runde Marke, horizontal in eine gelbe und rote Hälfte geteilt, verwendet.

Artikelnummern

Nun noch einige Hinweise zu den bereits im Zusammenhang mit der Steiff-Fahne erwähnten Artikelnummern.
Die ab 1947 verwendeten Nummern sind identisch mit dem bis zum Zweiten Weltkrieg verwendeten Serien- und Artikel-Nummern. Kleinere Änderungen werden erstmals 1959 und 1965 vorgenommen. 1968 wird ein grundlegend neues Nummernsystem eingeführt. 1990/91 erfolgt die Umstellung auf die EAN - Nummer (Europäische Artikelnummer). Jede dieser Änderungen bringt gleichzeitig eine Veränderung auf der Fahne mit sich.

Schweres Erkennen

Sehr oft sind, vor allen Dingen bei älteren Exemplaren, diese Steiff-Markenzeichen verloren gegangen. Es gibt aber noch eine ganze Reihe von eindeutigen Erkennungsmerkmalen, die auf der Verarbeitung bzw. Herstellung beruhen. Hier z. B. Art und Sitz der Nähte, Nasen- bzw. Krallenbestickung, Druck- oder Brummstimmen, Art und Befestigung der Augen, verwendete Materialien oder Gewicht. Sie ermöglichen auch ohne Knopf oder Fahne eine eindeutige Bestimmung eines Steiff-Tieres.
Doch nun wieder zurück zu den eigentlichen Objekten der Sammlerbegierde, den heiß geliebten Plüschtieren, zu den
Kapiteln Katzen, Haus- & Hoftiere, Hasen / Wald- & Feldtiere, Wassertiere & Vögel, Wildnistiere, Wollminiaturen, Handspielpuppen & -tiere sowie Puppen & Figuren.
Allein die Anzahl unterschiedlicher Katzen, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1995 von Steiff angeboten wurde, beträgt 121 Stück, verschiedene Größen nicht berücksichtigt. Die begehrtesten Stücke heißen z. B. Fluffy (nur bis 1950), Siamy (1953 /54) sowie alle Katzen mit Musikwerk (es gibt drei Modelle). Der Preis für eine gut erhaltene Musik-Katze von 1950/51 liegt in den 1990er-Jahren bereits bei ca. 2000 Mark. Für eine perfekte Siamy werden ebenfalls über 1000 Mark bezahlt. Doch auch in der Produktion aus den 1990er-Jahren gibt es Exemplare, die sich schon heute großer Beliebtheit erfreuen, z. B. die Whiskas-Katze oder die liegende Jungkatze.

Bilder von Fahnen, Knöpfen und Brustschilder - Alter anhand von Fahnen und Knöpfen bestimmen

Ab 1947

Die US-Zonen-Fahne wurde am Körper angebracht, eingenäht in eine Naht, meist am rechten Arm oder Bein. Verwendung von 1947-1953.

Steifftier - Fahne

Zu dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Knöpfen verwendet. Zum Einen die Restbestände aus der Zeit vor 1943 (heruntergezogenes letztes ‘f’),

Steifftier - Knopf

weiterhin ein blanker Knopf - diesen auch in blau bemalter Version,

Steifftier - Knopf

sowie einen Knopf mit ‘STEIFF’ in Groß-Druckbuchstaben, ohne herunter gezogenes‘f’.

Steifftier - Knopf

Die durch den Knopf befestigte Fahne war zwischen 1947 und 1952 gelb, in wenigen Fällen auch weiß (1948 - 1950), anfangs aus Papier, später aus Leinengewebe und zeigt den Namen STEIFF sowie den weiteren Text in Druckschrift. Ab ca. 1950 wurden auf der Rückseite der Fahne Informationen über das verwendete Material gedruckt.

Steifftier - Knopf

Von ca. 1952 ist die nebenstehende Fahne mit der etwas veränderten Druckschrift. Sie zeigt, dass zu dieser Zeit auch Buchstabenzusätze (hier ‘M’ für Mecki ‘Maid’) hinter der Artikel-Nummer angegeben wurden.
 

Steifftier - Knopf

Auch bei den Brustschildern wurde auf die bis ca. 1943 verwendeten Exemplare zurückgegriffen, d.h. es wurde der eckige Bärenkopf mit der angedeuteten Schnauze, sowie Nase und Mund, verwendet. Die Schrift für Tiername bzw. ‘Original Steiff’ ist rotbraun.

Steifftier - Knopf

Ab 1952 / 53

Neben diesem alten Bärenkopf-Brustschild gibt es noch eine neuere Version. Der Kopf ist nun oben abgerundet, es sind nur noch Nase und Mund dargestellt. Auch bei diesem Zeichen ist die Schrift rotbraun.

Steifftier - Knopf

Der Nickel-Knopf mit dem ‘Steiff’-Schriftzug in Schreibschrift wird eingeführt. Dieser bleibt bis zum Ende der 60er-Jahre in Verwendung, d.h. auch nach Einführung der neuen Artikel-Nummer mit Schrägstrich wird dieser Knopf noch benutzt.

Steifftier - Knopf

Ab Mitte der 60er-Jahre wird der Schreibschrift-Knopf leicht verändert. Der Schriftzug ist insgesamt etwas fetter und die Bögen der beiden ‘f’ sind kürzer.

Steifftier - Knopf

Auch die Fahne verändert sich zu diesem Zeitpunkt. Das Material ist jetzt ausschließlich Leinengewebe. Der Namenszug ‘Steiff’ wird jetzt in Schreibschrift gedruckt. Der Zusatz ‘geschützt’ entfällt.

Steifftier - Knopf

Ab Mitte der 50er-Jahre wird diese Fahne um das Feld ‘Preis’ verlängert. Sie wird bis ca. 1970 verwendet. Oftmals fehlt dieser Teil, da er beim Kauf oder später abgetrennt wurde. Anhand der unterschiedlichen Schrift bei der Artikelnummer lässt sich dies jedoch leicht feststellen.

Steifftier - Knopf

1953 wird erstmals ein verändertes Brustschild verwendet. Der Bärenkopf ist jetzt gänzlich in runden Formen gehalten. Das Schild trägt eine blaue Aufschrift (die rotbraune Schrift kommt nur noch 1953 in einigen Fällen vor). Dieser Typ Brustschild bleibt bis 1972 unverändert.

Steifftier - Knopf

Ab 1969

Wieder wird ein ein neuer Knopf eingeführt, der sogenannte Linsenknopf. Es handelt sich um eine Hohlniete aus Nickel, die bis ca. 1977 verwendet wird.

Steifftier - Knopf

1969/70 gibt es auch eine Veränderung der Fahne. Das Zusatzfeld ‘Preis’ entfällt wieder. Dafür wird die Fläche, auf der die Artikel-Nummer gedruckt ist entsprechend länger. Dieses letzte Leinenfähnchen wird bis 1980 verwendet.

Steifftier - Knopf

Ab 1972 gibt es ein neues Brustschild, das auch aktuell verwendet wird. Die Marke ist jetzt rund und in eine gelbe und eine rote Hälfte geteilt.

Steifftier - Knopf

Ab 1978

Ein zweiteiliger Messingknopf, wieder mit eingeprägtem ‘Steiff’ Schriftzug, wird eingeführt. Bis 1982 hat dieser Knopf einen Durchmesser von 8, ab 1983 9mm. Es handelt sich dabei um den heute noch aktuellen Knopf.

Steifftier - Knopf

Gleichzeitig wird für kurze Zeit zwischen 1978 und 1980 ein goldfarbener Knopf, der dem Schreibschriftknopf aus den 50er und 60er-Jahren gleicht, verwendet.

Steifftier - Knopf

Ab 1981 wird eine doppelt gelegte Stoff-Fahne in gelb mit roter Aufschrift verwendet. 1981 ist die Artikel-Nummer in sehr kleiner Form eingewebt.

Steifftier - Knopf

1982 bis zum Ende der Verwendung in 1987 wird auf der Stoff-Fahne die Artikel-Nummer wesentlich größer dargestellt
 

Steifftier - Knopf

1986/87 wird ein neues Material für die Fahne verwendet, ein sogenanntes Printband. Bis 1989 wird die Artikel-Nummer, ab 1990 die neu eingeführte EAN-Nummer aufgedruckt. Diese Fahne wird noch heute verwendet.
 

Steifftier - Knopf

Weiterhin gibt bzw. gab es folgende Knöpfe, Fahnen bzw. Brustschilder

Der zweiteilige Messingknopf, jedoch ohne eingeprägten ‘Steiff’ Schriftzug, wird ab 1984 zur Kennzeichnung der 2. Wahl verwendet.

Steifftier - Knopf

Für Repliken wird ab 1980 eine doppelt gelegte Stoff-Fahne in weiß mit schwarzer Aufschrift verwendet. Bis 1981 ist die Artikel-Nummer in sehr kleiner Form eingewebt

Steifftier - Knopf

1982 bis zum Ende der Verwendung in 1987 wird auf der Stoff-Fahne die Artikel-Nummer wesentlich größer dargestellt.
 

Steifftier - Knopf

1987 wird ein neues Material für die Fahne verwendet, ein sogenanntes Printband. Bis 1989 wird die Artikel-Nummer, ab 1990 die neu eingeführte EAN-Nummer aufgedruckt. Diese Fahne wird noch heute für Repliken verwendet.
 

Steifftier - Knopf

Ab 1994 wird die Printband-Fahne auch zur Kennzeichnung von Sonderserien verwendet. Im Gegensatz zu den offiziellen Steiff-Repliken ist die Druckfarbe rot.
 

Steifftier - Knopf

Repliken und Sonderausgaben

Für Repliken und Sonderausgaben werden sehr häufig Nachbildungen der Original-Brustschilder aus der jeweiligen Zeit verwendet. Es gibt jedoch auch die unterschiedlichsten Anhänger, wie z.B. Plaketten, kleine Heftchen mit Beschreibungen und anderes. Ein detailliertes Aufführen würde an dieser Stelle zu weit führen. In den meisten Fällen können sie jedoch bei den Abbildungen im entsprechenden Kapitel deutlich erkannt werden.
Die Rückseiten von Fahnen und Brustschildern enthalten ebenfalls Angaben, z.B. über verwendete Materialien, Stückzahlen von Limitierungen, Kundenname oder enthaltenen Mottenschutz. Die bisherigen Erkenntnisse reichen jedoch nicht aus, um eine lückelose zeitliche Erfassung vornehmen zu können.
Alle gezeigten und genannten Informationen können Ihnen - zusammen mit den exakten Angaben bei den jeweiligen Artikeln betr. die Sortimentszugehörigkeit - dabei helfen, eine relativ genaue zeitliche Zuordnung zu treffen.
Bitte beachten Sie jedoch, dass die Termine, zu denen neue Knöpfe, Fahnen oder Brustschilder eingeführt wurden, nie exakt an einem Stichtag begonnen haben oder endeten.

 

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